Droste Hülshoff auf der Spur: Westfälische Dichter

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Droste-Hülshoff auf der Spur: Denkt man an Literatur aus Westfalen, dann steht  die adelige Freifrau aus dem jetzt zu Münster gehörenden Dorf Roxel immer im Mittelpunkt. Ihr Ruhm gründet sich auf der Novelle „Die Judenbuche“ sowie ihre Naturlyrik, Balladen und Gedichte, mit denen sie weit über ihre Zeit hinausweist. Sie hat einen festen Platz im literarischen Olymp.

Droste-Hülshoff

Die Büste der Annette-von Droste-Hülshoff und die Brakeler Symbolfigur, das „Anneken“, Foto: Dirk Brassel, Stadt Brakel

Annette von Droste-Hülshoff hat es allerdings erst posthum zu weltweiter Anerkennung gebracht. Mit ihrem Namen und denen ihrer bekanntesten Kollegen und Zeitgenossen Levin SchückingChristian Dietrich Grabbe und Ferdinand Freiligrath ist zugleich der Aufbruch zu einem westfälischen Selbstverständnis verbunden. Im Paderborner Land ist Friedrich Wilhelm Weber, der Dichter des Westfalenlieds und des Kloster-Opus „Dreizehnlinden“ unvergessen. Auch der 1904 in Berlin gestorbene Dichter-Vagabund Peter Hille und die deutsch-israelische Schriftstellerin Jenny Aloni haben ihre Wurzeln in der Region zwischen Paderquelle und Weserufer.

Der in Osnabrück geborene Erich Maria Remarque hat mit „Im Westen nichts Neues“ den Schlüsselroman des ersten Weltkriegs geschrieben. Gleich nebenan in Rheine wuchs Josef Winckler auf, er setzte mit dem Roman „Der tolle Bomberg“ dem exzentrischen und sehr reichen Baron Gisbert von Romberg und dem kauzigen Gründer des Zoos in Münster, Professor Landois ein literarisches Denkmal.

In unserer Zeit sind Literaten und Bestsellerautoren hinzugekommen, die ihre Wurzeln ebenfalls in Westfalen und den Städten der westfälischen Hanse haben. Die Bestsellerautorin Cornelia Funke beispielsweise wurde 1958 in Dorsten geboren und Bernhard Schlink, um nur zwei der bekannteren Literaten anzusprechen, stammt aus der Nähe von Bielefeld, wo er 1944 das Licht der Welt erblickte. Die Bücher der beiden Autoren sind in viele Sprachen übersetzt worden, auf der ganzen Welt erhältlich und damit Beispiele für das breit gespannte Schaffen der Dichter und Denker aus Westfalen.

Vermutlich kann keine andere Region in Deutschland eine so lebendige Bewegung und Vielfalt von Literaten, Dichterinnen und Dichtern, Lyrikerinnen und Lyriker wie Westfalen vorweisen. Neben den klassischen literarischen Gattungen sind in den vergangenen Jahren ganz neue hinzugekommen. Literatur wird in Westfalen anders gepflegt und gehegt als anderswo. Nirgendwo sonst gibt es neben den Hochschulen und den Literaturvereinen eine solche Vielfalt an Vereinen, Institutionen, Organisationen, Museen und Stiftungen, die sich explizit der Förderungen, Erforschung, Dokumentation und Verbreitung von Literatur beschäftigen.

Wohlan, schwingen wir uns auf den Rücken des geflügelten Dichterrosses und heben wir ab zu einem Flug durch die Geschichte Westfalens und zu den Wirkstätten unserer Dichter und Denker.

Die gesamte Geschichte über Dichter und Denker in Westfalen finden Sie auf der Homepage der Westfälischen Hanse. 

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