Münster: Nacht der Museen und Galerien

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Galerien- und Museen-Nacht in Münster: Ein Picknick auf der grünen Wiese, Laserlicht im dunklen Untergrund oder die Geheimnisse im Innern von Zellen – wenn Münster vom 3. bis 5. September für Kunst und Kultur wieder den roten Teppich ausrollt, können sich Schauraum-Fans neben den Klassikern Roter Platz, Piazza und Museumsnacht auf neue Orte und Projekte freuen.

Museen Nacht

Mittelpunkt des Kunst- und Kulturfestivals „Schauraum“: Der Rote Platz im Rathausinnenhof in Münster – Foto Münster Marketing

Traditioneller Mittelpunkt der Veranstaltung ist der Rote Platz. An allen drei Schauraum-Tagen lädt die Open-Air-Lounge auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus mit rotem Teppich, weißem Designermobiliar von Ron Arad, Livemusik, DJ-Sounds, Gastronomie und phantasievollen Illuminationen als Treffpunkt ein. Blumige Akzente setzt die Installation „Stella Style“ der Stiftung Kunst, Bildung und Erziehung der Sparda-Bank Münster. Im Infozelt erfahren Gäste alles Wissenswerte zum Programm.

Auf dem Roten Platz eröffnet Oberbürgermeister Markus Lewe am Donnerstag, 3. September, um 17 Uhr den Schauraum. Hier starten auch in der Museumsnacht am Samstag, 5. September, die Führungen und es darf bis 2 Uhr nachts gefeiert werden.

Einen Szenenwechsel von Ron Arad-Design zu Schlaunschem Barock gibt es wenige Schritte entfernt auf der Piazza. Vor der prächtigen Kulisse des Erbdrostenhofs laden die Kaufleute des Salzstraßenviertels an die lange Tafel ein und zaubern mit italienischen Köstlichkeiten, romantischer Beleuchtung und italienischen Arien vom Balkon „Dolce Vita“ in Münsters Innenstadt (Freitag, 4.9., 17.30-24 Uhr; Samstag, 5.9., 12-24 Uhr).

Ein neuer „Schauraum“ ist am Alten Fischmarkt zu finden. Wo einst durch einen Klostergarten die Lilienbecke floss und bis 1774 Münsters Fischmarkt beheimatet war, präsentieren die Kaufleute am Alten Fischmarkt Kunst von Rolf Bürger. Werke aus seinem Zyklus „Helden des Alltags“ verwandeln die Schaufenster der Geschäfte in Kabinette und animieren zum Schaulaufen. Die Gastronomen vor Ort laden zum Picknick auf der grünen Wiese im Innenhof des Alten Fischmarkts ein, der sich nach Sonnenuntergang mit naturnahen Illuminationen in Szene setzt.

Spektakuläre Einblicke in das Innere von Organsimen gibt es während der Galerien- und Museen-Nacht in der Dominikanerkirche zu sehen. Hier zeigt der Exzellenzcluster Cells in Motion der Universität Münster 27 farbenprächtige Bilder mit Momentaufnahmen aus dem Innenleben von Zellen und ihrer Wanderschaft durch unseren Körper. Die Ausstellung rückt anschaulich die Arbeit des Exzellenzclusters in den Blick. Mit Mikroskopen und Tomographien sind rund achtzig Forschergruppen den Zellen auf der Spur (Mittwoch, 26.8. – Sonntag, 20.9; www.cells-in-motion.de).

Wer Licht am Ende des Tunnels sehen möchte, sollte beim Schauraum in Münsters Untergrund gehen. Im stillgelegten Fußgängertunnel zwischen Schlossplatz und Hörsaal H1 können Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung „Laserlicht“ auf eine atmosphärische Entdeckungsreise gehen. Lichtinstallationen der Designstudentin Katharina Uhrlau machen im dunklen Tunnel die vielen Facetten der Lasertechnik erlebbar: von der Erfindung in den 1960-er Jahren über industrielle Anwendung bis hin zu Zukunftsvisionen. Die Fachhochschule Münster und die Universität Münster präsentieren die Ausstellung im Unesco-Jahr des Lichts exklusiv für den Schauraum. Unterstützt wird das Projekt von der Allianz für Wissenschaft Münster (Donnerstag, 3.9.- Samstag, 5.9.).

Spannend wird es wieder im Bahnhofsviertel mit der siebten Ausgabe des Kunstprojekts „HBF – Häuser.Bilder.Fenster“. In dem von Transport, Transfer und Wandel geprägten Stadtquartier realisieren Künstlerinnen und Künstler ihre ortsspezifischen Werke und setzen sich mit der Situation vor Ort auseinander: konzeptionell, spielerisch oder performativ (Freitag, 4.9. – Sonntag, 13.9)

Die drei Ausstellungs- und Kunstprojekte sind auch Teil der Museumsnacht, mit der das Kunst- und Kulturfestival am Samstag, 5. September, seinen Höhepunkt erreicht. Von 16 bis 24 Uhr laden 42 Kunstorte bei freiem Eintritt zum Kulturspaziergang durch Galerien und Museen ein (Ausnahme: Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster reduziert den Eintritt auf 3 Euro). Dazu gibt es einen Mix aus Lesungen, Vorträgen und Aktionen.

Wer sich mit Experten auf die kulturelle Entdeckungsreise machen möchte, kann an geführten Touren zu Fuß oder mit dem Bus teilnehmen. Eine Tour speziell für Kinder von zehn bis 14 Jahren ist der Kulturrucksack-Familienrundgang. Er führt ins Stadtmuseum, zur Ateliergemeinschaft Schulstraße und ins Foyer der Raphaelsklinik. Alle Rundgänge und Touren sind kostenfrei. Sie starten am Infozelt auf dem Roten Platz. Dort oder unter Telefon 01 70 / 9 14 66 12 kann man sich ab Donnerstag, 3. September, 15 Uhr, auch anmelden. Die Plätze sind begrenzt.

Schauraum ist eine Gemeinschaftsproduktion von Münster Marketing und dem Kulturamt in Zusammenarbeit mit Museen und Galerien, der Initiative Starke Innenstadt (ISI), Stadtviertelgemeinschaften und dem langjährigen Partner Sparda-Bank Münster.

Alle Informationen zum Schauraum mit der Galerien- und Museen-Nacht enthält ein Programmheft. Es liegt in der Münster-Information im Stadthaus 1 sowie in vielen Museen, Galerien und Geschäften aus.

www.marketing.muenster.de

PS: Westfalium-Artikel zum Schauraum 2014 gibt es hier, zum Schauraum 2018 hier

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