Zwischen 200 Jahre alten Mauern in Ruhe gereift

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Zwischen 200 Jahre alten Mauern: Die Gutsbrennerei Joh. B. Geuting aus Bocholt im westlichen Münsterland, blickt auf eine über 175-jährige Tradition voll Geduld, Hingabe und Liebe zum Detail zurück. Im September 2013 präsentierte die Gutsbrennerei ihren ersten Münsterlander Whisky.

Zwischen 200

Sieben Jahre lagerte der Whisky in einem ehemaligen Sherry Oloroso Hogshead aus amerikanischer Weißeiche und in zwei ehemaligen Rotweinfässern aus europäischer Eiche

„Die Münsterländer Single Malt und Single Grain Whiskeys werden mit eigenem, quellfrischen Brunnenwasser zweifach destilliert und auf die gewünschte Trinkstärke eingestellt“, erklärt Geuting. Im November präsentiert die Gutsbrennerei nun ihre neueste Kreation. „Sieben Jahre lagerte der Whisky in einem ehemaligen Sherry Oloroso Hogshead aus amerikanischer Weißeiche und in zwei ehemaligen Rotweinfässern aus europäischer Eiche“, erzählt Geuting stolz. Diese einzigartige Komposition aus verschiedenen Fässern hat den Single Grain Whisky zu einem komplexen, vollmundigen und harmonischen Unikat heranreifen lassen. „Es handelt sich natürlich auch hier um eine limitierte Abfüllung von etwa 1.000 Flaschen“, so Geuting weiter.

Die Brennerei Geuting wurde im Jahre 1837 von Johann Andreas Geuting gegründet. In den ersten 50 Jahren des Bestehens konnte man kaum von einer Brennerei im heutigen Sinne sprechen. Derzeit nannte man einen solchen Betrieb in der hiesigen Gegend „Fuselstöcherije“. Diese war noch primitiv und in einem Teil der noch heute bestehenden alten Scheune untergebracht.

Mit dem Branntweinsteuergesetz vom 24. Juni 1887 kam die Fabrikatsteuer auf den erzeugten Branntwein. Dieses führte zwangsläufig zur Verschlussbrennerei. Für Johann Theodor Geuting (1824 – 1900) war das der Anlass, aus seinen dürftigen Räumlichkeiten auszuziehen und sich in einem neuen, fortschrittlicheren Brennereigebäude zu etablieren. Es wurde mit für damalige Zeiten modernsten Destilliergeräten ausgerüstet und Brennkontingent wurde erheblich erhöht. Die Gutsbrennerei Geuting konnte sich nach wenigen Jahren als die größte Kornbranntweinbrennerei des westlichen Münsterlandes bezeichnen. Ein Bild auf einer alten Vertreterkarte gibt davon Zeugnis. Auch heute brennt Geuting noch traditionellen Münsterländer Korn.

Nach dem Tode von Johann Theodor übernahm sein Sohn Johann Bernhard Geuting (1861 – 1926) den gewachsenen Betrieb. Er legte gesteigerten Wert auf die geschmackliche Ausbeute seiner Erzeugnisse. So ließ er den Korn geruhsam in Eichenholzfässern lagern. Während der Zeit dieses Besitzers wurde der Familienbetrieb mit dem Firmennamen „Johann Bernhard Geuting“ ins Handelsregister eingetragen.

Die fast 200 Jahre alten Mauern der Gutsbrennerei garantieren, dass der Whisky dort kaum Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Vier verschiedene limitierte Whiskys, darunter zwei Single Malt, zwei Single Grain sowie einen Whisky & Herbs Liqueur werden zurzeit angeboten.

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