„Wildlife Photographer of the Year“ wieder in Münster

„Wildlife Photographer of the Year“: Die Ausstellung ist ab 29. November wieder im Westfälischen Pferdemuseum Münster zu sehen.  Der Naturfotograf Wim van den Heever wurde zum Gesamtsieger 2025 gekürt.

„Wildlife Photographer of the Year“ wieder in Münster

Wim van den Heeven: Ghost In The Darkness – Foto Wim van den Heeven courtesy Wildlife Photographer

Im Natural History Museum in London wurden in der vergangenen Woche die besten Naturfotografien des Jahres 2025 gekürt. Gesamtsieger und „Wildlife Photographer of the Year“ wurde der südafrikanische Naturfotograf Wim van den Heever. Er setzte sich damit gegen 60.636 Arbeiten aus 113 Ländern durch – so viele wie nie.

Sein eindrucksvolles Bild „Ghost Town Visitor“ zeigt eine Schabrackenhyäne, die nachts durch die Ruinen von Kolmanskop streift, eine aufgegebene Diamantminenstadt in der Nähe der namibischen Skelettküste. Schabrackenhyänen, die seltenste Hyänenart der Welt, sind nachtaktiv und leben überwiegend einzelgängerisch. Die Tiere passieren regelmäßig das verlassene Gelände, um an der Küste Jagd auf Robbenjunge zu machen. Nachdem er erstmals ihre Spuren an diesem Ort entdeckt hatte, dauert es zehn Jahre, bis Wim van den Heever diese Aufnahme mithilfe eine Kamerafalle gelang.

„Wie passend, dass dieses Foto in einer Geisterstadt aufgenommen wurde. Allein beim Anblick dieses Bildes bekommt man eine Gänsehaut und weiß, dass man sich im Reich dieser Hyäne befindet. Mir gefällt auch die Interpretation des Begriffs „urban“ – einst war dies eine von Menschen dominierte Umgebung, heute ist das nicht mehr der Fall. Von den Bergleuten verlassen, hat die Tierwelt hier Einzug gehalten. Man könnte sagen, sie hat sich hier wieder angesiedelt. Ist es noch eine Stadt? Für mich sieht es so aus, nur gehört sie nicht mehr uns“, so Kathy Moran, Vorsitzende der Jury.

Die Juroren haben Preise in insgesamt 19 Kategorien vergeben, darunter auch solche für Nachwuchsfotografinnen und -fotografen verschiedener Altersstufen. Den Preis „Young Wildlife Photographer of the Year“ in der Kategorie für unter 18-Jährige erhielt der Italiener Andrea Dominizi. Sein Foto „After the Destruction“ zeigt einen Bockkäfer, der Forstmaschinen im Wald bei der Arbeit zu beobachten scheint.

Unter den Siegern ist auch eine Fotografin aus dem Münsterland: Mit dem ungewöhnlichen Foto einer Radnetzspinne, aufgenommen an einer Verkehrskreuzung in ihrer Heimatstadt Ibbenbüren, gewann Simone Baumeister die Kategorie „Komposition und Form“.

Die Ausstellung mit allen 100 Siegerbildern wurde in der vergangenen Woche (17.10.) im Natural History Museum in London eröffnet.

Als erstes Museum in Deutschland und einzige Institution in Nordrhein-Westfalen zeigt das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster vom 29. November 2025 bis zum 6. April 2026 die preisgekrönten Aufnahmen.

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