Dortmund Museum: Kultur statt Kohle und Stahl

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Dortmund Museum: Die größte Stadt Westfalens punktet mittlerweile mit einem überraschend hochklassigen kulturellen Angebot und einer vielfältigen Museumslandschaft. Vom Fußballmuseum über lebensgroße Saurier, zeitgenössische Kunst, Schulmöbel aus dem 16. Jahrhundert bis zum „3D Stahlwerk“ – wer an trüben Tagen ein Ausflugsziel sucht, das trocken und warm ist, wird in Dortmund fündig.

Ein futuristischer Tempel für den Fußballgott: Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund – Foto Deutsches Fussballmuseum Dortmund

 

Über 20 Museen haben wir bei dieser Aufstellung berücksichtigt – das Kochbuchmuseum und das „Borusseum“, eine Pilgerstätte für Fans des großen Dortmunder Fußballclubs, haben wir herausgelassen, weil sie zurzeit geschlossen sind. Auch das Kindermuseum mondo mio, das Obtsbaumuseum in Mengede und die ehemalige Kokerei Hansa sind nicht berücksichtigt. Übrig bleibt genug: Ob im Museum für Kunst und Kulturgeschichte mit seinen bedeutenden Sammlungen, im Polizeimuseum 110, im Magnetmuseum, im Westfälischen Schulmuseum oder im Kindermuseum Adlerturm – die Besucher der Dortmunder Museen kommen je nach individuellem Interesse voll auf ihre Kosten. Dabei ist der Eintritt in den meisten Museen erfreulicherweise sogar kostenlos.

Dortmund Museum

Alte Bankenpracht im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte – Foto Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund

1/22 Dortmund – Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Dortmunds Museums-Dickschiff ist weiterhin das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das Kunst und Kunsthandwerk gleichermaßen im Zeitraffer präsentiert – von der Antike bis zum modernen Design. Der Besucher findet hier gleich fünf Museen unter einem Dach und begibt sich auf eine Zeitreise von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Das Hauptgebäude stammt aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und war früher Hauptsitz der Dortmunder Sparkasse – die eindruckvolle Fassade und die prächtig ausgestatteten Innenräume zeugen vom damaligen Reichtum der Industriemetropole Dortmund. Glanzstücke der Sammlung sind der Goldschatz spätrömischer Fundmünzen, das romanische Triumphkreuz, die gotischen Madonnen des Conrad von Soest, das Raritätenkabinett der Renaissance sowie die Gemäldegalerie mit Werken des 18. und 19. Jahrhunderts.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3, 44137 Dortmund, Öffnungszeiten Di, Mi, Sa, So 11:00-18:00 Uhr, Do, Fr 11:00-20:00 Uhr, mkk.dortmund.de

2/22 Dortmund – Museum Ostwall

Das Museum Ostwall (MO) ist das Museum der Stadt Dortmund für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. 60 Jahre lang hatte es seinen Sitz „Am Ostwall“, heute befindet es sich im Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung des MO stehen Werke des Fluxus, aber auch die Malerei des Expressionismus oder des Informel bis hin zu Foto- und Videoarbeiten der Gegenwart sind zu sehen. Ausgehend von seinem Leitbild „Museum als Kraftwerk“ widmet sich das Museum Ostwall intensiv der Verbindung von Kunst und Leben. Die 4. und 5. Etage sind bis zum 7. Februar 2020 wegen Umbaumaßnahmen geschlossen. Freier Eintritt in die Dauerausstellung und in ausgewählte Sonderausstellungen.

Museum Ostwall im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse 2, 44137 Dortmund, Öffnungszeiten, Di, Mi, Sa, So 11:00-18:00 Uhr, Do, Fr 11:00-20:00 Uhr,  am 20.11., 24.12., 25.12., 26.12., 31.12. geschlossen, www.museumostwall.dortmund.de

Das Museum Ostwall ist seit 2010 im Dortmunder U untergebracht

3/22 Dortmund – Künstlerhaus

Das Gebäude wurde 1924 als Waschkaue und Betriebsgebäude für Schacht Westfalia erbaut und später als Bürogebäude der Westfälischen Wohnstätten AG, als Verwaltungssitz der Deutschen Edelstahlwerke und zuletzt von der Fachhochschule für Design genutzt. Studenten der FH besetzten das Gebäude und erkämpften den heutigen Status, die Selbstverwaltung. 1987 wurde das Künstlerhaus mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Dortmund und der Sparkasse Dortmund renoviert und umgebaut. Das Künstlerhaus ist Spielstätte für Werke aller Kunstrichtungen – Malerei, Bildhauerei und Grafik ebenso wie Fotografie, Film, Video, Rauminstallationen und Neue Medien. Dieses Spektrum spiegelt sich sowohl in den Arbeitsfeldern der Mitglieder als auch in den ständig wechselnden Ausstellungen wider, die von den Mitgliedern als Gruppenausstellungen mit und auch für Künstler von außerhalb des Hauses organisiert werden. Der Schwerpunkt auf zeitgenössischer und experimenteller Kunst fördert insbesondere junge, nicht etablierte Kunstschaffende.

Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund, Öffnungszeiten Ausstellung  Do-So 16:00-19:00 Uhr, www.kuenstlerhaus-dortmund.de

4/22 Dortmund – Mahn- und Gedenkstätte „Steinwache“

Am 14.10.1992 wurde an der Steinstraße 50 in Dortmund die „Steinwache“ als Mahn- und Gedenkstätte eröffnet. Sie befindet sich im alten Dortmunder Polizeigefängnis, in dem während des Nationalsozialismus mehr als 66.000 Menschen festgehalten und vielfach vor allem durch die Gestapo misshandelt wurden. Neben der ständigen Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“ des Stadtarchivs Dortmund werden regelmäßig Abendvorträge angeboten und Sonderausstellungen gezeigt. Der Eintritt ist frei – raus kam man weniger leicht …

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstr. 50, 44147 Dortmund, Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17:00 Uhr, am 12.01.2020 bleibt die Steinwache wegen einer Bombenentschärfung geschlossen, www.steinwache.dortmund.de

5/22 Dortmund – Polizeiausstellung 110

„Platz nehmen, lesen, hören … Polizei erleben!“ – Unter diesem Motto wurde 2016 die ständige Polizeiausstellung in der 1. Etage des Dortmunder Polizeipräsidiums neu gestaltet. Die neue Ausstellung lädt zum Verweilen ein – In einer Leseecke kann man vergangene, außergewöhnliche Fälle nachlesen und in diverser Literatur zum Thema Polizei blättern. Und man kann auch ohne Führung selbständig Polizeiarbeit erkunden und erleben. Für Schulkassen bietet die Polizei eine Schüler-Ralley an, die mit dem Lehrer eigenständig erarbeitet werden kann. Die Ausstellung soll Polizeiarbeit transparent machen und ein realistisches Bild der Bereiche Kriminalität, Verkehr und Gefahrenabwehr/Einsatz zeichnen, abseits von „Tatort“, „CSI“ und „Cobra 11“. Auch der Themenkomplex „Ordnung und Vernichtung“, der die Rolle der Dortmunder Polizei im Nazi-Regime der 30er und 40er Jahre zeigt, spielt eine wichtige Rolle.

Polzeiausstellung 110 im Polizeipräsidium Dortmund, Markgrafenstr. 102, 44139 Dortmund, Öffnungszeiten Do-Di 9:00-19:00 Uhr, Anmeldung aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich, www.dortmund.polizei.nrw/artikel/polizeiausstellung-110

6/22 Dortmund – Heimatmuseum Lüttgendortmund

Das Heimatmuseum Lüttgendortmund ist im östlichen Vorhofgebäude im „Haus Dellwig“ untergebracht und zeigt in sechs Räumen, wie die Menschen früher in Lütgendortmund und Umgebung gelebt und gearbeitet haben. Die Ausstellungsstücke – Gegenstände des täglichen Lebens aus Handwerk, Landwirtschaft, Arbeiterwelt und Haushalt – stammen schwerpunktmäßig aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus dem Bereich Handwerk werden unter anderem die Berufe Friseur, Schmied, Bäcker, Schlosser, Sattler, Schumacher, Tischler und Klempner vorgestellt. Aus dem kaufmännischen Bereich sind Büromaschinen und Büroeinrichtungen und Zeugnisse von vielen Lütgendortmunder Firmen und Geschäften ausgestellt. Auch zu dem Thema Bergbau sind einige sehr schöne Exponate zu sehen. Das rege Vereinsleben des Orts wird dokumentiert, Bilder und Fotos machen die Heimatgeschichte Lütgendortmunds lebendig.

Heimatmuseum Lütgendortmund 1988 e.V., Dellwiger Strasse 130, 44388 Dortmund, Öffnungszeiten 1. Mai bis Anfang Oktober (Herbstfest) sonn- und feiertags 11:00-14:00 Uhr und an den Adventssonntagen 11:00-14:00 Uhr, www.museum-luedo.de

7/22 Dortmund – Museum zur Hörder Geschichte

in mühsamer Eigenarbeit hat der 1989 gegründete Hörder Verein zur Förderung der Heimatgeschichte Anfang der 2.000er Jahre einige vernachlässigte Räume der Hörder Burg zu einem Heimatmuseum ausgebaut.  Authentische Ausstellungstücke wie Bergmannsuniformen, das Modell eines Konverters, alte Küchenschränke und -utensilien, ein Architekturmodell, großformatige Gemälde des Hörder Hochofenwerks um 1900 und vom Hörder Bürgermeister Friedrich Wilhelm Vahlkampf (1796-1864) sowie seiner Frau Friederica machen die Sammlung informativ und liebenswert. Hinzu kommen eigene archäologische Funde, die bei einer verbotenen Schachtung vor der Burg sichergestellt wurden: Glas- und Tonscherben, Schuhsohlen, steinerne Schleuderkugeln und der Schädel einer Stiftsdame. Der 160-jährigen Stahlgeschichte von Hörde und der Stiftsbrauerei sind besondere Stellflächen gewidmet.

