Kunst und Natur: Skulpturen für den Garten

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Westfalen – Blaue Schafe auf einer grünen Weide: Das ist in diesem Jahr das Erkennungszeichen. Am 28. Juni eröffnet die neue Sommerausstellung in der Galerie im Mertenshof in Rheda-Wiedenbrück mit der “Friedensherde” der Aktionskünstler Bertamaria Reetz und Rainer Bonk. Ein europaweites Ausstellungsprojekt zieht damit in Rheda-Wiedenbrück ein und hinterlässt seine Spuren.

Galeristin Edeltraut Haut begrüßt Künstleer und Gäste zur Vernissage. - Foto Galerie im Mertenshof

Galeristin Edeltraut Haut begrüßt Künstleer und Gäste zur Vernissage. – Foto Galerie im Mertenshof

In der Galerie im Mertenshof bei Rheda-Wiedenbrück trifft man auf Edeltraut Haut. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sie sich mit Kunst. Nach Ende ihres Studiums zog es sie nicht länger in den Lehrerberuf, sondern in eine eigene Galerie. Seit nunmehr zehn Jahren hat sie sich ausschließlich auf Skulpturen und Plastiken für den Garten und Kunst am Bau spezialisiert. Rund um ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Bauernhaus, den Mertenshof, steht ihr ein Areal von mehr als zwei Hektar zur Verfügung, wo sie regelmäßig deutsche und internationale Bildhauer ausstellt, viel beachtete Vernissagen veranstaltet und Kunstsammler berät.

Der weitläufige Garten erlaubt es, jeder Arbeit einen eigenen Raum zu geben. Keines der Kunstwerke stört ein anderes. „Ich finde für jedes der Objekte den richtigen Platz“, weiß die Galeristin. „Und wenn ich später ein Kunstwerk bei einem Käufer ausliefere, dann berate ich bei der Platzierung.“ Was überzeugt, ist ihre Kompetenz. Sie kennt sich aus mit den Techniken, egal ob Holz, Marmor, Stahl, Stein oder Bronze. Sie weiß um das Anliegen der Künstler. Und ganz profan bestellt sie auch einen Frontlader, wenn eine tonnenschwere Figur bewegt oder aufgestellt werden soll.

Eine große Bandbreite sehr unterschiedlicher Kunstwerke werden bei der Sommerausstellung in der Galerie im Mertenshof vorgestellt. - Foto: Galerie im Mertenshof

Eine große Bandbreite sehr unterschiedlicher Kunstwerke werden bei der Sommerausstellung in der Galerie im Mertenshof vorgestellt. – Foto: Galerie im Mertenshof

Das Zusammenspiel von Kunst und Natur, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstobjekten ist an dem einzigartigen Standort schon lange kein Geheimtipp mehr. 2014 ist es Edeltraud Haut gelungen, eine Ausstellungsfläche von 7.000 Quadratmetern dazu zu erwerben: die neue Skulpturenwiese. Im Kontrast zu der Parkanlage gibt es nun eine große Blumenwiese, die sich für einzelne Objekte und Großskulpturen als idealer Standort anbietet.

In der Gruppenausstellung sind mehrere Bildhauer mit unterschiedlichen Arbeiten vertreten. - Foto: Galerie im Mertenshof

In der Gruppenausstellung sind mehrere Bildhauer mit unterschiedlichen Arbeiten vertreten. – Foto: Galerie im Mertenshof

Regelmäßig stellt die passionierte Galeristin in Gruppenausstellungen acht bis zehn verschiedene Künstler mit jeweils acht bis 12 Arbeiten aus. Dabei kommen Ausstellungen mit 120 bis 150 Kunstwerken zusammen, die den Vergleich mit dem Skulpturenpark einer renommierten Kunststiftung nicht zu scheuen brauchen. Die nächste Ausstellung eröffnet Ende Juni. Einen vergleichbar schönen Ort für die Präsentation von Skulpturen wird man lange suchen müssen.

„Ich bin viel unterwegs, um mich in den Ateliers ‚meiner‘ Künstler umzuschauen“, erzählt Edeltraut Haut. Dabei wählt sie selber aus und gibt bei den Künstlern manche Anregung oder stößt Projekte an. „Meist entsteht so eine langjährige intensive Zusammenarbeit, manchmal eine tiefe Freundschaft“, weiß die Galeristin. „Wie bei Pierre Schumacher, den ich über Jahrzehnte begleiten und austellen durfte. Und von dem ich auch jetzt noch – nach seinem Tod – wichtige Arbeiten zeige und zum Verkauf anbiete.“

Edeltraud Haut hat sich ein weites Netzwerk aufgebaut. „Mir ist es wichtig, immer wieder neue Bildhauer zu zeigen, da ich ein Stück Talentförderung betreiben möchte. Ich setze nicht allein auf die bereits arrivierten Künstler“, sagt die Galeristin. „Den teilweise irrwitzigen Kommerz, der sich auf dem Kunstmarkt breit macht, mache ich nicht mit. Spekulation hat für mich mit Kunst nichts zu tun. Da wird hochkarätiger Oberkitsch zu schwindelerregenden Summen verkauft, nur in der Erwartung noch größere Gewinne zu machen“, zieht sie eine klare Grenze. „Wer bei mir kauft, bekommt ernstzunehmende Kunst zu einem angemessenen Preis. Der Wert dieser Kunstwerke steigt mit den Jahren durch die wachsende Bekanntheit und Bedeutung der Künstler.“ Da ist sich die Galeristin ganz sicher.

Die große Auswahl der Kunstwerke lockt Kunstinteressierte im Umkreis von etwa 200 Kilometern. Auch zahlreiche Stammkunden finden sich regelmäßig zu den Vernissagen in Rheda-Wiedernbrück ein. „Immer wieder überraschend: aus Rheda-Wiedenbrück und dem engeren Umfeld, kommen die allerwenigsten“, lacht Eldeltraud Haut. „Aber das kennt man ja: Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert.“

Öffnungszeiten während der Ausstellung: Freitag, Samstag und Sonntag von 12.00 bis 18.00 Uhr. Nach telefonischer Vereinbarung und einer Mindestanzahl von 10 Personen hat die Galerie das ganze Jahr geöffnet

Galerie im Mertenshof / Edeltraud Haut / Moorweg 77 /  33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon 05242 – 42842
www.galerie-mertenshof.de

 

 

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Comments

  1. Wilfried Wiesbrock meint

    Ich hab mir heute mit Bekannten die Sommerausstellung angeschaut und bin schwer enttäuscht. Es gab nur eine Holperwiese mit blauen Schafen die alle gleich aussahen zu sehen. Der eigentliche Mertenshof war geschlossen. Zum Glück hatte ich nur eine relativ kurze Anreise für diese Enttäuschung und habe mir dann lieber Schloß Rheda angesehen.

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