Wewelsburg im Kreis Paderborn zieht Besucher an

Print Friendly, PDF & Email

Wewelsburg, Kreis Paderborn. Sie ist und bleibt ein Publikumsmagnet mit ihren historischen Ausstellungen und thematisch vielfältigen Veranstaltungen: Über 108.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die charakteristische Dreiecksburg hoch über dem Almetal, die Geschichte zum Anfassen bietet und sich als außerschulischer Lernort versteht.

Wewelsburg

Drei Ecken, viele Geschichten, die Wewelsburg bei Paderborn ist ein Publikumsmagnet: Über 108.000 Menschen besuchten das Kreismuseum Wewelsburg mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen, Foto: André Heinermann

Die Wewelsburg beherbergt zwei große Abteilungen: das „Historische Museum des Hochstifts Paderborn“ und die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945“. Vor fast genau 10 Jahren wurde die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ im Beisein von viel Prominenz eröffnet. „Es ist eine Intention der Ausstellung, dass die Besucher aus dem rassistischen, verbrecherischen und unmenschlichen Verhalten der Nationalsozialisten lernen und die Augen aufhalten“ hatte Landrat Manfred Müller bei der Eröffnung im April 2010 gesagt. Die Ausstellung erinnere die Menschen eindringlich daran, sich in der demokratischen Gesellschaft zu verorten und gegen jede Form von Hass, Intoleranz, Diskriminierung, Ausgrenzung und Antisemitismus einzutreten. „Gerade in diesen Tagen kann diese mahnende Stimme nicht laut genug sein“, bekräftigt der Landrat. Die Wewelsburg als Wahrzeichen des Paderborner Landes sei ein Ort, an dem Menschen sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigten, um daraus friedliche und freiheitliche Lehren für die Zukunft zu ziehen. „Diesem Bildungsauftrag, vor allem im Hinblick auf junge Menschen, werden wir uns weiter mit aller Kraft stellen“, so Müller. Seit Jahren habe das Kreismuseum konstant über 100.000 Besucherinnen und Besucher. „Damit dürfte die Wewelsburg eine der erfolgreichsten musealen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen sein“.

„Das Kreismuseum Wewelsburg mit seinen themenbezogenen Veranstaltungen und Sonderausstellungen verzeichnet seit Jahren steigende Besucherzahlen“, ergänzt Museumsleiterin Kirsten John-Stucke. In 2019 habe man sich gegen zwei große Ausstellungen in der Region und neue Angebote für Kindergeburtstage behaupten müssen. 108.201 Gäste und damit nur 6000 Besucher weniger als im Vorjahr verbuche sie deshalb als Erfolg. In 2018 besuchten 114.392, in 2017 genau 105.170 Gäste die Wewelsburg.

Rund 94.500 Gäste kamen in 2019 aus Deutschland (NRW 58.500, Niedersachsen 4.158, Hessen 3.431), davon rund 20.000 aus dem Kreis Paderborn. Internationale Gäste reisten unter anderem aus den Niederlanden (4.174), Großbritannien (2.535), den USA (746) und Russland (739) an. Die Geschichte der Burg und des Paderborner Landes macht das Historische Museum des Hochstifts Paderborn erlebbar. 37.635 Besucherinnen und Besucher (2018: 39.889, 2017: 38.794), davon über 18.500 Einzelgäste, 9.701 Gruppen- und 9.157 Familienbesucher wollten im vergangenen Jahr genau darüber mehr erfahren.

Im ehemaligen SS-Wachgebäude am Burgvorplatz befindet sich die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 mit der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“. 50.749 Gäste (2018: 51.752, 2017: 50.536) informierten sich hier über die lokale Geschichte der Schutzstaffel in Wewelsburg und des hiesigen Konzentrationslagers, eingebettet in eine umfangreiche Gesamtdarstellung der SS. 27.514 Personen kamen als Einzel- und 19.670 als Gruppenbesucher (Plus 468), als Familie kamen rund 3.500 Gäste.

So zählten allein die zwei Museumsabteilungen 88.384 (2018: 91.641, 2017: 89.330) Besucherinnen und Besucher.

„Ergänzt wird unser Museumsangebot durch ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm und regelmäßige Sonderausstellungen, die den thematischen Kontext beider Dauerausstellungen aufgreifen“, ergänzt John-Stucke. Neben neun Sonderausstellungen organisierte das Kreismuseum im vergangenen Jahr viele weitere Veranstaltungen. 19.817 Gäste besuchten dieses Begleitprogramm.

Bei den Sonderausstellungen zählten die Ausstellungen „Briten in Westfalen“ rund 4.500, „Warum schreibst du mir nicht?“, rund 3.000 Gäste. „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929“ und “Lebensbrüche. Schicksale verfolgter Menschen des Paderborner Landes 1933 – 1945“ verbuchten jeweils rund 2.000 Interessierte.

In 2020 setzt das Kreismuseum Wewelsburg auf die Fortführung von Kooperationen, wie den Paderborner Puppenspielwochen und der Paderborner Museumsnacht. Aber auch bundesweite Aktionen werden im Kreismuseum aufgegriffen wie dem „Internationalen Museumstag“ oder „Tag des offenen Denkmals“.

Weitere herausragende Programmpunkte in diesem Jahr sind die Sonderausstellungen z.B. „KMW 95“, „Geschichte der Dinge“, „Mein schönster Platz im Paderborner Land“ und „La guerre est grand malheur“ – Das Paderborner Land und der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 sowie das Museumsfest am Sonntag, den 23. August.

Freuen können sich die Gäste des Kreismuseums Wewelsburg also auch in diesem Jahr auf ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm sowie facettenreiche Bildungs- und Gruppenangebote.

Alle Infos im Internet: www.wewelsburg.de.

 

 

WERBUNG

 

Speak Your Mind

*