Museum zur Hörder Geschichte, Hörder Burgstraße 18, 44263 Dortmund, Öffnungszeiten 1. Donnerstag im Monat (außer feiertags) 15:00-18:00 Uhr, www.heimatverein-hoerde.de

Kindermuseum Adlerturm

Das Kindermuseum im Adlerturm, einem Teil der historischen Stadtmauer Dortmunds – Foto Wikimedia

8/22 Dortmund – Kindermuseum Adlerturm

Im 2018 neu gestalteten „Kindermuseum Adlerturm – Dortmund im Mittelalter“ gibt es Geschichte zum Ausprobieren und Anfassen für Klein und Groß und richtet sich vor allem an Kinder von vier bis zwölf Jahren. Natürlich sind auch ältere Besucher herzlich willkommen – für Familien, Kita-Gruppen und Schulklassen werden Führungen angeboten. Diese und andere museumspädagogische Angebote sind auch außerhalb der Öffnungszeiten buchbar. Der Adlerturm ist ein rekonstruierter Turm der mittelalterlichen Stadtmauer in Dortmund, der 1992 über den originalen Fundamenten des einstigen Wehrturms errichtet wurde. Der 30 Meter hohe Turm wurde auf Pfeiler gesetzt, um die erhaltene Bausubstanz der Fundamente des ursprünglichen Adlerturms aus dem 14. Jahrhundert und der angrenzenden Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert nicht zu beeinträchtigen. Auf den fünf Etagen des Turms erfahren die Besucher gemeinsam mit den historischen Figuren Agnes von der Vierbecke, dem Heiligen Reinoldus und Bürgermeister Klepping allerhand Spannendes aus dem mittelalterlichen Dortmund. Auf einer Etage kann man erfahren, wie so ein mittelalterlicher Wachturm gebaut wurde. Welche Geräte hat man zum Beispiel eingesetzt, um die schweren Steine anzuheben? Werkzeuge laden zum Ausprobieren ein. Im Fall eines Angriffs wurde die Stadt von hier aus verteidigt. Es gibt Informationen zur Stadtbefestigung Dortmunds und welche Tricks und Waffen die Bürger nutzten. In der Rüstkammer können Besucher Helme und Rüstungen testen. Die Zeit der Großen Fehde von 1388/89 ist das Thema einer weiteren Etage. In Szenarien aus der Dortmunder Geschichte kann die Verteidigung der Stadt mit Playmobilfiguren nachgespielt werden. Auf dem Dachboden hat man einige Gegenstände gefunden, die über das Leben im Mittelalter berichten. Ja, sogar ein Skelett wurde entdeckt und erst vor kurzem in einer Klinik untersucht – das hat viele neue Erkenntnisse gebracht. Wer war der rätselhafte Tote? Handelte es sich um einen Mann oder eine Frau, jung oder alt? Möchtest du wissen, wie eine solche Ausgrabungsstätte funktioniert? Der Eintritt ist frei.

Kindermuseum Adlerturm, Günter-Samtlebe-Platz 2 (ehemals Ostwall 51 a), 44135 Dortmund, Öffnungszeiten: Mi-So 11:00-18:00 Uhr, www.adlerturm.dortmund.de

9/22 Dortmund – Westfälisches Schulmuseum

Das Westfälische Schulmuseum besteht seit 1910, diente ursprünglich der Lehrerfortbildung und beherbergt eine der größten schulgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands. Die ständige Ausstellung zeigt Schul- und Kindheitsgeschichte vor allem des späten Mittelalters, der Zeit Kaiser Wilhelms II. und der NS-Zeit. Das Schulmuseum ist in einem schmucken Schulgebäude aus dem Jahr 1905 untergebracht und dient auch als Forschungsstätte zur Schulgeschichte und bietet seinem Publikum Führungen, wechselnde Veranstaltungen am Sonntagnachmittag, unterhaltsame Programme für Erwachsene, Angebote für Vorschulkinder, Schulklassen und Studierende sowie Kindergeburtstage zu verschiedenen Themen an. Den zentralen Raum der Schau bildet ein nachempfundenes Klassenzimmer aus der Zeit um 1900/1910. Die Vitrinen im Zimmer und im angrenzenden Raum zeigen Spannendes zur Volksschule und zur Rolle der Lehrerin in damaliger Zeit. Wer sich näher über die genannten Themen informieren möchte, kann am ersten Sonntagnachmittag im Monat an der Familienführung „Von Steckenpferden, Wachstafeln und Rechenpfennigen“ zur Kindheit im späten Mittelalter oder an einer „historischen Schulstunde“ aus der Zeit um 1900/1910 teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

Westfälisches Schulmuseum, An der Wasserburg 1, 44379 Dortmund, Öffnungszeiten Di-So 10:00-17:00 Uhr, www.schulmuseum.dortmund.de

