West-Östliche Diwan in Münster verschoben

West-Östliche Diwan in Münster verschoben: Leider kann der „West-Östliche Diwan” am 30. und 31. August wegen des angekündigten starken Regens am Wochenende nicht durchgeführt werden.

West-Östliche Diwan in Münster verschoben

Bei der Eröffnung des West-Östlichen Diwans vor vier Jahren mit Thomas Nufer und Oberbürgermeister Markus Lewe – Foto Stadt Münster

Die Teppiche würden zu sehr in Mitleidenschaft gezogen und damit auch die Anmutung des Diwans selbst, die in hohem Maße geprägt ist  von dem besonderen Flair, den all diese Knüpfwerke verbreiten.

Nach Absprache mit der Stadt wird deshalb die Wiederauflage desWest-Östliche Diwan verschoben auf

Sa 13. September (20 – 24 Uhr) und So 14. September (16 – 20 Uhr). 

Nach vier Jahren Pause werden Künstler wieder zusammen kommen und gemeinsam den West-Östliche Diwan feiern. Unter den Großskulpturen von Goethe und dem persischen Dichter Hafis zelebrieren arabische, iranische und westfälische Künstler, Musiker, Schauspieler, Erzähler, Tänzer zum fünften Mal ihre Kunst. Mit Hunderten von Teppichen – ausgebreitet auf dem Domplatz vor dem Paulusdom – wird ein gemeinsamer Begegnungs- und Erlebnisraum geschaffen.

Durch das gemeinsame Eintauchen entsteht ein Gefühl der Gleichrangigkeit, der Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. Mit der 5. Auflage des Diwans hebt Münster erneut die Bedeutung und Notwendigkeit der Migration hervor – zeitgleich zu den Feiern zu “1250 Jahre Westfalen“.

„Der West-Östliche Diwan ist ein kraftvolles, künstlerisches Format der Völkerverständigung und Freundschaft. Das Zusammentreffen unterschiedlicher Menschen und Kulturen fördert Nähe durch Neugier – ich freue mich deshalb sehr, dass unsere Friedensstadt Münster einmal mehr zum Schauplatz für Dialog, Austausch und Annäherung wird.” (Oberbürgermeister Markus Lewe)

„Wie lebendig, bunt und vielfältig das Zusammenleben zwischen verschiedenen Kulturen aussehen kann, zeigt der Diwan auf besondere Weise. Und da die Sparkasse für Toleranz, Haltung und Offenheit steht und diese Veranstaltung quasi ein Paradebeispiel dafür ist, können wir nur sagen „it’s a match“ und unterstützen gerne dieses fabelhafte Kulturereignis“ (Mechtild Pieper, Vorstandsvertreterin der Sparkasse Münsterland Ost)

In spätsommerlicher Leichtigkeit soll die Begegnung auf dem „Diwan” die Besucher einladen, die Welt anders zu betrachten und den Blick zu befreien. Die Devise heißt: Immer schön auf dem Teppich bleiben! Wer gemeinsam erlebt, beginnt anders zu bewerten und zu fühlen. Menschen begegnen sich auf Augenhöhe. Das kollektive Eintauchen in beide Welten, das Teilen von Freude und Stolz über die eigene und die andere Kultur erzeugt ein Gefühl von Gleichrangigkeit und Würde. Das sind entscheidende Erfahrungen für ein gelungenes und friedliches Zusammenleben.

Der „Diwan” soll gleichzeitig vor Augen führen, wie kosmopolitisch die Menschen in Münster denken und wie selbstverständlich sie dies tun. In dieser offenen und weltzugewandten Stadt, die sich stets klar gegen nationalistische Einflüsse abgegrenzt hat, setzt der „Diwan” ein unübersehbares Zeichen. Denn es geht auch darum, der Energie von rechts etwas entgegenzusetzen, mit Ideen, Visionen und dem Willen, sich nicht verdrängen zu lassen.

Auf dem “Diwan” wird gelesen, gespielt, geredet und gemeinsam gegessen – ein Hoch auf die Unterschiede – und immer auf dem Teppich bleiben! Die Idee zu diesem Event stammt von dem bekannten Aktionskünstler Thomas Nufer.

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