LWL Freilichtmuseum Hagen startet in die neue Saison

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Hagen – Das LWL-Freilichtmuseum in Hagen startet am 1. April in die neue Saison. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in diesem Jahr gleich vier Ausstellungen in seinem Freilichtmuseum. In der Winterpause hat das Museum daran gearbeitet, seinen Besuchern noch mehr Barrierefreiheit zu bieten. Im Schmiedebereich eröffnet der LWL in diesem Sommer ein „Informationszentrum Schmieden“ sowie eine Inszenierung, die erklärt, wie ein Fallhammerwerk funktioniert.

Start in die neue Saison: Am 1. April öffnet das Freilichmuseum erneut seine Pforten. - Foto: LWL-Freilichtmuseum

Start in die neue Saison: Am 1. April öffnet das Freilichmuseum erneut seine Pforten. – Fotos LWL-Freilichtmuseum

Inklusion und Barrierefreiheit“ Wie in jeder Winterpause wurde viel gearbeitet, um die Barrierefreiheit zu verbessern und das Museum weiter in Richtung Inklusion zu bringen. Ein Freilichtmuseum wie dieses hier in Hagen hat einige Kopfsteinpflasterwege sowie enge Gebäudeeingänge, aber auch Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen sowie Menschen mit Gehbehinderung sollen das Museum besuchen können“, sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

ES gibt viel zu sehen im Freilichtmuseum. - Foto: LWL-Freilichtmuseum

ES gibt viel zu sehen im Freilichtmuseum Hagen

„Dank vieler Anpflasterungen und einiger Rampen, die die bisherigen Stufen an den historischen Gebäuden ersetzen, sind die Wege jetzt leichter zu bewältigen. In diesem Jahr werden wir außerdem viele neue Bänke im Museumsgelände aufstellen, die für Senioren und körperlich Beeinträchtigte optimale Sitzmöglichkeiten zu schaffen“, so Kirsch weiter. Stolz sei der LWL auf das neue Restaurant, die Museumsterrassen, die von Beginn an barrierefrei konzipiert gewesen seien. 2013 habe es als erstes Haus in Hagen das Siegel „Hagen barrierefrei“ bekommen, so der LWL-Direktor weiter.

Entdeckungen in Hülle und Fülle: Das Jahresprogramm ist voll von Überraschungen. - Foto: LWL-Freilichtmuseum

Entdeckungen in Hülle und Fülle: Das Jahresprogramm ist voll von Überraschungen

Die Saison beginnt im LWL-Freilichtmuseum Hagen der kleinen Ausstellung „Mit Verstand und Hand. Arbeitsplatz: Objektrestaurierung“ (1. bis 24. April). Sie stellt den Beruf des Restaurators vor und zeigt, welche Fähigkeiten für Restaurierungsarbeiten nötig sind. Als Beispiel steht in dieser Ausstellung ein Spitzblasebalg aus dem Sammlungsbestand des LWL-Freilichtmuseums Hagen im Mittelpunkt.

Eine zweite kleine Ausstellung beginnt am 4. Mai im Goldschmiedehaus. Rund 150 Mokkalöffel vom aufwendig gestaltete Meisterstück bis zum gelungenen Besteckteil aus der Massenfa-brikation werden bis zum 31. Oktober in der Ausstellung „Mythos Mokka. Kleine Löffel aus einer Privatsammlung“ gezeigt.

Wie aus bedruckten Bogen ein Buch wird, woher der besondere Geruch kommt und ob Bücher unterschiedlich rascheln, das lässt sich ab dem 15. Juni in der diesjährigen Sonderausstellung
„Knochenleim & Goldrausch“ zum Buchbinderhandwerk erfahren.

Handwerk wie Annodazumal: Viele Werkstätten zeigen wie das Handwerk einst ausgeübt. - Foto: LWL-Freilichtmuseum

Handwerk wie Annodazumal: Viele Werkstätten zeigen wie das Handwerk einst ausgeübt

Ab dem 5. Juli präsentiert die Fotografengruppe vom Förderkreis des Hagener LWL-Freilichtmuseums ihre spannendsten Perspektiven bei der Fotoausstellung „Lichtbilder“ in der Gelbgießerei.