10/22 Dortmund – Magnetmuseum

Ein Museum mit Anziehungskraft ist das Magnetmuseum auf dem Betriebsgelände der Tridelta Dortmund GmbH in Dortmund-Aplerbeck. Vom Einzelmagneten bis zum komplexen Magnetsystem, vom Lautsprecher bis zur Hysteresebremse – das Tridelta Magnetmuseum hat sich zum Ziel gesetzt, allen seinen Besuchern – von der Kindergartengruppe bis hin zu Fachleuten und auch interessierten Einzelpersonen – die überaus interessante und abwechslungsreiche Welt der Dauermagnete näher zu bringen. Im ersten Saal zeigt das Museum die Geschichte der Entwicklung von Dauermagnetwerkstoffen – vom Walzstahl bis zu Seltenen Erden. Saal zwei zeigt istorische Anwendungsbeispiele von Dauermagneten – Nachrichtentechnik, Elektrische Messgeräte, Lautsprecher und Motorentechnik. Der dritte Ausstellungsraum erklärt dieFunktion von dauermagnetischen Anwendungen in Uhren, in Medizin- und Schalttechnik, Magnetmechanik oder Kupplungen. In Saal vier geht es um diie physikalischen Grundlagen der Magnettechnik:  Elektrische Induktion, Wirbelstromeffekt, Lautsprecherschwingung, Magnetisierung von Magneten. Es werden Anwendungsbeispiele aus allen Bereichen der Technik und des täglichen Lebens gezeigt, Aktionsmodelle laden die Besucher zum Mitmachen ein. Mit viel Freude, Freundlichkeit und umfänglicher Fachkenntnis führen die Tridelta-Pensionäre Hans Beuth und Günter Räbber durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

Tridelta Magnetmuseum, Ostkirchstraße 177, 44287 Dortmund, Öffnungszeiten Di 11:00-15:00 Uhr, Do 11:00-18:00 Uhr, www.tridelta.de/de/magnetmuseum

Das Hoesch-Museum ist im Portierhaus der ehemaligen Westfalenhütte untergebracht – Foto Wikimedia/Kassander der Minoer

11/22 Dortmund – Hoesch-Museum

Das Hoesch-Museum ist aus der vertrauensvollen Zusammenarbeit von ehemaligen „Hoeschianern“ (Mitarbeitern des Stahlunternehmens Hoesch), dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte, der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv und großzügigen Sponsoren entstanden. Alle Beteiligten einte das Bewusstsein für die enorme Bedeutung, die die Stahlindustrie für das Ruhrgebiet im Allgemeinen und Hoesch und seine assoziierten Unternehmen für den Ballungsraum Dortmund im Besonderen spielten. Großstädte wuchsen im Schatten der Hochöfen, verbanden Tausende einzelner Lebensgeschichten zu einer gemeinsamen Identität und machten das Ruhrgebiet zu einer der wichtigsten Industrieregionen Europas. Das Hoesch-Museum möchte die Erinnerung an eineinhalb Jahrhunderte Stahlindustrie in Dortmund erhalten, den Strukturwandel im lebendigen Dialog begleiten und nicht zuletzt dokumentieren, wie hoch der Stellenwert dieser High-Tech-Branche nach wie vor ist. Seit Ende April 2009 gibt es ein neues Highlight im Hoesch-Museum: Das „3D Stahlwerk“ versetzt Besucher in die Situation eines realen Stahlwerks. Die Dimensionen des Werks und seiner Aggregate sind gigantisch, der glühende Stahl verursacht eine besondere Lichtsituation und ohrenbetäubender Lärm ist ein typisches Geräusch. Diese visuellen und akustischen Eindrücke sind in dem neuen multimedialen Ausstellungsbereich „3D Erlebnis Stahlwerk“ sinnlich erlebbar. Ein Stahlwerkerhelm mit integrierter 3D Brille sowie aufwändige Hard- und Software machen es möglich. Die Besucher können auch selbst handelnd eingreifen: Ein Industrie-Joystick macht sie zu Kranführern im Stahlwerk. Der Eintritt für die Dauerausstellung ist kostenlos.

Hoesch-Museum, Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund, Öffnungszeiten Di, Mittwoch 13:00-17:00 Uhr, Do 9:00-17:00 Uhr, So 10:00-17:00 Uhr, feiertags geschlossen, www.hoeschmuseum.dortmund.de

Dortmund Museum - DASA

Haupteingang des DASA-Gebäudes bei Nacht – Foto Wikimedia/Hic et nunc

12/22 Dortmund – DASA Arbeitswelt Ausstellung

Ein ganz besonderes Technikmuseum ist die DASA – sie wurde 1993 als Deutsche Arbeitsschutzausstellung eröffnet und soll ein kreativer Lernort für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sein, bei dem Spaß und Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Die Liste interessanter Angebote in dem 13.000 Quadratmeter großen Museum ist lang: Es gibt einen A 320-Flugsimulator, Webmaschinen werden vorgestellt und eine historische Setzerei beziehungsweise Druckerei sowie Buchbinderei sind zu besichtigen. Zu den moderneren Geräten zählt ein Industrieroboter sowie eins der größten Notebooks der Welt. In einer Halle ist der Leitstand eines Kohlekraftwerks nachgebaut. In der Stahlhalle, der größten Ausstellungseinheit, befindet sich ein Lichtbogenofen und eine „Geisterbahn“, die in 90 Sekunden Gefahren in der Lageristik zeigt. Zu den gezeigten physikalischen Phänomen zählen elektrostatische Entladung und Nebelkammer. Eine alte Straßenbahn aus Dortmund kann besichtigt werden, ebenso die ausgeglühten Reste des Lastwagens aus dem Unfall von Herborn im Juli 1987. Zudem gibt es einen Ausstellungsbereich zum Thema „Lebensraum Arbeitswelt“, wo es um die Sinne des Menschen geht. Im Innenhof des Gebäudes sind Hoch- und Tiefbaustellen aufgebaut, die insbesondere Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder bieten. Dort kann bei gutem Wetter auch das Baggerfahren ausprobiert werden. Weiterhin gibt es eine Tunnelbaustelle, die die Entstehung eines U-Bahn-Tunnels zeigt. 1996 erhielt das Museum den Luigi-Micheletti-Preis als bestes neues Technik- und Industriemuseum Europas, den zweiten Preis beim European Museum of the Year Award für außergewöhnliche Gestaltung und den Sonderpreis der photokina für innovative und multimediale Kommunikation. Die DASA ist in die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eingebunden und hat jährlich etwa 200.000 Besucher. Die Räumlichkeiten werden auch als Veranstaltungsort genutzt, so findet hier unter anderem jährlich der DASA-Jugendkongress statt. Das Gebäude verfügt über eine für Besucher zugängliche Kantine.

