Heilkunst der Jesuiten auf der Wewelsburg

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Büren – Die Heilkunst der Jesuiten präsentiert jetzt eine neue Ausstellung auf der Wewelsburg. Wer er sich nicht gut fühlt oder ein Medikament braucht, geht in diesen Tagen zum Arzt oder Apotheker. Menschen in früheren Jahrhunderten kannten eine solche flächendeckende Versorgung nicht. Doch bereits Mitte des 16. Jahrhunderts betrieben die Jesuiten ordenseigene Apotheken. Weltweit tauschten sie im 17. und 18. Jahrhundert ihr Wissen aus. Auch die westfälischen Pharmazeuten aus Münster und Büren hielten engen Briefkontakt.

Heilkunst der Jesuiten

In den Schubladen des alten Schrankes bewahrten die Ordensmänner ihren Wissensschatz auf. Am Rezeptiertisch experimentierten sie mit Kräutern und Pflanzen – Fotos Kreismuseum Paderborn

Ihre Jesuitenapotheken waren blühende Zentren der Heilmittelversorgung. Am Sonntag, den 14. August erhalten interessierte Besucherinnen und Besucher im Historischen Museum des Hochstifts Paderborn in der Wewelsburg einen interessanten Einblick in die Heilkunst der Ordensmänner. Die öffentliche Führung startet um 11 Uhr am Apothekerschrank und dem Rezeptiertisch der ehemaligen Jesuitenapotheke Büren aus dem 18. Jahrhundert in der Wewelsburg. In den Schubladen des alten Schrankes bewahrten die Ordensmänner ihren Wissensschatz auf. Am Rezeptiertisch experimentierten sie mit Kräutern und Pflanzen. Teil der öffentlichen Führung am Sonntag ist auch der Besuch des von Mitarbeitern des Kreismuseums rekonstruierten „Wurzgartens“ des Jesuitenkollegs Büren. Pflanzlisten des Jesuitengartens Münster dienten als Grundlage für die exemplarische Bepflanzung dieses Kräutergartens.

 Auch die westfälischen Pharmazeuten aus Münster und Büren hielten engen Briefkontakt.

Auch die westfälischen Pharmazeuten aus Münster und Büren hielten engen Briefkontakt

Die Wewelsburg wurde in ihrer heutigen Form von 1603 bis 1609 vom Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg, der von 1585 bis 1618 regierte, als Schloss im Stil der Weserrenaissance erbaut, nachdem er sie 1589 nach mehrfachen Verpfändungen wieder ausgelöst hatte. Das Mauerwerk beider Vorgängergebäude wurde in das neue Gebäude integriert, das in seiner Gestalt nach den Vorgaben des über dem Flusstal der Alme gelegenen spitzwinkeligen Bergsporns mit den drei Türmen den Charakter der Wewelsburg seither prägt. Von Fürstenberg nutzte es als Jagdschloss und Nebenresidenz.

Die Führung zur „Heilkunst der Jesuiten“ in der Wewelsburg dauert ca. 1,5 Stunden und eignet sich für Erwachsene und Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Familienkarte 6 Euro Kostenlos ist die öffentliche Führung für Inhaber einer Jahreskarte. Diese Themenführung in der Wewelsburg ist in den Sommermonaten auch individuell für Gruppen buchbar.

www.wewelsburg.de

 

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