Stauden winterhart und im Kübel

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Rietberg – Welche Stauden winterhart sind beziehungsweise auch als Kübelpflanzen geeignet sind, erfahren Gartenfreunde bei spezialisierten Gärtnereien wie Freilandstauden Gieffers-Geuenich in Rietberg.

Stauden winterhart

Freilandstauden bilden im Beet üppige Arrangements – Foto H.F. Gruber

Winterharte Stauden sind aus der zeitgenössischen Gartenkultur nicht mehr wegzudenken. Vielfach haben sie in den Gärten die aus Omas Zeiten noch bekannten Sommerblumenbeete mit Studentenblumen, Vergissmeinnicht, Eisbegonien und Stiefmütterchen abgelöst. Kombiniert mit Gräsern wirken Stauden filigran und modern. Sehr traditionell sieht es oft noch in Balkonkästen und Kübeln aus. Hier dominieren nach wie vor die einjährigen Geranien oder Petunien.

Stauden winterhart

In Containern vorgezogene Stauden lassen sich sehr gut in Kübeln weiter kultivieren – Foto H.F. Gruber

Anders als diese typischen Sommervertreter, die nach der Saison meist auf den Kompost wandern, bieten Stauden auch in Pflanzkübeln ein mehrjähriges Blühvergnügen, oft müssen sie lediglich im Herbst oder nach der Blüte zurückgeschnitten werden und kommen im Folgejahr willig wieder. Dauerhafte Pflanzen haben aber oft stärkere Wurzeln, weshalb sich viele Gartenfreunde noch scheuen, sie in Gefäßen zu kultivieren. Stefanie und Wolfgang Gieffers-Geuenich haben in ihrem Staudenparadies in Rietberg jedoch einige Arten und Sorten parat, die auch in Kübeln gut funktionieren und diese auch nicht mit wild wucherndem Wurzelwerk sprengen.

Stauden winterhart

Auch im Schatten entfaltet die Bergenie als Kübelpflanze ihren Zauber – Foto Wikimedia

Welche Stauden winterhart sind, weiß Stefanie Gieffers-geuenich: „An sonnigen Standorten ist eine Kombination mit Moorpfeifengras als Kulisse empfehlenswert. Im Schatten kann die Palava-Waldschmiele diese Aufgabe übernehmen.“ Eine Begleiterin für alle Zwecke ist dabei das Purpurglöckchen (Heuchera), das es in verschiedensten Blattfarben gibt, weiß die Staudenexpertin. „Sonnige Balkone und Terrassen bepflanzt man dann mit Herbstsalbei, Wiesenknopf und Witwenblume, die zudem Schmetterlinge anlocken.“

Wegen seiner Robustheit ist der Frauenmantel auch für Gartenneulinge zu empfehlen. Im Schatten gedeihen Funkien, Bergenien oder das Kaukasusvergissmeinnicht. Gieffers-Geuenich: „Wichtig ist, dass die Erde im Kübel im Winter nicht durchfriert. Hat man mehrere Kübel, kann man diese zusammenstellen und mit Luftfolie umwickeln.“ Um ganz sicher zu gehen, können zurückgeschnittene Stauden bei sehr starkem Frost auch mal einige Tage im Keller stehen. Wegen des Lichtmangels sollten sie dort jedoch nur kurzzeitig verbleiben. Und ein wichtiger Hinweis der Expertin zum Schluss: „Auch im Winter das Gießen nicht vergessen!“  (hfg)

Freilandstauden Gieffers-Geuenich, www.freilandstauden.de

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