DASA Arbeitswelt Ausstellung, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund, Öffnungszeiten Mo-Fr 9:00-17:00 Uhr, Sa, So 10:00-18:00 Uhr, www.dasa-dortmund.de

13/22 Dortmund – Deutsches Industrielack-Museum

Den Industrielack mit all seinem Facettenreichtum dem Besucher näher zu bringen, das ist das Ziel des Museums. Als Ort der Recherche und Forschung steht es allen Interessierten offen. Ausstellungsschwerpunkt ist die Darstellung von Industrielack-Systemen, wobei andere Lacksysteme vergleichend berücksichtigt werden. besichtigung nach Vereinbarung. In den vergangenen Jahre wurde das Museum kontinuierlich erweitert.

Deutsches Industrielack-Museum, Drehbrückenstraße 13, 44147 Dortmund, www.industrielack-museum.de 

14/22 Dortmund – Zeche Zollern

Zwischen 1898 und 1904 baute die Gelsenkirchener Bergwerks-AG in Dortmund-Bövinghausen eine Musterzeche: Die Zeche Zollern II/IV. Die Architektur und Technik des Bergwerkss sollte wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen. Es besteht aus zwei Schachtanlagen, die unter Tage zusammenhingen: Die Schachtanlage I/III (das heißt: die Schächte I und III) in Kirchlinde und die Schachtanlage II/IV in Bövinghausen. Heute ist die Zeche Zollern einer von acht Museumsstandorten des dezentral angelegten LWL-Industriemuseums, das zugleich hier seinen Sitz hat. Die Maschinenhalle wurde dank der Initiative von Hans P. Koellmann 1969 nicht wie geplant abgebrochen, sondern als erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt. 1981 integrierte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Zeche in das dezentrale Westfälische Industriemuseum. Neben den eindrucksvollen Bauwerken sind auch die Außenanlagen Teil des Museums. Die Kohleverladestation, der ehemalige Zechenbahnhof und ein begehbares Fördergerüst gehören zu den Attraktionen. Das Innere der Maschinenhalle wurde bis zum Spätherbst 2012 umfassend saniert. Im Bereich des ehemaligen Zechenbahnhofes und dem sich anschließenden Freigelände ist eine umfangreiche Sammlung an Eisenbahnfahrzeugen abgestellt, die größtenteils von ehemaligen Werkbahnen der Montanindustrie stammen. 1999 wurde die Dauerausstellung Musterzeche eröffnet. In dieser wird die Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets sowohl für Erwachsene als auch für Kinder anschaulich dargestellt. Die Ausstellung thematisiert das Ausbildungswesen des Ruhrbergbaus, die Entwicklung des betrieblichen Hygiene- und Gesundheitswesen sowie die Anstrengungen zur Reduzierung von Arbeitsunfällen. Speziell für Kinder gibt es den museumspädagogischen Erlebnisraum Kinderkeller und einen Spielplatz, es werden spezielle Kinderführungen angeboten. Die Räumlichkeiten des Museums werden zunehmend auch als Veranstaltungs- und Tagungsort genutzt und können gemietet werden. Für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant „Pferdestall“ auf dem Museumsgelände.

Dortmund Museum Zeche Zollern

Die Lohnhalle der Zeche Zollern – Foto Wikimedia/Arnoldius

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Grubenweg 5, 44388 Dortmund, Öffnungszeiten Museum Di-So, feiertags 10:00–18:00 Uhr (Shop ab 11 Uhr), letzter Einlass 17:30 Uhr, 24.12.2019–1.1.2020 geschlossen, Öffnungszeiten Pferdestall Di-So 12:00-24:00 Uhr, feiertags 12:00-24:00 Uhr (Küche geöffnet bis 21.30 Uhr), www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-zollern

