Cello-Jazz in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück – Klassische Instrumente mit modernen und exotischen Jazzarrangements erklingen beim europaweit gefeierten Matthieu Saglio Quartett am Mittwoch, 11. November im Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück.

matthieu saglio

Cellist Matthieu Saglio steht mit seinem Quartett auf der Bühne des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück. – Foto Jazz-Club

Besondere Räumlichkeiten gebühren besondere Klangerlebnisse. Im „Jazztempel“, dem Eventbereich von Restaurant Abrahams, werden die Besucher am Mittwoch, 11. November, garantiert von einer gewaltigen Musik mitgerissen, die ihresgleichen sucht. Sie dürfen  in die musikalisch ausgedrückte Gefühlswelt von Matthieu Saglio mit seinem Quartett eintauchen und kommen schnell zu der Erkenntnis, dass ein Cello eine Bandbreite hat, die daran zweifeln lässt, dass es sich hierbei nur um ein Instrument handelt.

Brücken zu  Flamenco, Folk und afrikanischen Klängen

Matthieu Saglio ist einer der interessantesten Cellisten der Gegenwart – er schafft es immer wieder, sich im Jazz und in der Weltmusik gekonnt ins Rampenlicht zu spielen. Der gebürtige Franzose hat sich seit seinem achten Lebensjahr ganz dem Spiel auf den vier Saiten verschrieben und nach seinem klassischen Streicherstudium am Konservatorium von Rennes auf seinem Instrument unentwegt Brücken zu Jazz und Flamenco, Folk Music, afrikanischen Klängen und Rhythmen geschlagen, sowie westgotische wie arabische Einflüsse in sein Spiel aufgenommen – kein Wunder, lebt dieser kreative Geist doch seit mehr als zwei Jahrzehnten in Valencia, ein jahrtausendalter Schmelztiegel verschiedenster Kulturen.

Das intimste aller Instrumente

Gerade das Cello ist in der Vielfalt seiner Klangfarben und Techniken der menschlichen Stimme sehr nah und offen nach so vielen Richtungen, findet Saglio: „Ich kann mit dem Bogen wie ein Geiger spielen, zupfen wie ein Gitarrist oder mit einer Basslinie die Harmonik eines Stücks tragen. Bei all dem bleibt es doch immer das intimste aller Instrumente, das in jedem Konzert aufs Neue die Menschen ganz direkt berührt, egal wo auf der Welt ich auch musiziere.“

Musikalische Umarmung unserer Erde

So entstand die Idee, eben dieses weltumspannende Moment seines Cellos für eine große musikalische Umarmung unserer Erde zu nutzen: Diese zelebriert er interaktiv mit seinem kongenialen Ensemble, dem Perkussionisten und Schlagzeuger Steve Shehan, dem unverwechselbaren Tastenkünstler Christian Belhomme und dem Ausnahme-Geiger Léo Ullmann. „Nach meinem letzten Album mit so vielen Gästen richte ich diesmal gern den Fokus auf meine unglaublichen Quartettkollegen“, sagt Saglio.

Mediterran inspirierten Jazz

Léo Ulmann spielt Violine seit seinem fünften Lebensjahr, studierte am Konservatorium in Paris und nahm an unzählige Meisterklassen teil. Er entdeckte seine Leidenschaft zu Gypsymusik und Jazz. Alle Kompositionen tragen den besonderen Stempel des Komponisten und Cellisten, der Jazz mit Klassik, Flamenco und Weltmusik mischt und jedem seiner Mitstreiter ausreichend Freiraum lässt. „Ein großartiger Beweis dafür, dass es sowohl europäischen Jazz im Allgemeinen als auch mediterran inspirierten Jazz im Besonderen gibt“, charakterisiert Pachi Tapiz vom Tomajazz-Radio die Musik vom Matthieu Saglio Quartett. Faszination, Neugier, Begeisterung, Überraschung, Bewunderung sind die Attribute für diesen ihren unverwechselbaren Sound, der die großen Bühnen dieser Welt vielumjubelt erfüllt – nun auch im Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück.

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