Mythos Wembley Tor: Vor 60 Jahren, am 30. Juli 1966, brachte ein bis heute umstrittenes Tor im Endspiel der achten Fußball-Weltmeisterschaft zwischen England und Deutschland die Engländer in der Verlängerung in Führung. Am Ende gewann England mit 4:2 die Weltmeisterschaft. Aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund bis bis zum 6. August eine künstlerische Medieninstallation, die mit beeindruckenden Bewegtbildern die zum Mythos gewordene Begegnung mit dem legendären „Wembley-Tor“ in einer besonderen Ästhetik einfängt.

Tor oder nicht? Das Wembley-Tor als Multimedia–Installation im Deutschen Fußballmuseum Dortmund – Bild Michael Rasche/Deutsches Fußballmuseum
Auf raumhohen Spiegel- und Projektionsflächen überlagern sich zum Teil unveröffentlichtes Filmmaterial vom Jahrhundertfinale mit Grafik und Sound zu einer multiperspektivischen, collagenhaften Rauminszenierung. „Die Bilder vom ‚dritten Tor‘ und von den deutschen Nationalspielern, die sich nach den dramatischen 120 Minuten im Wembley-Stadion als faire und aufrechte Verlierer zeigten, sind in unserem kollektiven Fußballbewusstsein zu identitätsstiftenden Schlüsselbildern geworden”, erklärt dazu Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums. „Nicht zuletzt deshalb sind viele der Spieler bis heute so populär und Vorbilder für jüngere Generationen. Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM 1966 nicht nur mit tollem Offensiv-Fußball und herausragenden Spielerpersönlichkeiten, sondern vor allem auch mit ihrer fairen Haltung Menschen auf der ganzen Welt beeindruckt.“ Die Medieninstallation zum Mythos Wembley ist in den Rundgang durch die Dauerausstellung des Deutschen Fußballmuseums integriert und ohne Zusatzticket zugänglich.
Wembley-Tor – bis heute umstritten
Das Deutsche Fußballmuseum direkt am Dortmunder Hauptbahnhof wurde am 23. Oktober 2015 als nationales Fußballmuseum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Dortmund eröffnet. Die Planungen stammten von der DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum gGmbH mit Sitz in Dortmund. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entschloss sich der DFB, aus den Gewinnen der Weltmeisterschaft die Errichtung eines nationalen deutschen Fußballmuseums zu finanzieren. Aus 14 Städten, die sich als Standort für das Fußballmuseum beworben hatten, wählte das DFB-Präsidium im Mai 2007 die Städte Köln, Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund aus und entschied sich damit für einen Standort im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Auf einem außerordentlichen Bundestag des DFB am 24. April 2009 entschieden sich die Delegierten für das innenstadtnahe Areal südlich des Dortmunder Hauptbahnhofs, das bis zum Baubeginn des Museums als Busbahnhof genutzt worden war.
Deutsches Fußballmuseum, www.fussballmuseum.de














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