15/22 Dortmund – Bergbaumuseum BV Kleinzeche

Im ehemaligen Torhaus der stillgelegten Zeche Adolf von Hansemann wartet eine kleine, einzigartig liebevoll zusammengetragene Ausstellung auf ihre Entdeckung. Hier wird nicht nur der Beruf des Bergmanns und seine unermüdliche Suchenach den besonderen Schätzen der Erdkruste – insbesondere die deutsche Steinkohle – erfahrbar,  auch das typische Bergmannsleben in einer kleinen, authentisch gestalteten Wohnung ist erlebbar. In Raum 1 befindet sich Ausrüstung aus dem Alltag der Bergleute. Karbidlampen, Öllampen, Handlampen und sogenannte Steigerblitzer geben eine anschauliche Übersicht über das Bergmannsgeleucht. Ein besonderes Prunkstück ist eine Wetterlampe, welche vom damaligen Fahrsteiger der Zeche Gustav, Wilhelm Ceilenbrügge, nach dem I. Weltkrieg genutzt wurde. Lehrbücher, Dokumente und Urkunden können eingesehen werden. Die Vergangenheit des BV wird durch Bilder, Urkunden und Plastiken dokumentiert. Ein Vereinsbild des Bergmann-Unterstützungs-Vereins aus dem Jahr 1899 ist ein besonderes Kleinod. Die abgebildete Standarte ist erhalten und ziert den Raum. Die Vereinsfahne von 1976 hat hier ebenfalls ihren Platz mit den dazugehörigen Schärpen und alten Fahnenschleifen gefunden. Desweiteren sind Mineralien vom Bergbaumuseum Bochum, eine Mineraliensammlung des Sammlers Joachim Trenn und eine Gesteinssammlung der Zechen Auguste Victoria und Bergwerk Ost zu sehen. Der Raum 2 ist als Flözstrecke „Wasserfall“ mit einem deutschen Türstock und Polygonverstärkung von Mitarbeitern der Ausbildungsabteilung der Zeche Auguste Victoria in Marl eingerichtet worden. Das Ort ist mit echter Kohle dargestellt. Die Beleuchtung erfolgt durch Original-Gruben-/Langfeldleuchten. Hier können Schachthammer, Stechuhr, Bohrhammer mit Bohrsäule, Messgeräte, Kopflampen, Explosionssperre oder Grubenwehr-Rettungsgeräte besichtigt werden. Raum 3 wurde als Küche hergerichtet, in der man allerdings weitere wertvolle Gegenstände, wie die Heilige Barbara – Schutzpatronin der Bergleute -, eine Bilderfolge ,, Von der Zeche Hansemann zur Gerüstbauerschule“, Urkunden sowie über 700 Jahre alte Schreinerhobel von der ehemaligen Kokerei Hansemann besichtigen kann. Im Flur wird unter anderem eine Sammlung von Steigerstöcken gezeigt. Gruppen fast jeden Alters können eine besondere Erfahrung mit einigen Stunden geselligem Zusammensein
bei Kaffee und Kuchen oder einer zünftigen Brotzeit (beides auf Vorbestellung) kombinieren. Auch Hochzeiten wurden in den ungewöhnlich anheimelnden Räumen der BV-Kleinzeche bereits ausgerichtet.

Bergbaumuseum BV Kleinzeche, Im alten Torhaus, Barbarastraße 7, 44357 Dortmund, Öffnungszeiten jeden 3. Samstag im Monat 10:00-16:00 Uhr, www.buv-kleinzeche.de

16/22 Dortmund – Besucherbergwerk Graf Wittekind

Im Dortmunder Süden lässt sich der Bergbau im Stadtteil Syburg bis ins Jahr 1582 zurückverfolgen, als am Hang des Sybergs bereits Kohle gefördert wurde. Drei Bergwerke haben nacheinander das Flöz Sengsbank abgebaut, von denen das letzte Bergwerk „Graf Wittekind“ um 1900 den Betrieb eingestellt hat. Rund 90 Jahre später begann unser Arbeitskreis Dortmund mit der Freilegung und Aufwältigung der alten Stollen und betreibt hier heute ehrenamtlich das Besucherbergwerk „Graf Wittekind“. Die Besucher können bei einer „Schnupperschicht“ selbst bergbauaktiv werden und hautnah erleben, wie vor rund 300 Jahren Steinkohle abgebaut wurde. Schon beim Einkleiden vor dem Stollen wird klar, dass die Grubenfahrt etwas anspruchsvoller wird, denn jeder Besucher erhält zunächst einen Overall gegen den gröbsten Dreck sowie ein Arschleder. Da es in der gesamten Grube keinen elektrischen Strom (und somit kein Licht) gibt, erhält jeder Teilnehmer außerdem eine Bergbau-Kopflampe inklusive Akku am Lampengürtel sowie den dazu passenden Helm, an dem der Lampenkopf befestigt wird. Handschuhe und Knieschoner runden die Schutzausrüstung ab. Insbesondere die Knieschoner sind während der Grubenfahrt besonders wichtig, da die durchschnittliche Höhe der Stollen und Strecken untertage 60-80 Zentimeter beträgt und dadurch ein Großteil der Führung auf allen Vieren erfolgt. Dann geht es in kleinen Gruppen mit einem Besucherführer durch den untertägigen Bereich des Bergwerks zu dem neben den Zugangsstollen und Abbaustrecken auch die Förderberge gehören, über die man auf die nächste, tieferliegende Sohle (= Ebene) des Bergwerks rutscht oder auf höherliegende Bereiche klettert. Auch ein Streb gehört zu den Stationen unter Tage, in dem Die Besucher selbst einmal ausprobieren können, wie schwer es ist, Stückkohle aus dem Flöz zu bekommen. Ein Besuch des Bergwerks ist nur im Rahmen der Führungen und nach Vereinbarung möglich.

