Kaffeepott “Westfalen” – für heiße Sachen

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Kaffeepott “Westfalen”: Mit Erlass vom 28. Februar 1881 verfügten Kaiserliche Hoheit, dass die Provinz Westfalen ein eigenes Wappen führen dürfe: Ein stolzes, steigendes Pferd mit prächtiger, wehender Mähne und – im Gegensatz zum Niedersachsenpferd – mit hochgeschlagenem Schweif! Das Niedersachenross springt, das Westfalenross steigt – wer die beiden Wappentiere genau betrachtet, sieht den Unterschied. 1953 ging das Pferd im neuen Wappen von NRW auf. Echte Patrioten bevorzugen natürlich das ursprüngliche Ross – auch auf ihrem Kaffeepott! Deswegen bietet der Westfalium-shop eine robuste Tasse aus weißem Porzellan mit dem Wappen der alten Provinz Westfalen an. Natürlich ist der Westfalen-Kaffeepott auch für andere Getränke geeignet. Prost Heimat – beim Frühstück oder im Büro! Im Westfalium-shop gibt es auch Anstecknadeln mit dem silberglänzenden Westfalenross, Caps und Polo-Shirts mit dem steigenden Westfalenpferd sowie Schlüsselanhänger mit Westfalenross und Westfalen-Flaggen.

Kaffeepott Westfalen

Das Westfalenross ist eine Abwandlung vom Sachsenross (auch Niedersachsenross, Welfenross genannt) das seit mehr als 500 Jahren das Wappentier für Niedersachsen und Westfalen ist. Es steht für das Volk der Sachsen und das alte Stammesherzogtum Sachsen, das Westfalen, Niedersachsen und Teile von Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt umfasste. Es ist seit dem 20. Jahrhundert das Wappenmotiv des Landes Niedersachsen. Als Westfalenpferd mit erhobenem Schweif ist es das traditionelle Wappenmotiv von Westfalen und bildet in dieser Form einen Bestandteil des Wappens des Landes Nordrhein-Westfalen. Die niederländische Nachbarregion Twente und die britische Grafschaft Kent tragen dieses Motiv ebenfalls in ihren modernen Wappen – sichtbares Zeichen der sächsischen Eroberungszüge in Nordwesteuropa im frühen Mittelalter. Übrigens:

Das Niedersachsenross springt – Abb. Wikimedia Commons

Das Sachsenross hat keine Beziehung zu den sächsischen Fürstentümern auf dem Gebiet der östlichen Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Name dieser Territorien beruht darauf, dass nach dem Sturz Heinrichs des Löwen und der Abtrennung Westfalens vom alten Stammesherzogtum Sachsen im 12. Jahrhundert der Titel Herzog von Sachsen an die Familie der Askanier und später an die Familie der Wettiner neu vergeben wurde. Diese Dynastien waren an der Eroberung slawisch bewohnter Gebiete im Osten beteiligt und nahmen die Stammesbezeichnung elbaufwärts mit sich. Die dort kolonisierende deutschsprachige Mischbevölkerung nannte sich zwar „Sachsen“, beanspruchte das Sachsenross aber nicht mehr für sich. Zur Unterscheidung wurden später die Begriffe „Obersachsen“ und „Niedersachsen“ geprägt.

Kaffeepott Westfalen

Das Westfalenross steigt – Abb. Wikimedia Commons

Das springende weiße Ross war schon zum Zeitpunkt seines ersten Auftretens im 14. Jahrhundert war es eher ein volkstümliches, regionales Symbol als ein dynastisches Herrschaftszeichen, also mehr ein Symbol für das Land und sein Volk als für die regierende Herrscherfamilie der Welfen. Dies macht seine hohe Popularität aus, die sich bis heute in der Volkskunst äußert. Seine Wirkung als regionales Identitätssymbol ist nur noch mit der Ausstrahlung des bayerischen Rautenwappens, des Familienwappens der Wittelsbacher, zu vergleichen.

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