Glasmuseum Lette feiert 2026 drei Jubiläen

Das Glasmuseum Lette feiert 2026 drei bedeutende Jubiläen mit einer besonderen Ausstellung: Rückblick und Ausblick zugleich.

Scott Chaseling: Wiggle Warm Exhange, 2025 – Foto Ginotto Photo

Mit der Ausstellung „ENTWICKLUNGEN 50 – 30 – 20“ feiert das Glasmuseum Lette im Jahr 2026 gleich drei bedeutende Jubiläen: 50 Jahre Sammelleidenschaft für zeitgenössische Kunst in Glas, 30 Jahre Glasmuseum Lette und 20 Jahre Glasdepot.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 30 internationale Künstlerinnen und Künstler, deren Werke bereits Teil der Sammlung sind. Sie wurden eingeladen, aktuelle Arbeiten auszuwählen und diese jeweils einer früheren Arbeit aus der Sammlung gegenüberzustellen. So entstehen spannende Dialoge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen künstlerischen Anfängen und aktuellen Positionen.

„Meine erste Ausstellung als Leiter des Glasmuseums Lette zu kuratieren und dabei gleichzeitig drei Jubiläen feiern zu dürfen, ist eine besondere Ehre. Die
Gegenüberstellung früherer und aktueller Werke macht sichtbar, wie spannend künstlerische Entwicklungen verlaufen können. Für mich erzählt die Ausstellung nicht nur von Kunst, sondern auch von Leidenschaft, Kontinuität und dem Vertrauen, das Künstlerinnen und Künstler dieser Sammlung seit vielen Jahren entgegenbringen“, sagt Museumsleiter und Kurator Wilhelm Vernim.

Die Ausstellung vereint verschiedene Künstlergenerationen und zeigt die außergewöhnliche Bandbreite technischer und künstlerischer Ausdrucksformen innerhalb der internationalen Glasszene. Einige Kunstschaffende haben ihre Bildsprache über Jahrzehnte konsequent weiterentwickelt, andere immer wieder
neue Wege beschritten. Die präsentierten Werke machen diese individuellen Entwicklungen sichtbar und eröffnen zugleich einen Blick auf die Vielfalt der
zeitgenössischen Kunst.

Anja Isphording: #203, 2026 – Foto John Watson/Vancouver

Den Ausgangspunkt dieser Geschichte bildet die Sammelleidenschaft von Lilly Ernsting (1930–2023). Gemeinsam mit ihrem Mann Kurt Ernsting (1929–2011) legte sie den Grundstein für eine der weltweit bedeutendsten und in ihrer Vielfalt einzigartigen Sammlungen zeitgenössischer Glaskunst. Über 50 Jahre hinweg entstand eine Sammlung von internationalem Rang, die bis heute kontinuierlich erweitert wird.

Emma Woffenden: Elephant Escape, 2024 – Foto Emma Woffenden

Aus dem Wunsch heraus, die Begeisterung für aktuelle Kunst in Glas mit einem breiten Publikum zu teilen, gründete das Ehepaar Ernsting 1996 das Glasmuseum Lette. Zehn Jahre später folgte das Glasdepot, das seit 2006 einen umfassenden Einblick in die stetig wachsende Sammlung ermöglicht. Unterstützt wurden die Gründer dabei zunächst vom Galeristen Jaap de Harder, später von der niederländischen Künstlerin Mieke Groot sowie von der Kunsthistorikerin und langjährigen Geschäftsführerin der Ernsting Stiftung, Dr. Ulrike Hoppe-Oehl.

Seit nunmehr 30 Jahren versteht sich das Glasmuseum Lette als Ort der Entdeckung, Präsentation und Förderung zeitgenössischer Glaskunst. Das
Glasdepot macht seit 20 Jahren die gesamte Sammlung für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Heute umfasst sie nahezu 3.000 Objekte und dokumentiert die Entwicklung internationaler Künstler von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart, die Glas als künstlerischen Werkstoff nutzen.

„ENTWICKLUNGEN 50 – 30 – 20“ lenkt den Blick auf die vielfältigen Wege künstlerischer Entwicklung, auf das kontinuierliche Wachstum einer einzigartigen Sammlung und auf die kreativen Möglichkeiten eines Materials, das Künstlerinnen und Künstler weltweit immer wieder neu inspiriert.
Die Ausstellung wurde von Wilhelm Vernim, Künstler, Kurator und Dozent und seit 2026 Leiter des Glasmuseums Lette, kuratiert.

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