Besucherbergwerk Graf Wittekind, www.bergbauhistorie.ruhr/bergbau-erleben/graf-wittekind

17/22 Dortmund – Nahverkehrsmuseum

Das Nahverkehrsmuseum Dortmund befindet sich seit 2001 auf dem ehemaligen Betriebshof „Mooskamp“ der Ruhrkohle Bahn- und Hafenbetriebe im Aufbau. 2007 wurde der Betriebshof in Eigenregie übernommen. Der Betreiberverein Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft der Dortmunder Stadtwerke (VhAg DSW) betreibt seit 2008 musealen Fahrbetrieb mit historischen Dortmunder Schienenfahrzeugen auf der erneut in Betrieb genommenen, industriegeschichtlich bedeutsamen Hoesch-Werkbahntrasse HHW 6141 zwischen DO-Huckarde und DO-Ellinghausen. Durch die Einrichtung einer ständigen Ausstellung für schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehr im ehemaligen RAG-Revisions-Betriebswerk Mooskamp der Kokerei Hansa wird über Aufarbeitung, Wartung und Ausstellung historischer Schienenfahrzeuge deren Geschichte in der alten Lokhalle dargestellt, auch Speisen und Getränke sind erhältlich. Der Eintritt ist frei.

Bahnhof Mooskamp, Mooskamp 23, 44359 Dortmund-Niedernette, Öffnungszeiten jeden 3. Sonntag im Monat (in den Oster-, Sommer- und Herbstferien in NRW jeden Sonntag) von 11:00 bis 17:00 Uhr. Von April bis Oktober fahren historische Straßenbahnen über die Museumsstrecke, Abfahrt Mooskamp Betriebshof 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30, 17:30 (bei Bedarf) Uhr, www.bahnhof-mooskamp.de

18/22 Dortmund – Brauerei-Museum

Mit Kohle und Stahl bildete das Bier den Dreiklang, der Dortmund zu der führenden deutschen Industriestadt im 20. Jahrhundert machte. Das Brauerei-Museum im ehemaligen Maschinenhaus der Hansa-Brauerei widmet sich der langen und erfolgreichen Brautradition der größten Stadt Westfalens und des Ruhrgebietes. Es vermittelt Eindrücke von der Blütezeit der Bierstadt Dortmund seit den 1950er Jahren, berichtet aus der Geschichte der zahlreichen Dortmunder Brauereien und erläutert den Prozess des Brauens, insbesondere des industriellen Brauens. Es informiert über Produktion und Bierkonsum vor 1950 ebenso wie über das Brauen im Mittelalter. Im Jahre 1912 ließ die expandierende Dortmunder Hansa-Brauerei ein neues Sudhaus und ein Maschinenhaus errichten. Sudhaus und Maschinenhaus der Hansa-Brauerei bilden heute das letzte erhaltene bauliche Zeugnis großindustrieller Bierbrauerei in Dortmund aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Während das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus seit den 1980er Jahren von der Dortmunder Actien-Brauerei als Veranstaltungsraum genutzt wurde, war das alte Maschinenhaus bis vor wenigen Jahren noch in Betrieb; am Schluss war es Ort der Kohlensäuregewinnung. Im Maschinenhaus arbeiteten Dampf- und Kühlmaschinen, die beiden Wegbereiter des industriellen Bierbrauens. Es beherbergte die Energiezentrale der Brauerei. Über die Spuren der Arbeit und der baulichen Veränderungen in den beiden Maschinenhäusern, besonders durch die Relikte der Maschinensockel, wird man unmittelbar mit der Geschichte des Bieres an einem authentischen Ort konfrontiert. Stadtgeschichte, untrennbar verbunden mit der Industrialisierung der Bierproduktion, mit allen ihren Errungenschaften, Höhepunkten, aber auch ihren Narben wird hier nachvollziehbar. Der Eintritt ist frei.

Brauerei-Museum Dortmund, Steigerstr. 16, 44145 Dortmund, Öffnungszeiten Di, Mi, Fr, So 10:00-17:00 Uhr, Do 10:00-20:00 Uhr, Sa 12:00-17:00 Uhr, www.brauereimuseum.dortmund.de

19/22 Dortmund – Apotheken-Museum

Das 2017 in der Nähe des Stadtgartens wiedereröffnete Apotheken-Museum begeistert mit Deutschlands größter privater pharmaziehistorischer Sammlung und mehr als 10.000 Exponaten heilkundeinteressierte Besucher.  Auf 300 Quadratmetern wird die Entwicklung der Apotheken erlebbar. Ganze Räume mit vollständigen Apothekeneinrichtungen erstrahlen im Glanz vergangener Zeiten. So zeigt Raum 9 das „Offizin“ (Verkaufsraum) der Apotheke am Sonnenplatz in Tauberbeschiofsheim aus dem Jahr 1814, mit Schränken und Regalen aus Nußbaum im prachtvollen Empire-Stil, gefüllt mit allopathischen und homöopathischen Flaschen und Porzellangefäßen. Die Holzdosen stammen aus der Zeit von 1750 bis 1850.