Nicht nur in Ausstellungen setzt das LWL-Freilichtmuseum Hagen auf die Verbindung von sinnlicher Erfahrung mit Wissensgewinn. Der ohrenbetäubende Lärm im Sensenhammer gehört zu einem Handwerk, das schon im 18. Jahrhundert seine Produkte in die ganze Welt exportierte. Der Sensenhammer ist einer von vielen Betrieben, in denen alte Handwerkstechniken gezeigt werden. Die Bäckerei und die Seilerei gehören ebenso dazu wie verschiedene Schmieden, Handwerke rund um das Thema Papier oder die Tabakfabrik. Rund sechzehn Werkstätten in den historischen Fachwerkhäusern sind jeden Tag in Betrieb. An jedem Sonntag gibt es eine kostenfreie Führung und eine kostenfreie Mitmachaktion für alle Altersgruppen. Für Schulen, Gruppen und Vereine bietet das LWL-Museum ein umfangreiches Angebot an Führungen und erlebnisreichen Programmen. Im mittleren Bereich des Museums, in dem einige der Kleinschmieden stehen, wird derzeit das „Informationszentrum Schmieden“ errichtet. „Das kleine Infozentrum wird im Laufe des Sommers fertiggestellt“, so Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann. Eine weitere Installation wird im Laufe des Sommers fertig: Eine Inszenierung präsentiert die Funktion eines Fallhammerwerkes. „Ein originales Fallhammerwerk würde die räumlichen Kapazitäten des Freilichtmuseums sprengen“, erklärt Beckmann.

An vielen Wochenenden bietet das LWL-Freilichtmuseum Sonderveranstaltungen an. Dazu gehören nach Ostern als erste Veranstaltung „umGARNen“ am 26. und 27. April. Dabei stellen textile Handwerker ihre Arbeiten rund um Nadel und Faden vor. Sie präsentieren Gewebtes, Gestricktes, Gesticktes, Genähtes, aber auch moderne Schmuckkreationen, Lederarbeiten und Holzknöpfe.

In diesem Jahr tuckern die alten Land- und Zugmaschinen am 1. Mai zum großen Trecker-Treffen. Pfingsten steht ganz im Zeichen der historischen Automobile. Am Pfingstsonntag, 8. Juni, machen die Freunde der Szene mit ihren Schätzchen eine Sternfahrt ins Hagener LWL-Freilichtmuseum zum Oldtimer-Treffen. Am 14. und 15. Juni geht es „Querbeet“ durch die Gartentage. Kräuter, Blumen, Töpfe, Werkzeuge und Accessoires für Haus und Garten stehen dann im Mittelpunkt.

Am 5. Juli startet die 4. GPS-Tour des Hagener Automobil Clubs (HAC) für alle, die Lust darauf haben, Technik von „Gestern“ im Museum mit moderner Technik zu erkunden. Für Modellbauer und Modellbegeisterte wird der Sonntag, 6. Juli, interessant. Da heißt es „Auf großer Fahrt“ für viele Modelle zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Auf dem großen Platz vor den Restaurant „Museumsterrassen“, im mittleren Bereich, findet am 3. August der Kutschentag mit Informationen über Pferde und Kutschen statt. Neben der Präsentation der Kutschen und dem Kutschenkorso besteht für alle Besucher die Gelegenheit zum Fachsimpeln und zum Pferde streicheln.

In allen Ferien stehen Workshops auf dem Ferienprogramm, so dass für Schüler keine Langweile aufkommt. Als Höhepunkt der Sommerferien stehen alle Kinder beim bunten Kinderfest am 17. August im Mittelpunkt. Sie können dann kreativ sein, staunen, ausprobieren und erleben – das Programm verspricht einen kunterbunten Tag. Der Förderkreis des LWL-Museums unterstützt das Fest wie in jedem Jahr. Zu Erntedank veranstaltet das LWL-Freilichtmuseum sein Herbstfest am 27. und 28. September. Es organisiert einen Handwerker- und herbstlichen Spezialitätenmarkt und Mitmachaktionen. Nach dem Ende der Saison findet am ersten Advent der „Romantische Weihnachtsmarkt „(28.11. bis 30.11.) statt.

Die Eintrittspreise bleiben auch in diesem Jahr stabil, sie betragen für Erwachsene 7 Euro, für Kinder von sechs bis 18 Jahren 2 Euro (unter sechs Jahren ist der Eintritt frei) und für Familien 15 Euro.

www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

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