Volksbank-Münster-Marathon geht morgen früh auf die Strecke: Münster läuft mal wieder heiß.

Der Volksbank-Münster-Marathon 2026 wird wie im vergangenen Jahr wieder ein großes Event werden – Foto LaufReport.de
12.500 Läuferinnen und Läufer, mehr als 300 Künstler an der Strecke und ein paar ziemlich schnelle Beine: Am Sonntag, 13. September, gehört Münster wieder den Läufern. Beim 24. Volksbank-Münster-Marathon fällt um 9 Uhr vor dem Schloss der Startschuss. Sechs Stunden später müssen die Letzten auf dem roten Teppich am Prinzipalmarkt angekommen sein.
So voll war es noch nie. 12.500 Teilnehmer stehen nach Meldeschluss in den Listen des Volksbank-Münster-Marathon. Allein 4.438 wollen die kompletten 42,195 Kilometer laufen. Dazu kommen Staffeln mit 6.500 Läufern, 600 Teilnehmer beim 28-Kilometer-Lauf sowie die Starter bei Kids-Marathon, Gesundheits-, Charity- und Inklusionslauf.
Und vorne dürfte es richtig schnell werden. Der Argentinier Ignacio Francisco Erario Nunez kommt mit einer Bestzeit von 2:09:49 Stunden nach Münster. Sein erstes Ziel ist der Sieg, sein zweites der argentinische Landesrekord von 2:09:36 Stunden. Und wenn es richtig gut läuft, könnte sogar der Münsteraner Streckenrekord von 2:09:06 Stunden fallen.
Konkurrenz bekommt er unter anderem von Emanuel Ginki Gismoda aus Tansania und dem Kenianer Wilson Kiprop. Auch bei den deutschen Läufern wird es eng. Manuel Kruse vom LSF Münster möchte zum dritten Mal in Folge schnellster Deutscher werden. Sascha van Staa und der kurzfristig gemeldete Hermannslauf-Seriensieger Elias Sansar dürften ihm das Leben schwer machen.
Bei den Frauen führt Azalech Masresha Woldeselasse aus Äthiopien das Feld an. Ihre Bestzeit liegt bei 2:30:19 Stunden. Cecilia Wayua Michael und Patience Jebit Kimutai aus Kenia sind kaum langsamer. Alle drei wollen die Marke von 2:30 Stunden knacken. Mit Lisa Huwatscheck aus Hannover ist erstmals auch eine deutsche Eliteläuferin im internationalen Spitzenfeld dabei. Ihre Bestzeit: 2:33:23 Stunden. Lokalmatadorin Jana Kappenberg vom LSF Münster kennt das Pflaster ohnehin bestens.
Volksbank-Münster-Marathon: Pfeiffer jagt Pfeiffer
Eine hübsche Familiengeschichte liefert der Wecker-28-Lauf. Im vergangenen Jahr ließ Esther Pfeiffer auf den 28 Kilometern auch sämtliche Männer hinter sich und gewann in Rekordzeit. Diesmal tritt ihr Mann Hendrik an. Der deutsche Spitzenläufer kommt nach einer Verletzung zurück und nutzt Münster als Test für einen Herbstmarathon. Der Familienrekord steht also zur Disposition.
Noch eine Zahl gefällig? 5.000. Dr. Joey Krüll will ausgerechnet in Münster seinen 5.000. Marathon laufen. Der Sportmediziner und Extremläufer hat eigens vorher noch Nummer 4.999 erledigt. Damit dürfte er selbst in einem Feld von 12.500 Menschen einigermaßen auffallen.
Volksbank-Münster-Marathon: Münster macht Krach
Ohnehin wäre der Volksbank-Münster-Marathon nicht der Münster-Marathon, wenn nur die Stoppuhr zählte. Mehr als 300 Musiker, Trommler, Tänzer, Cheerleader und Stelzenläufer säumen die Strecke. An acht großen Power-Points wird angefeuert.
Auf der Himmelreichallee am Aasee entsteht eine ganze Eventmeile. Am Aegidiimarkt trommeln die Groove Onkels auf Abfalltonnen der AWM. In Roxel, Nienberge und Gievenbeck dürfte es wieder eng am Straßenrand werden. Mehr als 100.000 Zuschauer werden entlang der Strecke erwartet.
Beim 20. Staffelmarathon gibt es zudem ein Rennen im Rennen. Unter dem Motto „Schlag die Promis“ tritt eine Mixed-Staffel für den Förderverein des Prostatazentrums am UKM gegen die übrigen Mixed-Teams an. Mit dabei sind der frühere Oberbürgermeister Markus Lewe und NRW-Schulministerin Dorothee Feller. Für jede Staffel, die vor den Prominenten ins Ziel kommt, fließt Geld an den guten Zweck.
Und das Wetter? Die Prognosen versprechen bislang eher Läufer- als Biergartenwetter. Für die Aktiven muss das kein Nachteil sein. Für die Zuschauer gibt es Regenjacken.
Um 9 Uhr geht es am Schloss los, um 9.15 Uhr folgen die Staffeln und um 10.10 Uhr die Läufer über 28 Kilometer. Ab etwa 11 Uhr werden die Schnellsten auf dem Prinzipalmarkt erwartet. Dort liegt der rote Teppich bereit. 42,195 Kilometer Münster sind dann geschafft.














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