KMW 95-Ausstellung in Wewelsburg

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Was hat eine Zuckerrübenrodegabel aus Altenbeken mit der Sklaverei und dem Zuckerrohranbau in der Karibik und Amerika zu tun? Was verbindet die Kinderschlittschuhe aus den 1950er Jahren mit Eisbein und Sauerkraut? Wie gelangte eine rot lackierte Eihandgranate in das weihnachtlich geschmückte Wohnzimmer der Nachkriegszeit? Und was schrieb Hermann Herwald seinen Kindern im Ersten Weltkrieg auf Birkenrinde? In der Ausstellung „KMW 95 – Objekte des Kreismuseums Wewelsburg 1925 – 2020“ erzählen 95 ausgewählte und bemerkenswerte Objekte aus der Sammlung des Museums für den Kreis Paderborn zum Teil abenteuerliche und spannende, zum Teil besinnliche oder traurige Geschichten.

KMW 95

In der Ausstellung „KMW 95 – Objekte des Kreismuseums Wewelsburg 1925 – 2020“ gibt es 95 ausgewählte und bemerkenswerte Objekte aus der Sammlung des Museums für den Kreis Paderborn zu sehen, Foto Kreismuseum Wewelsburg

Vom 7. Juni bis zum 30. August ist die Ausstellung, bei freiem Eintritt, im Burgsaal der Wewelsburg zu sehen. Museumsleiterin Kirsten John-Stucke und ihre Mitarbeiter Erick Beck, Christopher Horstmann, Reinhard Fromme, Markus Moors, Jörg Piron und Cathrin Tegethoff (Bild, v.l.) präsentieren in der Sonderschau Objekte, die beispielhaft für die verschiedenen Phasen der Museumsgeschichte sind: Die Kastentruhe aus der Frühphase mit der Inventarnummer „KMW 1“ steht für die Museumsgründung 1925. Die kleine, unscheinbare Brennstoffkarte mit der Inventarnummer „KMW 20360“, die erst im vergangenen Jahr hinter einer Sockelleiste der ehemaligen Häftlingsbaracke gefunden wurde, verweist auf den neuen „Ge-Denk-Ort“ am ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers Niederhagen. Neben der Sonderausstellung „KMW 95“ sind auch die Dauerausstellungen des „Historischen Museums des Hochstifts Paderborn“ und die „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945“ zu besichtigen.

Die Wewelsburg ist ein burgähnliches Renaissanceschloss im Stadtteil Wewelsburg der Stadt Büren. Die Höhenburg liegt über dem Tal der Alme und ist eine der wenigen Burgen mit dreieckigem Grundriss in Deutschland. 1123 errichtete Graf Friedrich von Arnsberg an diesem Standort eine Burg. Nach seinem Tod wurde die Burganlage von Bauern zerstört. Später besaßen die Grafen von Waldeck und die Fürstbischöfe von Paderborn Burgen an dieser Stelle. Das heutige Gebäude wurde von 1603 bis 1609 errichtet. Von 1934 bis 1945 wurde die Burg von der SS genutzt und teilweise umgestaltet. Heute sind in der Wewelsburg das Historische Museum des Hochstifts Paderborn und eine Jugendherberge untergebracht.

Kreismuseum Wewelsburg, Burgwall 19, 33142 Büren, Öffnungszeiten Di-Fr 10:00-17:00 Uhr, Sa, So, feiertags 10:00-18:00 Uhr, Tel. 02955/76220, www.wewelsburg.de

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