“Mischpacha” im Westpreussischen Landesmuseum

“Mischpacha” – die Sonderausstellung im Westpreussischen Landesmuseum: Auf den Spuren jüdischer Familien in Danzig und Warendorf.

"Mischpacha" im Westpreussischen Landesmuseum

Privatfotos zeigen jüdisches Leben – Foto Westpreussisches Landesmuseum

Was prägte das Leben jüdischer Familien? Welche Geschichten und Erinnerungsstücke wurden über Generationen hinweg bewahrt und weitergegeben? Und wie veränderten historische Umbrüche die Lebenswege? Die neue Sonderausstellung „Mischpacha“ (hebräisch für „Familie“) im Westpreußischen Landesmuseum geht diesen Fragen nach.

Persönliche Fotografien, Briefe und Gegenstände geben Einblicke in das jüdische Familienleben seit dem Ende des 19. Jahrhunderts – in den Alltag und gelebte Traditionen, in Hoffnungen und neue Möglichkeiten, aber auch in Ausgrenzung und Verfolgung. Die Ausstellung führt von den neuen Freiheiten im Zuge der jüdischen Emanzipation bis zur Entrechtung und systematischen Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Wie Familiengeschichte über Generationen hinweg weiterwirkt, zeigen die Stimmen von Nachfahrinnen und Nachfahren. Ihre Perspektiven verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart und machen sichtbar, welche Bedeutung die Familiengeschichten für jüdisches Leben heute haben.

“Mischpacha” – Drei Ausstellungsteile, viele Familiengeschichten

Der erste Teil widmet sich der jüdischen Geschichte Warendorfs. Anlässlich des aktuellen Gedenkjahres zu Ehren von Paul Spiegel steht seine Familie im Mittelpunkt. Private Fotografien, Dokumente und Gegenstände zeichnen ihre bewegte Geschichte nach.

"Mischpacha" im Westpreussischen Landesmuseum

Privatfotos zeigen jüdisches Leben – Foto Westpreussisches Landesmuseum

Im zweiten Teil geht es um jüdische Familien aus Danzig sowie aus den westpreußischen Städten Schwetz, Flatow und Marienburg. Der dritte Teil präsentiert die beeindruckenden Ergebnisse des aktuellen Fotowettbewerbs „Blickwechsel: Jüdisches Leben im Münsterland“. Die Fotografien eröffnen neue Perspektiven auf jüdisches Leben in der Region.

Die Ausstellung vereint Leihgaben aus Museen, Archiven und Privatsammlungen aus verschiedenen Ländern. Zu den Leihgebern zählen unter anderem die Jüdischen Museen in Westfalen, Berlin, Frankfurt und New York, das LWL-Museum für Kunst und Kultur, die israelischen Gedenkstätten Yad Vashem und Ghetto Fighters’ House Museum sowie das Stadtmuseum Malbork.

Feierliche Eröffnung von “Mischpacha” am 5. November 2026

Das Westpreußische Landesmuseum lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Ausstellung “Mischpacha” am Donnerstag, 5. November 2026, um 18 Uhr ein.

Grußworte sprechen Bürgermeister Peter Horstmann, Sharon Fehr, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Münster, und Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur. Anschließend führt Kuratorin Kerstin Dembsky in die Ausstellung ein. In einer Gesprächsrunde berichten weitere Beteiligte über die Entstehung und die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts. Der Akkordeonspieler Alexander Pankov begleitet den Abend musikalisch.

Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Informationen zum Begleitprogramm gibt es auf der Website des Westpreußischen Landesmuseums unter www.westpreussisches-landesmuseum.de sowie in den sozialen Medien.

 

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