Das Kiepenkerl-Blog

KiepenkerlAls Finanzvorstand der Westfalen AG war Armin Berninghaus (Bild) entscheidend am Ausbau der mittelständischen Gas- und Tankstellenfirma zu einem der größten Unternehmen in Westfalen beteiligt. Als junger Revisor bei der Westfälischen Central-Genossenschaft (WCG, heute Agravis) und in seiner Tätigkeit an exponierten Positionen bei der Westfalen AG hat der mittlerweile pensionierte Berninghaus Erfahrungen und Einsichten über Spitzenpolitiker, Unternehmer und Institutionen sammeln können, die den meisten Menschen verwehrt bleiben.

Kiepenkerl-Blog: Latein in allen Lebenslagen

Wenn Juristen „medias in res“ gehen, führen sie den Zuhörer oder Leser „in die Mitte der Dinge“. Sind sie dort mit ihrem Latein am Ende, flüchten sie erneut ins Lateinische. Etwa wenn sie „culpa in contrahendo“ (Verschulden bei Vertragsabschluss) oder einen „falsus procurator“ (falschen Vertreter) vermuten. Seit dem 7. Jahrhundert war die „Vulgata“, die Bibel der katholischen Kirche, in Latein geschrieben. Deshalb konnte sie ausschließlich von … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Vereinsleben

Viele Vereine leiden unter Nachwuchsmangel. Ein Grund könnte sein, dass in Bierzelten und Kneipen nicht mehr geraucht werden darf. Nichtraucher haben sich erfolgreich gegen die Begasung durch Pfeifen- oder Zigarettenraucher in geschlossenen Räumen gewehrt. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass einem im Wald eine Dachziegel auf den Kopf fällt oder man durch den Verzehr von Waldhimbeeren einen Fuchsbandwurm bekommt, ist weitaus größer als ein … [Weiterlesen...]

Beruferaten nach dem Abitur

„Können Sie mir sagen, wohin ich will?“ Vermutlich so hätte Karl Valentin die Lage ironisch pointiert, in der sich Schülerinnen und Schüler nach dem Turbo-Abitur befinden. Auf die Frage nach dem für sie passenden Ausbildungsweg wissen viele Schulabgänger keine Antwort; in der Tat gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten. Doch Wirtschaft und Universität wünschen sich Planer und Entscheider, die wissen, wohin sie … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Bier und Gesang

Beim mittelalterlichen Reinheitsgebot für Bier spielte die Keuschheit der eingesetzten Rohstoffe eine wichtige Rolle. Für die zölibatären Braumeister hinter den Klostermauern war ethisch entscheidend, dass sich die Hefe im Gärbottich völlig keusch durch Zellteilung vermehrte. Als einhäusige Pflanze war Gerste sexuell ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Und vom Hopfen wurden aus Geschmacksgründen nur die weiblichen Dolden verwendet. Vielleicht war … [Weiterlesen...]

Athener Treuhandanstalt

Das im August 2018 auslaufende dritte Hilfsprogramm für Griechenland wird nicht verlängert. Tsipras hat zugesagt, dass das Land künftig ohne europäische Hilfsprogramme auskommt. Doch die Probleme sind damit nicht aus der Welt. Auf rund 256 Milliarden Euro summieren sich die bisherigen Zahlungen aus den drei Rettungspaketen für Griechenland. Das Geld floss teils in Form von direkten Krediten der Euro-Staaten oder über die … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Waldbaden

Beim Waldbaden geht es ums Eintauchen in die Waldluft und in die Natur. Dabei ist es nicht erforderlich, sich beim Aufenthalt im Wald körperlich anzustrengen oder ambitioniert zu wandern. Bereits ein gemütlicher Spaziergang im Wald wird in Japan als „Shirin Yoko“ bezeichnet undgehört zur Gesundheitsvorsorge. Die Wirkungen der Wald-Medizin werden seit Jahren an der „Nippon Medical School“ in Tokio erforscht und gelehrt. Jeder kennt das wohlige … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Mein Studium in Münster

Die Eingewöhnungszeit in Münster war kurz, denn die Stadt braucht den Vergleich mit Freiburg nicht zu scheuen: Renommierte Universität, gemütliche Kneipen, traditioneller Bischofssitz, hoher Freizeitwert und historische Bauten. Selbst das Wahrzeichen von St. Lamberti ist eine verkleinerte Kopie des markanten Turms vom Freiburger Münster. Mit dieser Beutekunst bewiesen die Münsteraner Geschmack. Allerdings hängen an St. Lamberti die Eisenkörbe, in … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Artenvielfalt?

  Bei der Vermehrung treiben es Laubbäume untereinander. Dabei berücksichtigen sie die Vorliebe von Wildschweinen und Rehen für Bucheckern und Eicheln. Auf der Suche nach den begehrten Früchten zur Bildung des Winterspecks ernten sie die Wälder bis auf den letzten Krümel ab. Da die Laubbäume nicht jedes Jahr Früchte tragen, stellten sich die Tiere früher darauf ein und der Nachwuchs hielt sich in Grenzen, denn die trächtigen Tiere mussten … [Weiterlesen...]

Grüne vor der Zeit

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, soll das Rauchverbot der Stadt Münster von 1819 in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden. Martin Schulz ist sicher, dass auch die Jungsozialisten nach diesem Verhandlungserfolg dem Koalitionsvertrag bei der Mitgliederbefragung zustimmen werden.   … [Weiterlesen...]

Kiepenkerl-Blog: Perestroika im Marketing

Der Kommunismus hat die Wirtschaft der Ostblockstaaten ruiniert und die Bevölkerung an den Rand des Existenzminimums gebracht. Perestroika hieß das Zauberwort zur Überwindung der staatlichen Kommandowirtschaft. In dieser Zeit hätte Karl Marx wohl kaum sein Hauptwerk „Das Kapital“ verfasst, sondern eine Kampfschrift über die Expropriation der Expropriierten durch Maketeng. Diese Lehre zur marxistischen Verkaufsförderung geht auf den … [Weiterlesen...]