Nachtsichtgeräte hellen die Dunkelheit auf

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Ein Nachtsichtgeräte hellen die Dunkelheit auf: Was man bei dem Kauf von einem Nachtsichtgerät beachten sollte. Wir geben wichtige Tipps und zeigen Hintergründe auf.

Nachtsichtgeräte hellen die Dunkelheit auf

Für Jäger, Polizei, Milität und Sicherheitsdienste ein wichtiges Hilfsmittel: Mit Nachtsichtgeräten kann man in der Dunkelheit fast alles genau erkennen – Foto Shutterstock

Um in der Dunkelheit der Nacht etwas zu sehen, benötigt man ein Nachtsichtgerät. Diese Geräte sind nicht bloße eine Spielerei, sondern Leisten neben dem Militär und der Polizei unter anderem auch Mitarbeitern im Sicherheitsdienst oder Jägern treue Dienste. Zudem können Nachtsichtgeräte allerdings auch von Privatpersonen erworben werden, die sich vor dem Kauf jedoch erst einmal ausführlich mit den verfügbaren Nachtsichtgeräten auseinandersetzen sollten.

Aus diesem Grund möchten wir im Folgenden die wichtigsten Fragen beantworten, um Ihnen die Kaufentscheidung ein wenig zu vereinfachen.

Diese Nachtsichtgeräte gibt es

Heutzutage können sich die Anwender zwischen verschiedenen Arten von Nachtsichtgeräten entscheiden, die allesamt über gewisse Vor- und Nachteile verfügen.

  • Restlichtverstärker: Diese Nachtsichtgeräte nutzen vorhandenes Licht und verstärken dieses. Als Lichtquelle eignet sich neben dem Mondlicht oder der Umgebungsbeleuchtung auch unsichtbares Infrarotlicht. Restlichtverstärker sorgen für ein äußerst großes Sichtfeld, allerdings sind wirklich gute Verstärker, die dazu in der Lage sind, ein Schwarz-Weiß-Bild darzustellen, erst seit der 2. Generation dieser Geräte erhältlich.
  • Nachtsichtgerät mit Infrarot: In ländlichen Gegenden ohne jegliche Beleuchtung sorgen nur Nachtsichtgeräte mit Infrarotstrahlern für eine klare Sicht. Diese leuchten die Umgebung mit einem Infrarotstrahl aus, der weder für Menschen noch für Tiere sichtbar ist. Die Umgebung wird dabei in Form eines grünen Bildes dargestellt und zumeist ist in derartigen Strahlern zudem ein Aufheller bereits integriert. Schlechte Wetterverhältnisse stellen für Nachtsichtgeräte mit Infrarot ebenfalls kein Problem dar, lediglich bei Schneefall sind diese Geräte nutzlos, da das Infrarotlicht durch den Schnee reflektiert wird.
  • Digitale Nachtsichtgeräte: Bei digitalen Nachtsichtgeräten sorgt ein CCD-Bildsensor für den Durchblick in der Dunkelheit. Diese Sensoren nehmen Infrarotstrahlung wahr und wandeln diese zu einem Schwarz-Weiß-Bild um, welches auf dem Bildschirm angezeigt wird. Für den Einsatz bei kompletter Dunkelheit existieren mittlerweile auch Modelle mit Infrarotstrahlern. Während digitale Nachtsichtgeräte bereits ab der Dämmerung verwendet werden können, kann dies bei Geräten mit einem Restlichtverstärker zu einer Beschädigung der Röhre führen.
  • Thermalkameras: Um ein Bild anzuzeigen, nutzen Thermalkameras, die auch als Wärmebildkameras bezeichnet werden, die Wärme, die von Objekten ausgeht. Somit sind Thermalkameras dazu in der Lage, Temperaturunterschiede sichtbar zu machen. Im Gegensatz zu anderen Nachtsichtgeräten lassen sich Thermalkameras sowohl in kompletter Finsternis sowie auch bei Nebel, bei schlechten Wetterverhältnissen und sogar bei Tag verwenden.
Nachtsichtgeräte hellen die Dunkelheit auf

Gerade bei der Jagd sind Nachtsichtgeräte sehr hilfreich – Foto Shutterstock

Die Geschichte der Nachtsichtgeräte

Bei dem ersten Prototyp eines Nachtsichtgeräts handelte es sich um einen Infrarot-Bildumwandler, der im Jahre 1934 von der Firma AEG hergestellt wurde. Doch erst in den 40 Jahren kamen die ersten Nachtsichtgeräte dann in der Praxis zum Einsatz. Hochwertige Nachtsicht- und Wärmebildgeräte findet man heute unter anderem auf der Webseite von Pulsar-nv, einem Unternehmen, das sich auf die Herstellung von optischen Geräten für Jäger, Fischer, Forscher, Reisende, Touristen, Rettungskräfte, Sportler und andere Personengruppen spezialisiert hat.

Dürfen Nachtsichtgeräte frei erworben werden

Nachtsichtgeräte, die nicht mit einer Zielvorrichtung bzw. einer Schusswaffe verbunden sind, können hierzulande ganz legal verkauft und erworben werden. Die Rechtsvorschriften hierzu finden sich in dem Bundeswaffengesetz § 2 Abs. 2 bis 4 sowie in § 19 des Bundesjagdgesetzes.

Nachtsichtgerät mit Brille nutzen

Während eine Brille bei der Suche nach einem Nachtsichtgerät früher noch ein Hindernis darstellte, haben es Brillenträger heute deutlich einfacher. Denn die meisten Nachtsichtgeräte lassen sich dank großzügiger Okulare auch ohne Weiteres mit einer Brille verwenden. Darüber hinaus verfügen die meisten Geräte zudem auch über einen Dioptrien-Ausgleich, mit dem das Bild bei Bedarf scharf gestellt werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen einem Nachtsichtgerät und einem Restlichtverstärker?

Bei den in Deutschland erhältlichen Nachtsichtgeräten handelt es sich überwiegend um Restlichtverstärker. Doch auch Thermalkameras werden hierzulande immer beliebter bei den Anwendern. Die Qualität der in Deutschland erhältlichen digitalen Nachtsichtgeräte lässt dagegen noch ganz schön zu wünschen übrig, weshalb diese nur von wenigen Anwendern genutzt werden.

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