Geröstete Haselnüsse: Tag der offenen Nuss

Raesfeld-Erle – Frisch geröstete Haselnüsse, eine Adventsausstellung mit Feuer- und Lichtobjekten im alten Pferdestall, Lagerfeuer, Glühwein, Kaffee, Waffeln und eine Hüpfburg für Kinder: Beim “Tag der offenen Nuss” am 15. November von 11:00-18:00 ist auf Gut Böckenhoff zwischen Raesfeld und Dorsten wieder richtig was los. “Wir führen vor, wie die Haselnüsse mit einem Saugapparat von den Sträuchern gepflückt werden”, erklärt Betriebsleiterin Charlotte Böckenhoff zum Festprogramm. “Außerdem zeigen wir, wie die Nüsse maschinell geknackt und aromaschonend geröstet werden.”

geröstete Haselnüsse

Lecker! Haselnüsse direkt aus dem Röster – Bild Gut Böckenhoff

Schon im Jahr 1134 wurde der Gutshof als “Haus Baken” erstmalig urkundlich erwähnt. Bis 1439 war der Hof dem Kloster Nottuln, dann dem Junker von Gemen abgabenpflichtig. 1595 ging das inzwischen Bakenhof genannte Gut in Familienbesitz über. Für die Zeit des 30jährigen Krieges berichtet erstmals ein Dokument über die Branntweinproduktion auf dem Bakenhof, und zwar im Zusammenhang mit der Plünderung der Brennerei durch spanische Söldner. Eine weitere urkundliche Erwähnung der Brennerei hatte einen unerfreulichen, wenn auch aktuellen Anlass: Aus dem Jahr 1723 ist ein Steuerbescheid über 2 Gulden jährlich überliefert.

Frisch geröstete Haselnüsse schmecken am besten

Seit Mitte September läuft in den Haselnusspflanzungen von Gut Böckenhoff die Ernte. “Haselnüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und verschiedenen Mineralstoffen, wie Magnesium, Kalium, Eisen und Calcium”, erläutert Charlotte Böckenhoff, die Agrawissenschaften studiert hat. Schon eine Hand voll Nüsse täglich sei ein wertvoller Beitrag für eine ausgewogene Ernährung.„Ganz frisch sind sie saftiger, und auch süßer“, erklärt die Nuss-Expertin weiter. Der fein-herbe Geschmack von Haselnüssen bereichere süße und herzhafte Gerichte: Blanchiert, geröstet, gerieben oder gehackt sind sie als Krokant in Eis, Kuchen, Gebäck oder Müsli, als Salat-Topping oder im Auflauf einsetzbar. Ein Klassiker ist natürlich die Haselnuss in der Schokolade und im Schokoladenlikör.

Haselnüsse

Mit Saugern werden die Haselnüsse auf Gut Böckenhoff geerntet – Bild Gut Böckenhoff

Besonders wichtig ist der Bäuerin der regionale Anbau: “Unsere Haselnüsse gedeihen auf heimischen westfälischen Feldern. Sie sind frei von jeglichen Zusätzen.” Mitte der Zehnerjahre hat Charlotte Böckenhoffs Vater Bernhard die Haselnusssträucher gepflanzt, seit 2019 tragen sie jedes Jahr mehr Früchte. Für den Verkauf werden die Nüsse mit warmer Luft ein paar Tage getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt unter zwölf Prozent liegt. Dann sind sie rund 1,5 Jahre haltbar.

geröstete Haselnüsse

Salatöl, Likör, Nussgeist und Nussmus mit Haselnüssen von Gut Böckenhoff – Bild Westfalium

Schon im Jahr 1134 wurde der Gutshof als “Haus Baken” erstmalig urkundlich erwähnt. Bis 1439 war der Hof dem Kloster Nottuln, dann dem Junker von Gemen abgabenpflichtig. 1595 ging das inzwischen Bakenhof genannte Gut in das Eigentum der Familie Böckenhoff über. Für die Zeit des 30jährigen Krieges berichtet erstmals ein Dokument über die Branntweinproduktion auf dem Bakenhof, im Zusammenhang mit der Plünderung der Brennerei durch spanische Söldner. Eine weitere urkundliche Erwähnung der Brennerei hatte einen unerfreulichen, wenn auch aktuellen Anlass: Aus dem Jahr 1723 ist uns ein Steuerbescheid über 2 Gulden jährlich überliefert.

Gut Böckenhoff, www.gut-boeckenhoff.de

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