Fest für die Augen: Tulpen und Narzissen

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Westfalen – Schloss Ippenburg ist für seine üppigen Gärten bekannt. Sie sind ein Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Im April geht die Saison mit einem bunten Festival los: Vom 12.  bis 13. April 2014 findet auf dem Schlossgelände das traditionelle Narzissenfest und der Frühlingsmarkt statt.
Narzissen - so weit das Auge reicht. - Foto: Schloss Ippenburg

Narzissen – so weit das Auge reicht. – Foto: Schloss Ippenburg

Tausende Narzissen eröffnen im Schlossgarten die Festivalsaison und machen Lust, an den Ständen der über 100 Ausstellern zu stöbern: wunderschöne Osterdekorationen, Accessoires für Haus und Garten, Kunst, Schmuck und Mode. Aus einer großen Vielfalt an Rosen, Stauden, Bäumen und…

Viele Händler erwarten die Besuccher beim Frühlingsmarkt mit einem tollen Angebot. - Foto: Schloss Ippenburg

Viele Händler erwarten die Besuccher beim Frühlingsmarkt mit einem tollen Angebot. – Foto: Schloss Ippenburg

Narzissen und die Farbe Gelb gehören für die meisten Menschen unweigerlich zusammen. Gelb, die Farbe der Sonne und des Frühlings, sorgt unwillkürlich für gute Laune. Gelb ist aber nicht die einzige Farbe, mit der diese schönen Zwiebelblumen aufwarten können. Denn Narzissen sind erstaunlich vielfältig: Ihr Farbenspektrum reicht von reinem Schneeweiß bis zu Creme- und Orangetöne. Manche Blüten sind sogar mehrfarbig. Doch damit nicht genug: Neben der klassischen Blütenform der bekannten Osterglocken gibt es auch gefüllt blühende Sorten, die an kleine Rosenblüten erinnern. Andere Sorten schmücken elegant zurückgeschlagenen Blütenblättern, wie die an Alpenveilchen erinnernden Cyclamineus-Narzissen.

Ein genauerer Blick auf das große und abwechslungsreiche Sortiment lohnt sich. Weil es so viele verschiedene Sorten gibt, unterscheidet man mehrere Narzissengruppen. Die Trompetennarzissen, auch Osterglocken genannt, werden 40 bis 50 Zentimeter hoch und eignen sich sowohl als Blickfang im Blumenbeet als auch als Schnittblume. Andere Narzissen hingegen bleiben so klein, dass sie auch gut in Töpfen und Kästen wachsen können. Für Pflanzgefäße eignen sich unter anderem die zierlichen Cyclamineus- oder Alpenveilchen-Narzissen, die nur 15 bis 30 Zentimeter hoch werden.

Mit Narzissen wird traditionell der Frühling eingeläutet. - Foto: Schloss Ippenburg

Mit Narzissen wird traditionell der Frühling eingeläutet. – Foto: Schloss Ippenburg

Diese und viele andere wachsen unter Bäumen, auf Wiesen, in Beeten und auch in mobilen Töpfen rund um Schloss Ippenburg in Bad Essen. Sie zeigen zum Narzissenfest und Frühlingsmarkt am 12. und 13. April 2014, wie vielfältig und interessant diese Zwiebelblume sein kann. „Unser erstes Gartenfestival des Jahres ist eine Hommage an die Narzissen, deren Goldgelb uns den Frühling ankündigt“, schwärmt die Schlossherrin und autodidaktische Gärtnerin Viktoria von dem Bussche. „Schlosspark, Wiesen und Wälder um die Ippenburg leuchten dann.“

Der botanische Name Narcissus geht übrigens zurück auf die Legende von Narziss, einem schönen griechischen Jüngling, der sich in sein Spiegelbild verliebte. Der Legende nach war Narziss unfähig, andere Menschen zu lieben, er liebte nur sich selbst. Dadurch zog er den Zorn der Götter auf sich, die ihn bestrafen wollten. Als er eines Tages sein Gesicht im klaren Wasser eines Sees betrachtete, war er so fasziniert von seiner eigenen Schönheit, dass er sein Spiegelbild umarmen wollte, dabei ins Wasser fiel und ertrank. An der Stelle, an der Narziss am Ufer gesessen hatte, wuchs eine wunderschöne, goldgelb blühende Blume. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707-1778) war so beeindruckt von der Legende, dass er eine der schönsten Zwiebelblumen nach dem jungen Griechen benannte – die Narzisse.

