Literarisches hinter alten Klostermauern

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Das heutige Schloss und ehemalige Kloster Corvey im ostwestfälischen Höxter inspirierte gleich zwei bedeutende westfälische Dichter.

Corvey-an-der-Weser-Höxter

Schloss Corvey inspirierte gleich zwei Westfälische Dichter.
Foto: Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH

Dem einen, der 1813 geborene Dichter, Arzt und Politiker Friedrich Wilhelm Weber, diente die damalige Abtei an der Weser als Vorlage für den Schauplatz seines Volksepos „Dreizehnlinden“. Das 25 Gesänge umfassende Werk erzählt die Liebesgeschichte des heidnischen Sachsen Elmar und der Christin Hildegunde. Als Dreizehnlinden wird eine Stelle am nördlichen Ende der Eichenallee am Werseufer vor dem Kloster Corvey bezeichnet, wo ein von vier Linden umrahmtes Steinkreuz an das berühmte Epos erinnert. Immerhin erreichte das Werk eine Millionenauflage, so dass Weber als „Sänger von Dreizehnlinden“ in die Literaturgeschichte einging. 

Der andere Dichter ist Hoffmann von Fallersleben. Dieser arbeitete von 1860 bis zu seinem Tode im Jahr 1874 als Bibliothekar auf Schloss Corvey. Die Bibliothek mit über 70.000 Bänden zählt immer noch zu einer der wertvollsten des Landes. Fallersleben wurde vor allem als Autor des Deutschlandliedes auch über die Grenzen Westfalens bekannt. Die letzte Ruhestätte des Dichters befindet sich auf dem Klosterfriedhof südlich der Abteikirche. Sie ziert eine Büste, die Fritz Schaper 1911 mit dem Text „Wie könnt’ ich Dein vergessen“ fertigte.

Hinter den alten Mauern kann man noch heute auf Spurensuche der westfälischen Literaturgeschichte gehen. Wichtige Ausflugstipps und vier weitere „Literatouren“ zu literarischen Schauplätzen in der Region finden Sie in der aktuellen Westfalium-Ausgabe.

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