Viel Theater in und um Bochum

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Westfalen – Am Schauspielhaus Bochum gibt es etwas auf die Ohren: Die Stammkneipe schließt nach 30 Jahren, die letzte Runde wird ausgeschenkt. Der Alkohol lockert die Zungen der Gäste, Anekdoten befördern Gespenster und gute Geister vergangener Tage hervor. Wo Worte allein nicht ausreichen, wird ein Lied angestimmt. Das Singspiel „Bochum“ von Lutz Hübner erzählt ein Stück Heimat anhand vieler erfolgreicher, aber auch fast vergessener Lieder des internationalen Künstlers und Bochumer Legende Herbert Grönemeyer. Die Uraufführung ist am 6. Oktober.

Das Singspiel „Bochum“ von Lutz Hübner erzählt ein Stück Heimat anhand der Lieder von Herbert Grönemeyer. Die Uraufführung ist am 6. Oktober
Foto: Diana Küster

Hinter den Kulissen
In der Spielzeit 2013/14 gibt es auch hinter den Kulissen zahlreiche Neuerungen. So wurde die Intendanz von Anselm Weber im Juli dieses Jahres bis 2019/20 verlängert. Michael Townsend, Vorsitzender des Verwaltungsrates, begründete die erneute Berufung nach der Verwaltungsratssitzung wie folgt: „Anselm Weber bringt brennende Themen der Zeit den Menschen unserer Stadt und Region nahe und bindet sie in den künstlerischen Diskurs ein. Weber ist ein Brückenbauer mit internationaler Perspektive, der auch versucht, neue Zielgruppen für das Schauspielhaus und für die Kraft der Kunst zu erschließen.“ In der neuen Saison adaptiert Weber unter anderem Hans Falladas Roman „Ein Mann will nach oben“, Uraufführung ist der 31. Mai 2014. Die Produktion entsteht im Rahmen des Projekts „The Angels of History“ in Zusammenarbeit mit der Union des Théâtres de l’Europe. Seit Februar 2013 ist das Schauspielhaus Bochum dort Mitglied – neben dem ebenfalls neu aufgenommen Staatsschauspiel Stuttgart als einziges deutsches Theater.

Intendant am Schauspielhaus Bochum

Anselm Weber bleibt Intendant am Schauspielhaus Bochum
Foto: Diana Küster

Bochum, nicht Detroit
Außer Konkurrenz läuft am Schauspielhaus Bochum ab Oktober für ein Jahr das Recherche- und Produktionsprojekt „This is not Detroit“. Als Reaktion auf die Schließung des Opel-Werks und gemeinsam mit den Urbanen Künsten Ruhr sind zu diesem internationalen Stadtprojekt und Kulturfestival Künstler, Architekten und Wissenschaftler aus vier europäischen Opel-Ländern eingeladen. Ziel ist eine Neupositionierung im Diskurs um die Stadt. Getreu dem Motto „Think global, act local!“ geht das Schauspielhaus zurück in die Bierhallen, die leerstehenden Geschäfte und Parkanlagen der Stadt und schließlich auch in die Autofabrik. Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben.

Mehr zu den Highlights der neuen Spielzeit an westfälischen Bühnen lesen Sie in der Westfalium-Winterausgabe, die ab dem 5. November im Handel erhältlich ist.

 

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