Ruhrfestspiele 2017: „Kopfüber Weltunter“

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Recklinghausen – Die Ruhrfestspiele 2017 vom 1. Mai bis 18. Juni setzen sich mit dem Gefühl des Chaos und der Unsicherheit in Zeiten des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels und der radikalen Umbrüche künstlerisch auseinander. Ängste und Verunsicherung zählen ebenso zu den Begleitern starker Veränderungsprozesse wie die Hoffnung auf Fortschritt und Neubeginn. Diese Ambivalenz spiegelt sich im diesjährigen Spielzeitprogramm unter dem Motto „Kopfüber Weltunter“.

Ruhrfestspiele 2017

Gastspiel „Angst“: (v.l.n.r) Matthias Brandt, Jens Thomas – Foto Mathias Bothor

Dabei richten die Ruhrfestspiele 2017 den Blick auf große revolutionäre Momente und ihre gesellschaftlichen wie literarischen Konsequenzen: von der Reformation über die Romantik als Folge der Französischen Revolution, über die Industrialisierung und die Russische Revolution bis hin zur Protestbewegung auf dem Maidan. Zugleich reflektieren sie die aktuellen Entwicklungen – von den Herausforderungen der Flüchtlingsbewegung über den wachsenden Zuspruch radikaler Parteien bis hin zum digitalen Wandel. „In einer von Selbstzweifel durchdrungenen Gesellschaft, die dem Kontrollwahn im privaten und öffentlichen Bereich verfallen ist, steht das Programm der Ruhrfestspiele für Loslösung, Befreiung, vielleicht für Utopie“, so Festspielleiter Frank Hoffmann.

Ruhrfestspiele 2017

Der Sandmann: E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ in einer musik- und bildgewaltigen Inszenierung der internationalen Regielegende Robert Wilson und der britischen Singer-Songwriterin Anna Calvi – Foto Annick Lavallce Benny

Als Eröffnungsproduktion präsentieren die Ruhrfestspiele in Koproduktion mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und Unlimited Performing Arts eine Weltpremiere: E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ in einer musik- und bildgewaltigen Inszenierung der internationalen Regielegende Robert Wilson und der britischen Singer-Songwriterin Anna Calvi.

Es folgt ein Spielzeitprogramm prall gefüllt mit weiteren herausragenden Werken von Goethe, Strindberg und Pirandello über Kafka, Brecht und Canetti bis hin zu Günter Grass, Woody Allen und Elfriede Jelinek. Künstler aus aller Welt von den USA über Südafrika, Syrien und die Ukraine bis hin nach China bereichern den Spielplan mit spannenden Produktionen. Dabei beschäftigen sich Schauspiel-, Musiktheater- und Tanzproduktionen ebenso mit dem Spielzeitthema wie die prominente Lesereihe.

2017 präsentieren die Ruhrfestspiele: 108 Produktionen in 311 Veranstaltungen und 21 Spielstätten.

Der Kartenvorverkauf startet am 19. Januar 2017 um 9.00 Uhr.

Tickets: Kartenstelle der Ruhrfestspiele, Martinistr. 28, 45657 Recklinghausen
Telefon 02361 – 92180,

E-Mail: kartenstelle@ruhrfestspiele.de

Hotline-Zeiten (Tel. 02361 / 9218 – 0): vom 19.01. bis 05.02.2017: Mo. – Sa. 9.00 – 20.00 Uhr, So. 12.00 – 19.00 Uhr
vom 06.02. bis 18.06.2017: Mo. – Fr. 9.00 – 19.00 Uhr, Sa. 10.00 – 14.00 Uhr

Einen aktuelleren Westfalium-Artikel zu den Ruhrfestspielen gibt es hier

www.ruhrfestspiele.de

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