Wer sich über einen möglichst langen Zeitraum über Narzissen freuen möchte, kann Sorten mit unterschiedlichen Blütezeiten pflanzen. Früh blühen zum Beispiel ‚February Gold‘ und ‚Jetfire‘. Danach blühen ‚Golden Harvest‘, ‚Jack Snipe‘, ‚Suzy‘ und ‚Bridal Crown‘. Späte Blüher sind unter anderem ‚Hawera‘, ‚Actaea‘ und ‚Thalia‘. Ob im Topf, im Beet oder auf der Wiese – Narzissen kommen immer dann am besten zur Geltung, wenn sie in Gruppen stehen. Die gelben Farbtupfer wirken dann umso intensiver und machen Lust auf Frühling und blühende Gärten.

Mit Tulpen geht es nacch den Narzissen weiter. - Foto: Schloss Ippendorf

Mit Tulpen geht es nach den Narzissen weiter. – Foto: Schloss Ippenburg

Schloss Ippenburg liegt „achtern Bierge“ – hinterm Berg – dort, wo sich bekanntermaßen Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es gehört zur Gemeinde des kleinen Kurortes Bad Essen im Landkreis Osnabrück. Man findet es am Rande der Norddeutschen Tiefebene im Urstromtal der Weser, eingebettet in eine Wiesen- und Parklandschaft der Hunteniederung, verborgen hinter hohen Kastanien – ganz sicher keine Metropole und dennoch in aller Munde.

Übere den ganzen Jahreszyklus ist Schloss Ippenburg einen Besuch wert. - Foto: Schloss Ippenburg

Übere den ganzen Jahreszyklus ist Schloss Ippenburg einen Besuch wert. – Foto: Schloss Ippenburg

„Da Schönheit verblasst, wenn man sie unter Verschluss hält, öffnen wir unser privates Schloss Ippenburg und seine Gärten zu den vier Festivals im Jahr für die Besucher“, erklärt Schlossherrin Viktoria von dem Bussche. Mit ihrem „grünen Daumen“ gelingt es ihr immer wieder ein prächtiges Blumenmeer zu entfalten.

Und so erblühen im Frühjahr Tausende Narzissen gefolgt von einem Meer aus farbenprächtigen Tulpenblüten. Im Sommer verbreiten Rosen und Stauden ihren romantischen Charme. Dornröschenhaft verschlafen zeigt sich das Schloss an manchen Herbsttagen – eines seiner vielen Gesichter.

Viktoria von dem Bussche hat auf dem 80.000 Quadratmeter großen Gelände um das Schloss einzigartige Gärten entstehen lassen: Manche wecken Kindheitserinnerungen – andere sind von moderner Schlichtheit. Den dazugehörigen landwirtschaftlichen Betrieb mit 300 Hektar Acker und 330 Hektar Wald hat ihr Ehemann Philip von dem Bussche in der 1970er und 1980er Jahren in einen modernen Ackerbaubetrieb mit Schweinehaltung umgewandelt. Der Schlossbau aus dem 19. Jahrhundert ist mit seinen 100 Zimmern und einer Vielzahl an Fenstern von beeindruckender Größe und bereits das dritte Bauwerk Ippenburgs. Seit mehr als 600 Jahren lebt die Familie von dem Bussche hier. Inzwischen wohnt im Schloss bereits die 22. Generation – Sohn Viktor mit Ehefrau Deborah und ihre drei Kinder. Es ist also kein Museum, sondern bewohnt, belebt und sehr lebendig.

„Meine Familie und ich verbinden gern das Neue mit dem Alten: Die wechselvolle Geschichte Ippenburgs lehrt, dass man den Geist des Ortes am besten erhält, indem man sich den Herausforderungen der Gegenwart stellt“, sagt Viktoria von dem Bussche.

Schloss Ippenburg / Schloßstraße 1 / 49152 Bad Essen
Telefon 05472 – 9776336
www.ippenburg.de

 

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