Wewelsburg – Zehn Lebensgeschichten von Menschen, die NS-Verfolgung und heutigen Krieg in der Ukraine erleben sind Gegenstand der Sonderausstellung „Vielleicht erlebe ich den Frieden noch. Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine“, die bis zum 1. November im Kreismuseum der Wewelsburg zu sehen ist.

Dr. Erik Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kreismuseum Wewelsburg, präsentiert die Sonderausstellung. – Foto Gloria Bialas
Noch etwa 30.000 Menschen leben heute in der Ukraine, die den Terror und die Gewalt der nationalsozialistischen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs überlebt haben. Sie erleben heute einen neuen Krieg in ihrer Heimat, der Traumata auslöst und diese Menschen besonders hart trifft. Die Sonderausstellung „Vielleicht erlebe ich den Frieden noch. Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine“ des Hilfsnetzwerks für die Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine porträtiert zehn dieser Menschen und schildert ihre Lebensgeschichten und ihre heutige Situation. Noch bis Sonntag, 1. November, ist die Sonderausstellung im Kreismuseum Wewelsburg zu sehen.
Betroffenen eine Stimme geben
„Diese Ausstellung ist uns besonders wichtig“, so Dr. Erik Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kreismuseum Wewelsburg. „Sie rückt Menschen in den Fokus, die im hohen Alter zum zweiten Mal in ihrem Leben von Krieg betroffen sind und gibt ihnen eine Stimme. Schon seit der Gründung des Hilfsnetzwerks für die Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine im März 2022 engagiert sich das Kreismuseum Wewelsburg in diesem Netzwerk und unterstützt damit diese Menschen.“ Auch Besuchende können das Hilfsnetzwerk unterstützen. In den Foyers der beiden Dauerausstellungen des Kreismuseums stehen Spendenboxen bereit.
Der Zugang zur Ausstellung erfolgt durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte am Burgvorplatz. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Hilfsnetzwerk für die Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine und KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V.
Die einzige Dreiecksburg in Deutschland
Die Wewelsburg ist mehr als ein historisches Renaissance-Schloss im Bürener Ortsteil Wewelsburg Sie ist die einzige Dreiecksburg in Deutschland. Der Grund dafür ist rein praktischer Natur. Das Schloss thront auf einem Felssporn über dem Almetal, weshalb der Grundriss an die natürliche Geländeform angepasst wurde. Die Wewelsburg blickt auf eine über 900-jährige Geschichte zurück. Die heutige Gestalt stammt jedoch maßgeblich aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Wewelsburg beherbergt das Kreismuseum des Kreis Paderborn mit verschiedenen Ausstellungsbereichen.














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