Apotheken-Museum Dortmund, Wißstraße 11, 44137 Dortmund, Öffnungszeiten nach Vereinbarung, www.apotheken-museum.de

Dortmund Museum

Sonderanfertigung eines Fußballes von Adi Dassler mit den Unterschriften aller Spieler der ersten Fußball-Bundesligasaison 1963/64 – Foto Wikimedia/Nicola

20/22 Dortmund – Deutsches Fußballmuseum

Seit Oktober 2015 bereichert das Deutsche Fußballmuseum das Dortmunder Kulturangebot. Es wird vom DFB und der Stadt Dortmund gemeinsam betriebenzeigt eine in Deutschland einmalige Dauerausstellung zur Geschichte des Fußballs mit Ausstellungsstücken, die das Herz jedes Fußballfans höher schlagen lassen. Einige Exponate gelangten aus einem ersten Fußballmuseum in Berlin, das im Jahr 2014 schließen musste, in die Sammlungen in Dortmund. Mario Götze stiftete seinen Schuh, mit dem er im WM-Finale gegen Argentinien das entscheidende Tor geschossen hatte, für die größte Spende an die Hilfsorganisation Ein Herz für Kinder. Tatsächlich wird aber der rechte Schuh in Dortmund ausgestellt … Der Rundgang durch das Museum beginnt im zweiten Obergeschoss mit dem Thema nationaler Fußball. Über ein 3D-Kino erreicht der Besucher das erste Obergeschoss, welches den Vereinsfußball behandelt. Im Untergeschoss gibt es eine Multifunktionsarena, die sich für verschiedene Veranstaltungsformate nutzen lässt. Das gesamte Gebäude ist als barrierearm konzipiert. Das Kultur- und Veranstaltungsprogramm des Deutschen Fußballmuseums ANSTOSS vertieft Themen aus der musealen Dauerausstellung aber auch aus der tagesaktuellen Debatte mit unterschiedlichen Formaten von Film- und Liederabenden über Gesprächsrunden bis hin zu Lesungen. Dafür gibt es im Museum auch einen 3D-Kinosaal. Auf dem Vorplatz des Museums zeigt ein „Walk of Fame“ Fußabdrücke oder Unterschriften berühmter deutscher Fußballer.

Deutsches Fußballmuseum, Platz der Deutschen Einheit 1, 44137 Dortmund, Öffnungszeiten Ausstellung Di-So 10:00-18:00 Uhr, feiertags 10:00-18:00 Uhr (31.12.19, 1.1.20 geschlossen), letzter Zutritt 17:00 Uhr, www.fussballmuseum.de

Museum Dortmund Fußballmuseum

Der Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund – Foto Wikimedia/Lucas Kaufmann

21/22 Dortmund – Automobil-Museum

Der privaten Initiative der Familie Edle von Graeve verdankt Dortmund dieses lebendige und faszinierende Museum. In der ständig wechselnden Automobilausstellung werden hochwertige Exponate und Oldtimer gezeigt. Funkelnden Oldtimer berühmter Marken wie Jaguar, Ferrari oder Horch veranschaulichen die Geschichte des Automobils und lassen die Besucher das Flair vergangener Tage genießen. Daneben gibt es auch eine Sammlung von historischen Motorrädern und Autos prominenter Personen stehen zeitweise in der Ausstellung. So wird beispielsweise der Jaguar MK V des amerikanischen Unternehmers John D. Rockefeller und ein Jaguar Mk. 1, den Heinz Rühmann fuhr, in der Ausstellung präsentiert.  Auch ein Opel GT 1900 von 1972 gehört zu den ständigen Ausstellungsstücken. Das zum Museum gehörende Restaurant „Mille Miglia“ trägt den Namen des legendären italienischen Straßenrennens Mille Miglia und kann für Events gebucht werden. Die Einrichtung ist dem Marktplatz Brescias nachempfunden, dem Piazza della Vittoria, auf dem die technische Abnahme der Fahrzeuge stattfand und immer noch stattfindet.

Automobil-Museum-Dortmund, Brandisstraße 50 (Eingang ist von dem Niederhofer Kohlenweg), 44265 Dortmund, Öffnungszeiten Oktober-März Sa, So 11:30-17:00 Uhr geöffnet, April-September Sa, So 11:30-15:00 Uhr, www.oldiemuseum.de

22/22 Dortmund – Binarium – Deutsches Museum der digitalen Kultur

Das BINARIUM beherbergt eine große Sammlung von Videospielkonsolen und klassischen Heimcomputern und hat sie spannend aufbereitet. Das Erdgeschoss erzählt die Geschichte der Videospielkonsolen anhand von über 250 Exponaten ab Ende der 1970er Jahre bis heute. An vielen spannenden Stationen können die Besucher spielen – an frühen Konsolen wie der Atari 2600, NES oder aktuellen Modellen wir der PS 4 oder Xbox One. Im umgebauten Kart können die BINARIUM-Besucher Autorennen fahren und im Cessna-Nachbau den Flugsimulator bedienen. Mitte 2017 präsentierte das BINARIUM weitere 1000 Quadratmeter im Obergeschoss mit persönlichen Computern, 3D-Drucker und Audio-/Video-Stationen. Im Vergleich zu anderen privaten Sammlungen dürfte das BINARIUM mit der Anzahl von Exponaten zu den zehn größten in Deutschland gehören.

BINARIUM – Deutsches Museum der digitalen Kultur, Hülshof 28, 44369 Dortmund, Öffnungszeiten Di-So 10:00-17:00 Uhr, www.binarium.de

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