ExtraSchicht 2016: Vier neue Spielorte

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Westfalen – Einmal im Jahr feiert das Ruhrgebiet sich selbst, denn einmal im Jahr ist „Extraschicht – Die Nacht der Industriekultur“. So auch 2016: Zum nunmehr 16. Mal bespielen am 25. Juni rund 2.000 Künstler in 20 Städten Hochöfen, Zechen und Gasometer. Unter den insgesamt 48 Spielorten sind in diesem Jahr vier neue – und drei davon sind im westfälischen Teil des Ruhrgebietes gelegen.

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Haben in der Zeche Schlägel und Eisen in Herten die Spielorte der ExtraSchicht 2016 vorgestellt (von links nach rechts): Prof. Hans-Peter Noll (Vorsitzender der Geschäftsführung bei RAG Montan Immobilien), Andreas Weidner (Klub Schlägel & Eisen e. V.), Axel Biermann (Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH), Jens Hapke (Regionalverband Ruhr) und Arne van den Brink (Ruhr Tourismus GmbH) – Foto: Westfalium

So wird das Bergwerk Ost in Hamm, das bis zu seiner Stilllegung 2010 über 100 Jahre lang als verlässlicher Kokskohlelieferant galt, erstmalig – und gleichzeitig auch zum letzten Mal – für Besucher seine Pforten öffnen. Denn derzeit erarbeiten die Stadt Hamm und die RAG Montan Immobilien das neue Nutzungskonzept für das stillgelegte Bergwerk. Ein Kreativquartier soll entstehen, Gewerbe soll sich ansiedeln und auch zur Erzeugung regenerativer Energien soll das Gelände genutzt werden. Dafür wird sich einiges verändern müssen. Prof. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der RAG Montan Immobilien, sagt: „Wir sind stolz auf die Historie, blicken nun aber auch gespannt in die Zukunft. Wir wollen die Menschen am Wandel teilhaben lassen.“ Dazu besteht bei der ExtraSchicht 2016 eine einmalige Gelegenheit.

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Blick in die Kaue der Zeche Schlägel und Eisen in Herten, einem von vier neuen Spielorten bei der ExtraSchicht 2016. Dort, wo sich einst die Bergarbeiter umzogen, soll ein Ort für kulturelle Veranstaltungen entstehen – Foto: Westfalium

Etwas länger währte der „Dornröschenschlaf“ der Zeche Schlägel und Eisen in Herten. Vor 120 Jahren wurde das Areal für den Bergbau erschlossen; für 15 Jahre stand es zuletzt still. Dank der Initiative „Klub Schlägel & Eisen e. V.“ wird die Zeche zur ExtraSchicht 2016 wieder zum Leben erweckt. Andreas Weidner, erster Vorsitzender des „Klub Schlägel & Eisen e. V.“ und geschäftsführender Gesellschafter der Weidner Wassertechnik GmbH, gehören Teile der Zeche. „Wir wollen den Ort hier kulturell bespielen, eine Gastronomie einrichten und haben eine riesige Nachfrage von Musikern und Comedians, die an diesem Ort auftreten wollen“, so Weidner. Für die Zeche Schlägel und Eisen soll das Debüt bei der ExtraSchicht der Auftakt zu vielen Folgeveranstaltungen sein. Im Juni gibt es erst einmal für Besucher die Gelegenheit, eine Reise zurück in die Bergbaugeschichte der Schachtanlage 3/4/7 anzutreten – und zwar in Begleitung von Zeitzeugen. Außerdem wird der mächtige Schachtturm 4 zum ersten Mal für Besucher geöffnet.

Der dritte der vier neuen Spielorte und ebenfalls im westfälischen Teil des Ruhrgebiets gelegen ist das vor nicht einmal einem Jahr eröffnete Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Was der Ballsport mit Bergbau zu tun hat? „Die Entwicklung des Sports in der Region ist eng verzahnt mit der Industrialisierung“, weiß Axel Biermann vom Ruhr Tourismus. Da ist es naheliegend, im EM-Jahr 2016 nicht nur die Industriekultur der Region, sondern mit derselben Leidenschaft auch die Ballsportkultur zu feiern.

Der vierte und letzte Neuzugang bei den Spielorten ist das immer noch aktive Stahlwerk thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg. Der Anbieter von Qualitätsflachstahl für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Verpackungsindustrie feiert in diesem Jahr 125. Jubiläum und verspricht den ExtraSchicht-Besuchern einmalige Einblicke in den Produktionsalltag.

Neben vier neuen Spielorten gibt es bei der ExtraSchicht 2016 eine weitere, wichtige Neuerung: Zum ersten Mal ist der im Ticket inbegriffene Transport mit dem Öffentlichen Personennahverkehr nicht mehr nur auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beschränkt, sondern schließt auch die Busse und Bahnen der Verkehrsgemeinschaft Rhein-Lippe (VRL) ein. Somit können auch Besucher aus dem Kreis Soest, dem Märkischen Kreis und dem Hochsauerlandkreis gratis zur ExtraSchicht anreisen.

Karten für die ExtraSchicht 2016 am 25. Juni von 18:00 bis 02:00 Uhr sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich. Frühbucher sparen bares Geld: Bis zum 9. Mai kostet die Karte nämlich nur 12 Euro (statt danach 17 Euro im Vorverkauf bzw. 20 Euro an der Abendkasse). Erhältlich sind Vorverkaufskarten im Service Center der Ruhr Tourismus (Centroallee 261, Oberhausen), per Telefon unter 01806/181650, online unter www.extraschickt.de/tickets sowie in den Verkaufsstellen der Stadtmarketinggesellschaften in Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund.

Das komplette Programm der ExtraSchicht 2016 wird Anfang Mai vorgestellt.

www.extraschicht.de


 

 


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