Rittergut Störmede: Bäserfestival 2017

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Geseke – Auch 2017 lockt das renommierte Kammermusik-Festival WestfalenClassics sein Publikum wieder mit einer Frühlings-Edition, die bereits traditionell vom Ma’alot Bläserquintett und namhaften Gästen bestritten wird. Hierfür lädt das für seine Spielfreude uns seine sprühenden Interpretationen berühmte Ensemble vom 28. bis 30. April 2017 erneut auf das Rittergut Störmede im westfälischen Geseke, wo drei ebenso individuelle wie hochkarätige Programme auf das Publikum warten.

Maximillian Hornung – Foto: Marco Borggreve

Als Gastgeber spinnt das Ma’alot Bläserquintett selbst dabei den roten Faden durch das Programm. Es spielen: Kersten McCall ( Flöte, als Gast), Christian Wetzel (Oboe), Ulf-Guido Schäfer (Klarinette), Sibylle Mahni (Horn) und Volker Tessmann (Fagott).

Ausgesprochen spritzig startet das Festival am Freitag, 28. April ab 19.30 Uhr mit Musik aus Rossinis Oper „Tancredi“, bevor mit Mozarts Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur ein Klassiker als Herzstück des Abends und mit George Onslows „Grand Septet“ Musik zwischen melodischer Ideenfülle und großer dramatischer Geste folgen. Ergänzt wird das farbenreiche Bläserensemble hierfür um den Kontrabassisten Waldemar Schwiertz und den Pianisten Markus Becker.

Ma’alot

Höhepunkt des Abends jedoch dürfte die Uraufführung eines neuen Bläserquintett des 1987 geborenen und bereits vielfach ausgezeichneten Komponisten Matthias Krüger werden – ein Auftragswerk des Ma’alot Quintetts, dessen Entstehung und Aufführung von der Kunststiftung NRW gefördert wird.

„Cellissimo“ lautet das Motto des zweiten Konzerts, das am Samstag, 29.4. ab 19.30 Uhr wiederum im Rittergut Störmede stattfindet. Und der Superlativ im Titel ist definitiv nicht zu hoch gegriffen, konnte das Ma’alot Quintett doch als Gast für diesen Abend den herausragenden jungen Cellisten Maximilian Hornung gewinnen – einen Musiker, der bereits 2012 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde und der als Solist bei den bedeutendsten Orchestern weltweit gastiert.

In Störmede ist Maximilian Hornung mit Tschaikowskys berühmten „Rokoko-Variationen“ (in einer Bearbeitung für Violoncello und Bläserquintett) sowie mit Schuberts legendärer „Arpeggione“-Sonate (bearbeitet für Cello, Bläserquintett und Kontrabass) zu erleben und sorgt zudem mit einer Interpretation von Bachs Cello-Solosuite G-Dur für einen Ruhepunkt und für filigrane Cellokunst vom Feinsten. Das Ma’alot Quintett ergänzt zudem das Programm um das Bläserquintett op. 81 des französischen Frühromantikers George Onslow.

Zum Festivalfinale am Sonntag, 30. April lädt das Ma’alot Quintett schließlich ab 17.00 Uhr erneut ins Rittergut, um unter dem Motto „Tanz in den Mai“ einen vielfältigen Reigen tänzerischer Musik von Grieg und Dvorák über Piazzolla, Berio und Scott Joplin bis natürlich hin zu Strauß’schen Walzern aus die Bühne zu zaubern. Dabei erklingt die Musik größtenteils in eigenen Bearbeitungen des Ma’alot-Klarinettisten Ulf-Guido Schäfer, der sich als Arrangeur insbesondere für charakteristisch farbenreiche Bläserbesetzungen längst einen Namen gemacht hat. Ein Konzert? Durchaus – doch wem es dabei allzu sehr in den Zehen juckt, der darf das Motto durchaus auch in die Tat umsetzen.


 

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