Benehmen will gelernt sein, findet der Kiepenkerl

Benehmen will gelernt sein:  Dazu gehört auch die Sprache des Bestecks beim Essen. Entscheidend ist wie man es auf seinem Teller ablegt.

Benehmen will gelernt sein, findet der Kiepenkerl

Wie das Besteck nach dem Essen abgelegt wird, ist eine eigene Sprache – Foto Pixabay

Seit jeher gilt Adolph Freiherr von Knigge als Vater des guten Tons. Sein Bestseller „Über den Umgang mit Menschen“ aus dem Jahr 1788 gilt heute noch als Standardwerk für Höflichkeit und gutes Benehmen. Auch wenn sich seit damals viel verändert hat, so ist sein Anliegen, dass Personen verschiedenen Standes und unterschiedlicher regionaler Herkunft so unauffällig wie möglich miteinander leben und umgehen können.

Doch heute gibt es Dinge, die zu Knigges Zeiten nicht denkbar waren. So gab es für E-Mails, SMS, Mobiltelefone etc. früher noch keine Regeln. Doch die sind heute zu beachten.

Benehmen will gelernt sein, findet der Kiepenkerl

Liegen Messer und Gabel nach dem Essen so auf dem Teller heißt das: Ich habe fertig – Foto Pixabay

Bei den zeitgemäßen Tischmanieren gibt es kaum Veränderungen. Trotzdem ist der Umgang mit Messer, Gabel und Löffel ein kleines Geheimnis, das jedoch leicht zu entschlüsseln ist. Das Benehmen will gelernt sein.

Beim Eindecken liegt das Messer rechts, mit der Schneide zum Teller. Links vom Teller befindet sich die Gabel.

Wird auch Suppe serviert, befindet sich der Löffel rechts von der Gabel. Der Salatteller wird links vom Teller platziert. Über dem Teller liegt der kleine Löffel für den Nachtisch und den Gruß aus der Küche.

Die Regeln für das richtige Ablegen des Bestecks sind bereits über 200 Jahre alt, denn Freiherr von Knigge schuf die sogenannte Bestecksprache. Diese sorgt vor allem im Restaurant für reibungslose Abläufe. Durch die richtige Besteck-Position kommunizieren Sie ohne Worte mit dem Service. So müssen die Gespräche nicht unterbrochen werden.

Möchten Sie eine Essenspause einlegen, platzieren Sie Gabel und Messer gekreuzt auf Ihrem Teller, sodass Messer- und Gabelgriff den Tellerrand berühren. Dabei liegen die Griffe „zwanzig nach acht“ auf dem Tellerrand.

Wenn Sie mitteilen wollen, dass das Essen für sie beendet ist, sollten Sie Messer und Gabel in der Mitte des Tellers parallel zueinander legen, als stünden die Zeiger auf „6.30 Uhr“. Lassen Sie die Klinge immer nach innen zeigen.

Beim Thema Besteck bildet der Löffel eine Ausnahme. Normalerweise wird der Suppenlöffel auf einem Unterteller mitserviert. Darauf sollten Sie ihn bei einer Essenspause oder nach dem Essen auch ablegen.

Beim Essen werden die Gäste vom Gastgeber und ggf. vom Kellner kritisch beobachtet. Alle, die ihr Handwerk verstehen, interpretieren die Zeichensprache von Messer und Gabel aufmerksam. Dadurch teilt ihnen der Gast ohne großen Kommunikationsaufwand auch durch sein Benehmen mit, ob das Mahl für ihn beendet ist.

Speak Your Mind

*