„Die Turing-Maschine“ im Wolfgang Borchert Theater

Er war eine tragische Figur: Der Brite Alan Turing. Das Wolfgang Borchert Theater lässt mit seinem neuen Stück „Die Turing-Maschine“ dessen spannungsvolles und bewegtes Leben in einigen, wenigen Schlüsselszenen Revue passieren. Die Biographie des genialen Mathematikers, manischen Tüftlers und schrulligen Außenseiters erscheint in einer überschaubaren Abfolge von Ereignissen wie unter einem Brennglas immer zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen der … [Weiterlesen...]

“Antigone” als musikalisches Drama im WBT

„Antigone“ als schrilles musikalisches Drama im WBT: Das Stück von Sophokles ist alt aber keineswegs verstaubt, die Fassung im Borchert Theater Münster ist modern und ganz zeitgemäß. Gerade weil sie kabarettistisch überdreht und überaus unterhaltsam ist, trifft sie mit ihrer Aussage und Kritik Kopf und Herz des Publikums. Der Konflikt zwischen Macht und Moral ist aktuell und kann kaum präziser auf den Punkt gebracht werden. So muss Theater sein: … [Weiterlesen...]

Brisante Frage an die Ethik: Borchert Theater

Brisante Frage an die Ethik: Ist es Ausdruck der Freiheit, dass wir unserem Leben selbst ein Ende setzen und uns dazu der Hilfe eines Arztes bedienen dürfen? Juristisch ist die Frage abschließend geklärt. Im Februar dieses Jahres hat das Bundesverfassungsgericht den Paragraphen 217 des Strafgesetzbuches als verfassungswidrig erklärt. Seither ist ärztliche Beihilfe zum Suizid zulässig. Aber in der Selbsttötung und der Sterbehilfe selbst … [Weiterlesen...]

Spielzeit startet: Furioses Stück

Spielzeit startet: Turbulenter hätte man kaum in die neue Spielzeit starten können: Im Wolfgang Borchert Theater in Münster hatte am Wochenende Dario Fos Farce „Bezahlt wird nicht“ Premiere. Das ebenso saukomische wie sozialkritische Stück ging derartig rasant über die Bühne, dass dem Publikum kaum Zeit zum Atemholen blieb. Die neue Spielzeit startet mit einem unterhaltsamen Abend erster Güte. Zudem schadet der kurzfristig notwendige … [Weiterlesen...]

Lehrstück mit düsteren Vorahnungen

Münster - Der aktuelle Zeitbezug ist unübersehbar: Es ist als habe Ödön von Horváth seinen Roman "Jugend ohne Gott" wie eine düstere Vorahnung des Hier und Jetzt geschrieben. Der Roman ist 1937 in einem Exil-Verlag in Amsterdam erschienen und machte seinen Autor beinahe über Nacht weltberühmt. Kurz darauf kam er tragischerweise bei einem Unfall in Paris ums Leben. Ödön von Horváth hatte in seinem dritten Roman das Aufkommen der … [Weiterlesen...]