Klapheck-Bilder auf Cappenberg

Cappenberg zeigt Klapheck: Bilder eines der bedeutendsten Künstler der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne präsentiert das Museum Schloss Cappenberg bei Selm vom bis zum 26. April 2026. In der Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ zeigt das Museum eine Auswahl der „maschinensachlichen“ Bilder von Konrad Klapheck. Der 2023 verstorbene Künstler macht banale Alltagsobjekte zu Sinnbildern einer von Technik geprägten Gesellschaft. Zwischen nüchterner Präzision, surrealer Tiefenschärfe und subtiler Gesellschaftskritik eröffnen die Klapheck-Bilder neue Perspektiven.

Klapheck Bilder

Konrad Klapheck: “Die Problematik der Ehe” (1968) – Bild Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr/Alexander Voß

Das Kunstmuseum des Kreises Unna auf Schloss Cappenberg widmet sich der Kunst seit 1945 bis in die Gegenwart. Das Schwestermuseum in Haus Opherdicke hingegen hat sich auf Künstlerinnen der sogenannten „Verschollenen Generation“ und weitgehend vergessene Kunstschaffende der deutschen Avantgarde spezialisiert.

Klapheck Bilder

Konrad Klapheck: “Der Stammhalter” (1964) – Bild Märkisches Museum/Eric Jobs, Bochum

Bei „Nicht von Menschenhand“ werden Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen gezeigt, zum Beispiel das Bild „Die Problematik der Ehe“ von 1968 (Bild). Konzeptionell knüpft die Ausstellung einerseits an das Jahrhundertjubiläum der Neuen Sachlichkeit an – jener künstlerischen Strömung, die gesellschaftliche, politische und technologische Tendenzen mit kritischem Blick in figurativen Darstellungen reflektierte. Ergänzend wird auf das von Franz Roh geprägte Konzept des Magischen Realismus verwiesen, das die metaphysische Dimension eines eher klassizistischen, jedoch nicht weniger kritischen Flügels der Neuen Sachlichkeit betont.

Der 1935 in Düsseldorf geborene Klapheck begann 1954 ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er Schüler von Bruno Goller wurde. Aus starkem Interesse am Surrealismus besuchte er in diesem Jahr den zu dieser Zeit in Paris lebenden Max Ernst. 1961 kam Klapheck mit dem Pariser Surrealistenkreis um André Breton in Kontakt. Im darauf folgenden Jahr machte er die Bekanntschaft des belgischen Malers René Magritte auf einer von Magrittes Ausstellungen. Bei einem weiteren Treffen der beiden zeigte Klapheck Magritte eine Auswahl seiner Arbeiten. Magritte kritisierte die Hintergründe der mitgebrachten Werke – Steinchenhintergründe, die Magritte zu „pittoresk“ fand.

Klapheck-Bilder: Magie und Realismus

Im Jahr 1979 übernahm Klapheck eine Professur für Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, die er bis 2002 innehatte. Zwischen 1992 und 2002 porträtierte Klapheck Kollegen, Freunde und Prominente aus der internationalen Kunstszene, schwarz auf weiß, ganzfigurig und mit ungewöhnlichen Attributen ausgestattet.

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