Immobilienmarkt in der Ruhrregion: Dortmund und Essen

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Westfalen – Nordrhein-Westfalen verzeichnet ein steigendes Interesse an Immobilien – die Menschen ziehen aus den Landkreisen in Metropolregionen. Köln, Düsseldorf und Münster sind bei den Zuzüglern besonders beliebt. Auch Dortmund profitiert von der Landflucht. 2014 kamen durch Wanderungen rund 6.000 neue Einwohner hinzu. Der verstärkten Nachfrage steht ein kleineres Angebot gegenüber. Dennoch ist der Markt nicht überhitzt. Freie Objekte finden sich über Portale wie Immonet noch genügend.

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Dortmund Phönixsee Siedlung Nord 2” von RaenmaenEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Die Nachfrage nach Immobilien ist, nicht zuletzt wegen der historisch niedrigen Bauzinsen, sehr groß. Immobilienverkäufer bleiben hier nicht lange auf ihrem Objekt sitzen. Das „Zu verkaufen“-Schild kann im Durchschnitt bereits nach vier Wochen entfernt werden. Um ihr Objekt zu einem angemessenen Preis zu verkaufen, sollten Verkäufer dennoch die Hilfe eines lokalen Maklers wie Karänke in Anspruch nehmen.

Die Immobilienpreise in Dortmund sind in den vergangenen Jahren in fast allen Segmenten gestiegen. Der gelungene Strukturwandel lockte junge Fachkräfte und Familien in die Stadt. Dortmund fördert Neubauprojekte wie die Wohnquartiere am neu angelegten Phoenix-See im Süden oder Hohenbuschei im Osten. Vor allem in den südlichen Stadtteilen und die Innenstadtbezirken wird viel modernisiert und verdichtet. In den peripheren Stadtteilen ist der Sanierungsbedarf noch recht hoch. Hier stehen viele Bauten aus der Nachkriegszeit. Das Angebot an Immobilien ist in Dortmund sehr differenziert. Bei den Wohnlagen herrscht dennoch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Der Süden mit seinem Villenviertel am Ruhrtal-Hang ist besonders beliebt, der Norden mit seinen Arbeitersiedlungen und einfacher Mehrfamilienhausbebauung weniger. Das Nord-Süd-Gefälle verbindet Dortmund mit einer anderen Stadt in der Ruhrregion: Essen.

Essen: Stillstand im Norden, Investitionen im Süden

Essen ist von der Einwohnerzahl her vergleichbar mit Dortmund. Der Strukturwandel lässt hier jedoch auf sich warten. Im Norden ist das Stadtbild von leerstehenden Häusern und geschlossenen Läden geprägt. Entsprechend hoch ist der Sanierungsbedarf. Ruhezonen fehlen, und Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten sind rar. Anreize für Investoren und private Bauherren sind kaum vorhanden. In den ehemaligen Arbeitervierteln gibt es vorwiegend Wohnkomplexe und günstige Reihenhaussiedlungen. Stadtteile wie Katernberg, Altenessen oder Bochold gehören demnach nicht zu den Toplagen der Stadt.

Der südlichen Stadtteile punkten mit ihrer Nähe zu den Naherholungsgebieten Baldeneysee, der Ruhraue oder dem Kruppwald. Zudem gibt es vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und Kulturangebote. Das macht die Wohnlagen in Stadtteilen wie Bredeney, Stadtwald und Rüttenscheid besonders attraktiv und lockt finanzstarke Einwohner an. Hier stehen modernisierte und sanierte Villen mit großen Grundstücken und viele gut erhaltene Ein- und Zweifamilienhäuser aus den 1970er und 1980er Jahren. Durch zahlreiche Neubauprojekte wie dem Krupp-Gürtel und der Seepromenade entstehen Eigentumswohnungen und Townhouses.

Das Nord-Süde-Gefälle ist zwar Dortmund als auch Essen gemein. In Dortmund allerdings ist die Preispanne zwischen Nord und Süd nicht ganz so hoch wie in Essen. Der Preis für ein baureifes Grundstück für den individuellen Wohnungsbau liegt hier in einfacher Lage bei 185 €/m². In Essen liegt er bei 160 €/m². In guten Lagen zahlt man in Dortmund 440 €/m² in Essen 400 €/m².

Einen umfassenden Bericht über den Dortmunder Immobilienmarkt stellt die Stadt hier als PDF-Datei bereit.

 

 

 

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