Gassen, Giebel und Geschichte

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Fachwerkhäuser prägen die Gassen auf der Radroute Historische Stadtkerne NRW wie hier in Werl; Foto: W.Wenke

Malerische Gassen, vornehme Giebel, prächtige Schlösser und imposante Kirchen – die Radroute Historische Stadtkerne NRW trägt ihren Namen nicht umsonst. Auf 390 Kilometern verbindet der Rundkurs Lippstadt, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Soest, Steinfurt, Tecklenburg, Warendorf, Werl und Werne und mit ihnen die schönsten Architekturschätze Südwestfalens und des Münsterlands.

Überall entlang der Radroute Historische Stadtkerne treffen Radfahrer auf steinerne Zeugen, die die Vergangenheit lebendig werden lassen. Das Herz der Orte ist der Markt, an dem sich ein Kleinod an das andere reiht – etwa in Warendorf mit seinen glanzvollen Giebelhäusern und der darüber thronenden Laurentiuskirche. Dass die gewachsene Altstadtstruktur mit ihrer vielfältigen historischen Bausubstanz noch heute ganzheitlich erlebbar ist, verdankt Warendorf dem Glück, von Kriegszerstörungen genauso verschont worden zu sein wie von tiefgreifenden Stadtsanierungsmaßnahmen. So zählt die „Stadt des Pferdes“ mit ihrem mittelalterlichen Straßen- und Stadtbild zu den schönsten Städten im Münsterland.

In Steinfurt begeistern Schmuckstücke wie das Hubertshaus mit prächtigem Renaissancegiebel und das Beifanghaus aus dem Jahr 1606 mit reizvoll gestaltetem Fachwerkgiebel die „Radtouristen“. Das Herzstück der Stadt ist das Schloss Steinfurt, eine der ältesten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes, dessen Anfänge in das 10. Jahrhundert zurückreichen. Am historischen Markt stehen sich das Alte Rathaus von 1561 und das Weinhaus von 1445 gegenüber. Das Wasserspiel „Die Steinerne Furt“ erzählt wichtige Kapitel der Stadtgeschichte.

Schmucke Fachwerkhäuser prägen den Werner Kirchplatz Die historische Bausubstanz ist hier trotz Stadtkernsanierung erhalten geblieben: Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche St. Christophorus mit den umliegenden Wärmehäuschen, Stadtmuseum, das am Marktplatz gelegene Alte Rathaus sowie Kapuzinerkloster und Altes Steinhaus. Das 1991 errichtete Gradierwerk ist im Stadtpark am Stadtsee zu finden, jüdischer Friedhof und Stadtmauer begrenzen den Stadtkern im Süden.

Prachtvolle Spitzen: Giebelhäuser und Laurentiuskirche in Warendorf; Foto: Stadt Warendorf

In Tecklenburg gilt es, unterschiedlichste Gebäude und Plätze zu entdecken: Es lohnt ein Blick hinter die Fassaden von Marktplatz, Legge, Bastion und Amtsgericht, jahrhundertealte Kirchen, Burg und Meesenhof, Schiefes Haus, Krummacherhaus und Greiffsches Haus und schließlich das Wasserschloss Haus Marck

Tief in die Vergangenheit führt die über 800 Jahre alte Stiftsruine in Lippstadt, die ein geradezu mystisches Flair versprüht. Auf eine ganz andere Weise imposant sind die Schlösser entlang der Route wie das Wasserschloss Rheda samt neobarockem Garten oder die zahlreichen Kirchen, darunter Werls prächtige Wallfahrtsbasilika. Der Stoff, aus dem Traumhäuser sind ist in Soest der Grünsandstein: Zu sehen ist hier ein weltweit einmaliges Ensemble.

Fans von Architekturgeschichte kommen auf der Radroute Historische Stadtkerne voll auf ihre Kosten. Das nächste sehenswerte Highlight ist stets nur einen Pedaltritt entfernt.

Stadt Warendorf Tourist-Information, Tel. 02581/545454, www.radroute-historische-stadtkerne.de


 

 


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