Druckwerkstatt im FARB wird wiedereröffnet: Ein Tag im Zeichen der Druckkunst mit Vorführungen, Mitmachangeboten und der Performance „Grund & Borken“.

Am Samstag, 31. Oktober 2026, öffnet die Druckwerkstatt des FARB nach ihrem Umzug erstmals wieder ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können die historischen Druckmaschinen in Aktion erleben und selbst kreativ werden – Foto mediamieze
Nach längerer Umzugspause öffnet die Druckwerkstatt des FARB am Samstag, 31. Oktober 2026, wieder ihre Türen. Von 10 bis 16 Uhr lädt das ehrenamtliche Team alle Interessierten dazu ein, die neuen Räume im historischen Landratsamt, Im Piepershagen 17, zu entdecken. Gleichzeitig findet im Stadtraum die Planierwalzenpromenade „Grund & Borken“ des Künstlerpaares Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck statt. Damit steht der Tag ganz im Zeichen der Druckkunst.
In der Druckwerkstatt widmet sich das ehrenamtliche Team regelmäßig der „Schwarzen Kunst“ des Druckhandwerks. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie einzelne Lettern von Hand zu Wörtern zusammengesetzt und anschließend mit historischen Druckmaschinen zu Papier gebracht werden. Auch die Technik der Radierung wird anschaulich vermittelt.
Zur Wiedereröffnung können die neuen Räume nicht nur besichtigt werden. Das Team zeigt die historischen Druckmaschinen in Aktion und lädt dazu ein, selbst kreativ zu werden. Passend zur Jahreszeit können unter anderem herbstliche und Halloween-Motive gedruckt werden.
Parallel dazu findet rund um den Borkener Marktplatz und die Druckwerkstatt die performative Planierwalzenpromenade „Grund & Borken“ statt. Mithilfe von Planierwalzen, Pigmenten und Büttenpapier bilden Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck die tatsächliche Beschaffenheit des öffentlichen Bodens ab. Straßenpflaster, Vermessungspunkte oder Gullideckel werden so zu künstlerischen Motiven und dokumentieren besondere Merkmale des jeweiligen Ortes.

Kunst- und Druckaktion von Susanne von Bülow und Ruppe Kosselek wie bei der Performance “Grund und Boden” in Bremerhaven – Foto Julia E. Wagner
Ein besonderer Aspekt des Projektes ist die Verbindung von Kunst und Ökonomie: Der Preis der entstehenden Druckgrafiken orientiert sich am jeweiligen Bodenrichtwert des Bereichs, in dem das Werk entstanden ist. So können Arbeiten mit ähnlicher Gestaltung einen unterschiedlichen Wert erhalten. Das Projekt greift damit auf künstlerische Weise die Frage auf, welchen Einfluss die Lage auf den Wert von Grund und Boden hat.
Während der Druckaktionen entstehen zudem Gespräche und Begegnungen mit Anwohnenden, Passantinnen und Passanten sowie weiteren Interessierten. Die Planierwalzenpromenade lädt dazu ein, den öffentlichen Raum aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und über dessen Bedeutung ins Gespräch zu kommen.
Das Künstlerpaar von Bülow/Koselleck hat sein Projekt bereits an zahlreichen Orten in Deutschland und Europa realisiert. Mit „Grund & Borken“ wird die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Stadtraum nun Teil des Programms zum Stadtjubiläum „Borken 800“. Ursprünglich war die Performance bereits für Juni vorgesehen, musste aufgrund der hohen Temperaturen jedoch auf Oktober verschoben werden.
Weitere Informationen zur Druckwerkstatt gibt es unter farb.borken.de und weitere Informationen zum Projekt „Grund und Boden“ sind unter www.tfiftytwo.blogspot.com zu finden.














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