25 Jahre Kunst, 18 Künstlerinnen und Künstler und jede Menge unterschiedlicher Handschriften. Die Künstlergruppe REFLEX feiert ihren 25. Geburtstag mit einer großen Jubiläumsausstellung in Kamen. Unter dem Titel „Unser bestes Stück“ zeigen die Mitglieder eine Auswahl ihrer Arbeiten. Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Installationen sind vom 5. bis 30. Oktober im Haus der Kamener Stadtgeschichte und ab dem 11. Oktober auch in der Kamener Stadthalle zu sehen.

Gruppenfoto der REFLEX-Künstlergruppe mit Heike Behrens, Waldemar Boczek (Gast), Anne Deifuß, Reiner Denninghoff, Beate Donsbach (Gast), Kersten Glaser, Amalia Gorodilov, Ina Jenzelewski, Reimund Kasper, Elisabeth Lea, Andrea Peckedrath, Olaf Putz, Claudia Quick, Germaine Richter, Barbara Schwinges, Susanne Specht, Peter Tournée, Anna van Vügt, die ihre Arbeiten zeigen – Foto REFLEX
Die Auswahl dürfte den Beteiligten nicht leichtgefallen sein. Schließlich soll jedes Werk möglichst viel über das künstlerische Schaffen seines Urhebers verraten. Was ist da das beste Stück? Das schönste, das wichtigste oder das ungewöhnlichste? Die Antwort fällt bei 18 Künstlern naturgemäß unterschiedlich aus. Und genau das macht den Reiz dieser Ausstellung aus.
Gegründet wurde REFLEX 2001 im Kunsthaus Kasper in Kamen. Initiator war der Künstler Reimund Kasper, der die Gruppe bis heute als Sprecher begleitet. Seitdem hat die Gemeinschaft zahlreiche Ausstellungen und Kunstaktionen auf die Beine gestellt. Oft mit ungewöhnlichen Themen und prominenten Vorbildern. Francisco de Goyas „Die Erschießung der Aufständischen“ wurde ebenso zum Ausgangspunkt eines Kunstprojekts wie Édouard Manets berühmtes „Frühstück im Grünen“. Auch mit Joseph Beuys haben sich die Künstler auseinandergesetzt. Hinzu kamen Ausstellungen über das Ego, gesellschaftliche Konflikte und die Frage, wie Kunst unsere Wahrnehmung verändert.
Dabei gibt es bei REFLEX keinen gemeinsamen Stil. Die Künstler verbindet vielmehr die Lust, sich mit Kunst einzumischen, gesellschaftliche Fragen aufzugreifen und vertraute Sichtweisen durcheinanderzubringen. Ihre Ausstellungen sind häufig als gemeinsame Themenprojekte angelegt, bei denen jeder Beteiligte seine eigene künstlerische Antwort findet.
REFLEX hat sich nie auf Galerieräume beschränkt. Die Gruppe organisierte Kunstaktionen im öffentlichen Raum, setzte mit Plakaten Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus und gründete 2003 die Kunstmesse ART KAMEN.
Zum Jubiläum gibt es nicht nur Kunst fürs Auge, sondern auch etwas für die Ohren. Am Sonntag, 11. Oktober, wird die Ausstellung um 15.30 Uhr in der Kamener Stadthalle eröffnet. Bürgermeisterin Elke Kappen begrüßt die Gäste, Reimund Kasper führt in die Ausstellung ein. Eine Jazzband sorgt für Musik.
Anschließend feiert die Städtische Musikschule Kamen ihren 60. Geburtstag mit einem Jubiläumskonzert von 16 bis 18 Uhr. Danach können die Besucher auch den zweiten Ausstellungsort im Haus der Kamener Stadtgeschichte erkunden.
Wer sich intensiver mit den Arbeiten beschäftigen möchte, findet sie in einem 128 Seiten starken Jubiläumskatalog, der ab dem 11. Oktober erhältlich ist.
Ausstellung und Besuch
„Unser bestes Stück. 25 Jahre REFLEX“ ist im Haus der Kamener Stadtgeschichte vom 5. bis 30. Oktober 2026 zu sehen, dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.
Die Kamener Stadthalle zeigt die Ausstellung vom 11. bis 30. Oktober, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.
Weitere Informationen: www.reflex-nw.de














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