Borken: Alltägliches und Kurioses wiederentdeckt

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Westfalen – Das Stadtmuseum Borken zeigt vom 2. Oktober bis zum 21. Dezember 2014 eine Ausstellung mit 99 Objekten aus seiner Sammlung und erzählt 99 Geschichten aus der Stadtgeschichte.

Spannende Geschichten hinter Exponaten

Spannende Geschichten hinter Exponaten

Gemeinsam mit dem Heimatverein Borken e.V. hat die Leiterin des Stadtmuseums Borken, Dr. Britta Kusch-Arnhold, die Depots des Museums durchforscht und dort die 99 interessantesten Kunstwerke und prominente  historische Objekte ausgewählt: Alltägliches wie ein Brennspiritusbügeleisen oder Kurioses wie eine Waschmaschine aus Holz, eine Fingerrechenmaschine für den Schulanfänger und vieles mehr erinnern an das Leben in vergangenen Jahrhunderten. Bedeutsame Exponate wie das Manuskript der Borkener „Merkwürdigkeiten“ von 1777-1837, Werke der Malerin Julia Schily-Koppers (1855-1944) oder ein Christuskopf aus der Zeit vor 1500 sind zu sehen. Anderes steht pars pro toto für die Geschichte der Borkener Vereine, die Nachkriegszeit in Borken und weitere Themen.

Der Titel der Ausstellung deutet es an: 99 sind nicht 100! Die Präsentation will keine erschöpfende Darstellung der städtischen Sammlungen sein. Statt lückenlos eine chronologische Stadtgeschichte auszubreiten, geht es in der Ausstellung um einzelne Facetten der Borkener Kultur und Geschichte.

Das historische, originale Exponat selbst steht im Fokus: Es soll, so hofft die Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die gemeinsam mit der Museumsleiterin die Ausstellung realisiert hat, ein kleines Stück Geschichte erzählen und beim Betrachter eigene Erinnerungen hervorrufen. Zugleich wird das Exponat selbst als ganz eigenständiges Objekt mit einem besonderen Wert für das historische Gedächtnis und die Identität der Stadt gewürdigt.

Die Ausstellungsmacher verfolgen aber noch weitere Ziele. Sie fragen und zeigen: Was haben wir in der Sammlung? Was wollen wir damit im Stadtmuseum Borken anfangen? Wie und was sammeln wir künftig? Denn das Stadtmuseum blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Gegründet 1890 vom damaligen Altertumsverein wurde seine Sammlung an verschiedenen Orten in der Stadt gezeigt, bis das Museum 1987 ins alte Rathaus am Marktplatz von Borken zog. Vieles zur Stadtgeschichte und zum alltäglichen Leben in der westmünsterländischen  Kleinstadt wurde in fast 125 Jahren vom Heimatverein Borken e.V. und vom Stadtmuseum zusammengetragen oder gelangte durch Nachlässe oder Schenkungen ins Haus. Es lohnt sich, einige wenige dieser bis heute überlieferten Kunstwerke und Objekte in einer Ausstellung zu würdigen.

Die Ausstellung im Zentrum von Borken will einen Anstoß geben, sich mit der Geschichte und den Geschichten der Stadt zu beschäftigen, die historischen Originale neu zu erleben und zu fragen, was Borken und seine Sammlung für die Borkener und ihre BesucherInnen ausmacht.

Stadtmuseum Borken / Marktpassage 6 / 46325 Borken
Telefon 02861 – 939242
www.stadtmuseum-borken.de


 

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