Knopfkunst in Lüdenscheid

Lüdenscheid: Am Anfang der Lüdenscheider Knopfkunst stand eine Sperrholzscheibe mit 30 Zentimetern Durchmesser. Seit 1988 schufen Künstlerinnen und Künstler aus zwölf Nationen auf Anregung der Stadt Lüdenscheid ihren „Knopf für Lüdenscheid“. Reduziert auf engster, kreisrunder Fläche zeigen die „KunstKnöpfe“ nahezu alle Stilrichtungen zeitgenössischer Kunst.

Kunst-Knöpfe

Kunstknopf von Jürgen Brodwolf: “Ohne Titel” (2001), Elastikschlauchverband, verformte/leere Tube, Holz – Bild Städtische Galerie Lüdenscheid

Noch bis zum 22. Februar präsentiert die Städtische Galerie Lüdenscheid ihre KunstKnöpfe in einer neuen Ausstellung, zum Beispiel die Arbeit „Soldat“ der sri-lankischen Künstlerin Marlini Wickramasinha aus dem Jahr 2002 (Bild). Warum Kunst und Knopf und Lüdenscheid? Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts blühte die Knopfindustrie in der Stadt zwischen Lenne und Volme. Lüdenscheider Knöpfe wurden in alle Welt exportiert. Im Lüdenscheider Geschichtsmuseum gibt es deshalb auch eine große Sammlung historischer Knöpfe. Bereits in der Antike war der Knopf auch ein kunstvoll gestalteter Ziergegenstand. Ausgefallene Knöpfe konnten gut sichtbar an der Kleidung angebracht werden und gewannen so die Aura eines Schmuckstückes.

Knopfkunst – Knöpfe von Künstlern

Die Städtische Galerie Lüdenscheid ist ein Museum und ein Ausstellungsort für Kunst in Lüdenscheid. Sie wurde 1979 unter der Leitung von Uwe Obier eröffnet und befindet sich südlich der Innenstadt von Lüdenscheid, unweit von der Einkaufszone Wilhelmstraße und dem Rathaus. Die Sammlung der Städtischen Galerie zeigt unterschiedliche Aspekte der Kunst des 20. Jahrhunderts – von der Malerei zu Beginn des Jahrhunderts bis zur konzeptionellen Kunst der 1990er Jahre. Ausgewählte Beispiele unterschiedlicher künstlerischer Gattungen, Arbeiten auf Papier, Gemälde, Objekte und Skulpturen setzen Akzente bildnerischer Auffassungen der Kunst nach 1945. Ein wesentlicher Bestandteil der Sammlung sind Werke von Paul Wieghardt.

Knopfkunst

Knopfkunst von Bernhard Schultze: “Ohne Titel” (1988), Acryl auf Holz – Bild Städtische Galerie Lüdenscheid/VG Bild-Kunst Bonn

Ein weiterer Schwerpunkt der Städtischen Galerie sind grafische und skulpturale Arbeiten deutscher Bildhauer seit Mitte der 1950er Jahre. Im rückwärtig gelegenen Skulpturengarten befinden sich solche Objekte, die für den Außenbereich geeignet sind. Die Anlage eines „Museumsgartens“ war bereits im Plan des Museumsneubaus vorgesehen. Im Anschluss an Symposien oder künstlerische Aktionen im Stadtraum entstand wiederholt der Wunsch, die eine oder andere Skulptur für die städtische Sammlung zu erwerben. Großzügige Stiftungen aus Privatbesitz ergänzen bis heute wiederholt den Bestand des Außengeländes. Zu sehen sind Arbeiten von Nikolaus Gerhart, Ansgar Nierhoff, James Reineking, Timm Ulrichs oder Günther Zins.

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