Wählen Sie Ihr Lieblingscafé!

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Westfalen – Wo schmeckt der Kaffee besonders aromatisch, ist Atmosphäre besonders stimmig und der Service besonders zuvorkommend? Die westfälischen Konditoren und Westfalium suchen die Westfälische Konditorei des Jahres 2019 – helfen Sie uns dabei und stimmen Sie online mit ab! Hier geht es zur Abstimmung – es gibt auch was zu gewinnen!

Im vergangenen Jahr konnte die “Schokoladenmanufaktur Sauerland” in Menden mit 1.278 abgegebenen Stimmen das Rennen um den begehrten Titel der Westfälischen Konditorei des Jahres für sich entscheiden. In einer kleinen Feierstunde in der Unnaer Niederlassung der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe übergab Westfalium-Herausgeber Dr. Wienand Geuking die offizielle Wahlsieger-Urkunde an Christian Hömberg, den Betriebsleiter der Schokoladenmanufaktur Sauerland. Wie im Vorjahr nehmen auch in diesem Jahr 15 Konditorenbetriebe an der Publikumswahl teil, die jetzt zum vierten Mal durchgeführt wird.

Konditorei Cafe Telgmann Werne, Westfälische Konditorei des Jahres 2016 – Foto Westfalium/Anneke Dunkhase

Das Konditorenhandwerk hat seinen festen Platz im Deutschen Lebensmittelhandwerk und gehört zu der großen Gruppe der zulassungspflichtigen Handwerke: Die bestandene Meisterprüfung ist Voraussetzung, um selbstständig das Konditorenhandwerk mit einer Konditorei oder einem Konditorei-Café auszuüben. Die Konditorei grenzt sich von der Bäckerei dadurch ab, dass sie keine Brotwaren produziert und die künstlerische Seite des Handwerks betont. Entstanden ist das Konditoren-Handwerk durch die Spezialisierung von bestimmten Bäckern auf das Herstellen von süßem Brot, das mit kandierten Früchten oder ähnlichem angereichert wurde. Der Ausdruck „Konditor“ stammt ab von lateinisch condīre (einlegen, einmachen, schmackhaft zubereiten, würzen). Regional hat sich bis heute der Ausdruck “Konditern” für den Besuch einer Konditorei oder das Herstellen von Konditorwaren erhalten. Der Beruf des Konditors hat sich aus dem des Bäckers entwickelt. Die Bäcker begannen im Spätmittelalter die Teige mit Honig, Trockenfrüchten und Gewürze zu verfeinern. So entstand die Lebkuchenherstellung. Die Lebkuchenhersteller betrieben mit dem Wachs, einem Nebenprodukt des Honigs, auch die Wachszieherei als weiteres Gewerbe. Mit den hergestellten Kerzen, Wachsfiguren und Wachsbildern belieferten sie Kirchen und Haushalte. Aus der Lebkuchenherstellung entwickelten sich später die Zuckerbäckerei und dann die Konditorei.

Mit dem Seehandel kamen in die Hafenstädte Genua und Venedig größere Mengen an Gewürzen und Zucker aus dem Orient. Der Zucker übte eine unglaubliche Anziehungskraft aus, blieb aber wegen der Kostbarkeit den Reichen vorbehalten. Der Beruf des Zuckerbäckers war anfangs mit dem des Apothekers verbunden, da nur dieser mit den exotischen Kostbarkeiten Handel treiben durfte. Das Wort „Konfekt“ für Süßigkeiten stammt aus der Sprache der auch confectionari genannten Arzneimittelhersteller. Die Venezianer brachten im Spätmittelalter auch das Marzipan nach Mitteleuropa, ein Konfekt aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Es war eine ideale Modelliermasse für prachtvolle Marzipanbilder, die mit selbst hergestellten Pflanzenfarben kunstvoll bemalt und nicht selten mit Blattgold verziert wurden. Auch Marzipan wurde in der frühen Neuzeit in Apotheken gehandelt.

Nach der Entdeckung Amerikas gelangte schließlich die Schokolade nach Europa, die zunächst aber vor allem als Trinkschokolade genossen wurde. Erst als dem Holländer van Houten im Jahre 1828 das Abpressen der Kakaomasse gelang, standen zusätzlich Kakaobutter und Kakaopulver als Rohstoffe zur Verfügung. Mit Hilfe der mit Kakaobutter verdünnten Schokolade wurden alle denkbaren Figuren gegossen und die Kakaomalerei mit Kakaopulver wurde für Tortenverzierungen beliebt. Der Beruf des „Chocolatiers“, ein Spezialist unter den Konditoren, entstand. In der Konditorei nahm die Schokolade nun einen bedeutenden Platz ein. Die Schokoladentorte des Franz Sacher, 1832 Schokoladenkoch beim Fürsten Metternich in Wien, ist ein Beispiel dafür.

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