Trendiger Sprit aus Westfalen

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Gin ist in – ob als Spirituose oder als Grundlage vieler Cocktails ist der Wacholderschnaps heiß begehrt. Auch im alten Kornland Westfalen kommen immer mehr Hersteller und Schnaps-Liebhaber auf die Idee, ihre eigenen Gin-Marken auf den Markt zu bringen. Westfalium nahm bei einem Gin-Tasting einige regionale Kreationen unter die Lupe.

Der bekannte Fernsehkoch Olaf Baumeister hat die Idee für den Woodland Dry Gin als Rezeptur umgesetzt; Foto: Rieke Pennender

Im viktorianischen Großbritannien noch als „Fusel“ für Arme verschrien, hat sich Gin in den vergangenen Jahren zum beliebten Getränk entwickelt. Er ist heute aus den vielen Bars der Städte und der eigenen Hausbar nicht mehr wegzudenken. Auslöser für diesen Boom sind die vielen neuen Destillerien, die eigene Kreationen der Spirituose auf den Markt bringen. Sie haben mit Kreativität und edlen Zutaten aus einem Schnaps für die Massen ein Getränk mit unzähligen geschmacklichen Varianten gemacht. Diese Entwicklung machte auch vor dem klassischen Kornland Westfalen nicht Halt. Inzwischen haben sich viele traditionelle Brennereien an eigene Gin-Kreationen getraut. Und die Anzahl der angebotenen Gins wächst stetig.

Foto: Destillerie & Brennerei Haber

Gin wird auch als „Parfüm der Spirituosen“ bezeichnet. Denn der Wacholderschnaps mit mindestens 37,5 % Alkoholgehalt kann bis zu 120 Botanicals enthalten. Botanicals werden Kräuter, Gewürze und andere Zutaten genannt, die jedem Gin einen charakteristischen und individuellen Geschmack verleihen. Der Namensgeber des Gins ist Wacholder (franz. genévrier: Wacholder). Wacholderbeeren bestimmen das Grundaroma der meisten Ginsorten, das mit ausgewählten Komponenten ergänzt werden kann. Neben Wacholder werden für den spezifischen Geschmack eines Gins zum Beispiel Zitrusschalen, Ingwer, Kardamom, Koriander, Sternanis, Hibiskusblüten, Lavendel oder mediterrane Kräuter verwendet.

Dass Gin heute so erfolgreich ist, verdankt er einem der angesagtesten Mischgetränke, die mit ihm gemixt werden: dem Gin Tonic. Das ursprünglich indische Getränk galt wegen seines Chiningehaltes früher als Heilmittel gegen Malaria und andere tropische Krankheiten. Chinin wird aus der Rinde des in Südamerika heimischen Chinarindenbaumes gewonnen und war schon bei den südamerikanischen Ureinwohnern als äußerst vielseitiges Arzneimittel bekannt. Durch den hohen Chiningehalt schmeckt Tonic Water allerdings sehr bitter. Um den Geschmack der herben Flüssigkeit zu neutralisieren, wurde die Kreation aus Gin und Tonic entworfen und das Kultgetränk „Gin Tonic“ war geboren.

Gin-Tasting von Westfalium

Westfalium hat die regionalen Gins einem Geschmackstest unterzogen. Insgesamt wurden zwölf Gins aus sieben verschiedenen Destillerien in Westfalen getestet. Einen tollen Überblick über die besten Gins aus Westfalen gibt es in der aktuellen Ausgabe von Westfalium, erhältlich ab sofort im gut sortierten Zeitschriftenhandel.

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