Schauspielhaus – Bund fördert Sanierung

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Bochum – Große Freude bei Stadt und Schauspielhaus in Bochum – die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat mitgeteilt: Für Sanierungsmaßnahmen im Schauspielhaus Bochum können aus dem Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ Zuschüsse in Höhe von insgesamt 1.416.500 Euro zur Verfügung gestellt werden. Bochum hatte sich im vergangenen Jahr um die Förderung der städtischen Investitionen beworben. Insgesamt fließen rund 2,8 Millionen Euro in die Sanierung des Schauspielhauses.

Schauspielhaus Bochum

Schauspielhaus in Bochum – Foto Schauspielhaus Bochum/Hans Jürgen Landes Fotografie

Bühnentechnik wird modernisiert

Intendant Johan Simons zur Bedeutung der anstehenden Arbeiten: „Investitionen in neue technische Möglichkeiten sichern nachhaltig die Zukunft. Die künstlerischen Herausforderungen eines Theaters der Zukunft – wie unser Schauspielhaus – brauchen eine Bühne, die auch den technischen Anforderungen gewachsen ist.“

Seit Ende der 1970er Jahre, so die Information aus dem Bochumer Rathaus, seien die drei Orchester- und die vier Bühnenpodien das Herzstück der Bühnenmaschinerie. Die über 40 Jahre alte Antriebstechnik der Podien müsse modernisiert werden, um den gleichermaßen hohen sicherheitsrelevanten wie künstlerischen Anforderungen eines zeitgemäßen Schauspiels genügen zu können. Die Umsetzung dieser Arbeiten sind rund 1,4 Millionen Euro kalkuliert.

Erneuerung steht auch bei der Kommunikation im Bühnenbetrieb auf dem Plan. Rund 275.000 Euro sind vorgesehen für die Modernisierung der Inspizientenanlage sowohl im großen Haus wie in den Kammerspielen.  Die integrierte Videotechnik soll auf den neuesten Stand gebracht werden, „Damit der Anspruch auf Sicherheit und künstlerische Qualität in den Vorstellungen auf dem gewohnt hohen Niveau weiter gewährleistet ist“, so die Verantwortlichen.  In den Kammerspielen ist zudem die Tontechnik in die Jahre gekommen. Die beabsichtigte Modernisierung mit einem Volumen von rund 426.000 Euro soll auch die Akustik des Zuschauerraums auf elektronischem Weg verbessern.

Denkmal- und Umweltschutz

Auch in den Erhalt der Bausubstanz will die Stadt mit Hilfe der Bundesmittel investieren: Ein Teilstück der historischen Klinkerfassade auf Seiten der Saladin-Schmidt-Straße muss saniert werden. „Die Sanierung der Wetterschale schützt die Bausubstanz vor Witterungseinflüssen und trägt auch zur energetischen Ertüchtigung des denkmalgeschützten Gebäudes bei. So wird aus Denkmalschutz auch Umweltschutz“, erläutert Kulturdezernent Dietmar Dieckmann. Die Sanierungsarbeiten sollen im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

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