Ein Stern aus der Schmiede der Abtei Königsmünster in Meschede, von Hand aus Messing gemacht, gefüllt, geschliffen und lackiert – mehr Weihnachten geht kaum. Den Weihnachtsstern aus dem Benediktinerkloster gibt es in drei Größen: Sieben Zentimeter, 13 Zentimeter oder 20 Zentimeter. Erhältlich zum Preis von 11, 24 oder 36 Euro in den Abteiläden oder im Online-Shop des Benediktinerklosters.
Westfälischer Gabentisch – bisher erschienen: Ein Stern aus der Benediktinerabtei Königsmünster +++ 1000 Berge unter dem Weihnachtsbaum +++ Weihnachtskaffee aus Rietberg +++ Heimatgeschichten aus der Geschichte
Die Abtei Königsmünster in Meschede ist ein Kloster der Benediktinerkongregation von St. Ottilien. Neben der Mission und der Seelsorge betreiben die Brüder eine Reihe handwerklicher und landwirtschaftlicher Betriebe sowie ein Gymnasium. Sie wurde 1928 von Mönchen aus drei bayerischen Klöstern gegründet. Der Vertrag vom 2. März 1928 zwischen der Stadt Meschede und der Benediktinerkongregation von St. Ottilien (Missionsbenediktiner) sah vor, dass die Mönche die städtische Rektoratsschule übernehmen und dafür von der Stadt materielle Unterstützung für den Aufbau des Klosters erhalten. Das Kloster erhielt den Namen Königsmünster, also „Kloster (lateinisch monasterium, davon deutsch Münster) des Königs (Christus).“

Ein Stern aus dem Kloster für das weihnachtliche Heim: Der handgeschmiedete Messingstern aus den Klosterwerkstätten ist in drei Größen erhältlich – Bild Abtei Königsmünster
Die Mönche stellten ihr neues Kloster in die Tradition des aufgehobenen Klosters Grafschaft bei Schmallenberg. Aus dem Wappen der alten Abtei übernahm man in Meschede das Hirschgeweih. Außerdem erarbeiteten die Benediktinermönche in den letzten Jahren ein Nekrologium der Grafschafter Mönche, um ihrer an deren Todestagen im Gebet zu gedenken.
Im Jahr 1932 wurde das Kloster zu einem selbstständigen Priorat mit Pater Linus Leberle (1880–1956) als erstem Prior. Zwischen 1937 und 1956 war Alban Buckel aus Münsterschwarzach Konventualprior. Durch das nationalsozialistische Regime wurde das Kloster 1941 beschlagnahmt.

Über den Dächern von Meschede thront die Bendektinerabtei Königsmünster mit ihrer markanten Kirche – Bild Nicolai Schäfer (Nize)/Wikimedia Commons
Am 18. Oktober 1956 wurde das Kloster in den kirchenrechtlichen Rang einer Abtei erhoben und Pater Harduin Bießle wurde zum ersten Abt gewählt. In seine Amtszeit fiel der Bau der Abteikirche durch den Architekten Hans Schilling.

Die von hans Schilling entworfene Klosterkirche wurde 1968 eingeweiht – Bild Heinrich Stürzl/Wikimedia Commons
Im Jahr 1976 wurde Stephan Schröer der zweite Abt des Klosters. Nicht zuletzt durch sein Wirken traten in den Folgejahren zahlreiche junge Männer der Gemeinschaft bei, so dass der Konvent zwischenzeitlich auf über 80 Mitglieder anwuchs. Durch die Arbeit in der Schule war die Abtei mittlerweile in der Region sehr bekannt und zog durch intensive Jugendarbeit (Jugendgästehaus Oase seit 1981) viele junge Menschen an.
Ein Stern über Meschede
In das Jahr 2001 fielen die Einweihung des „Hauses der Stille“, dessen von Peter Kulka stammende Architektur in der Fachwelt Beachtung fand, die Resignation von Abt Stephan, die Begrenzung der Amtszeit des Abtes auf zwölf Jahre durch Beschluss der Gemeinschaft und die Wahl von Pater Dominicus Meier zum dritten Abt.
Heute leben ungefähr 60 Mönche in der Abtei Königsmünster. Sie arbeiten in der Schule (Gymnasium der Benediktiner), in der Jugendarbeit, im „Haus der Stille“ (Haus für Einkehr und Exerzitien), in der Seelsorge und in den verschiedenen Werkstätten. Einige Brüder sind als Missionare in Südkorea, Tansania und Kuba tätig, drei arbeiten in der Cella Sankt Benedikt in Hannover.
Abtei Königsmünster Meschede, www.koenigsmuenster.de















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