Münster: Skulptur trifft Fotografie

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Münster – Skulptur trifft Fotografie. Dreidimensionale, greifbare Arbeiten verbinden sich mit abstrakten Bildern. Die Künstler Anne Huster und Michael Loddenkemper laden vom 10. bis zum 25. September zu einer gemeinsamen Ausstellung in die Orangerie des Botanischen Gartens ein.

Der Münsteraner Michael Loddenkemper bietet mit seinen abstrakten und bewusst verfälschten Fotos einen spannenden Kontrast.

Der Münsteraner Michael Loddenkemper bietet mit seinen abstrakten und bewusst verfälschten Fotos einen spannenden Kontrast.

Steine sind es, die Anne Huster schon immer fasziniert haben. Die Havixbeckerin hat nicht nur ein Auge für die Schönheit der Natur, sondern sie lässt diese Schönheit wirken und ergänzt sie mit ihrer eigenen künstlerischen Idee. Dabei hat sie ein besonderes Faible für Steine entwickelt, die sie auf der ganzen Welt findet. „Ich habe nie den Wunsch, den Stein zu bearbeiten, da ich überzeugt bin, dass die Natur Großartiges schafft. Manchmal fehlt nur ein Detail, um Steinen eine künstlerische Aussage zu geben“, erklärt die studierte Produktdesignerin. Dabei nutzt sie die Möglichkeit, die Naturmaterialien Stein und Keramik so zu verbinden, dass eine fließende Symbiose eingegangen wird.

Anne Huster hat ein besonderes Faible für Steine entwickelt, die sie auf der ganzen Welt findet.

Anne Huster hat ein besonderes Faible für Steine entwickelt, die sie auf der ganzen Welt findet.

Die kreative künstlerische Arbeit beginnt aber bereits bei der Suche, und hier hat Anne Huster einen geschulten Blick, der ihr hilft, die richtigen Steine zu finden. „Der Stein sagt mir entweder, was er werden will, oder ich sage ihm, was er werden soll. Das ist das Motto meiner Arbeit.“ Da jeder Stein verschieden ist, ist auch jede Arbeit ein Einzelstück, zu dem die Künstlerin immer eine besondere Beziehung hat. Sie möchte den Betrachtern nahe bringen, dass die Natur ein großer Künstler ist und die schönsten Kunstwerke direkt zu unseren Füßen liegen.

Der Münsteraner Michael Loddenkemper bietet mit seinen abstrakten und bewusst verfälschten Fotos einen spannenden Kontrast. Er fotografiert bereits seit seiner Jugend. Schon früh sucht er nach außergewöhnlichen Motiven und Ausdrucksmöglichkeiten: verfallene Häuser, abgerissene Plakate oder Spiegelungen. Die Verbreitung des Internets und der sozialen Netzwerke führten zu einem explosionsartigen Anstieg frei verfügbarer Fotos. „Jeder kann heute Fotos per Knopfdruck ins Internet stellen und dort auch fast jedes Motiv innerhalb von Sekunden finden. Nach der Veröffentlichung verliert der Urheber nahezu vollständig die Kontrolle über sein Foto.“ In diesem Kontext stellt Michael Loddenkemper die Frage nach dem Wesen und der Wahrnehmung von Fotografie.

Seine Fotografien sind individuell „programmiert“. In seinen Arbeiten nimmt er Bezug auf die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen der letzten Jahre und stellt die Frage nach der Privatsphäre in der heutigen Fotografie. In unterschiedlichen Studien beschäftigt er sich unter anderem mit der Anonymisierung von Bildinhalten. In der Ausstellung präsentiert er hierzu einige Beispiele, bei denen Bildinhalte mit unterschiedlichen Techniken verschlüsselt werden. Viele seiner Fotografien leben von der farblichen Stimmung.

Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Künstler werden immer präsent sein und stehen den Besuchern Rede und Antwort.

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