Martha Rosler: Adler kehrt zurück nach Münster

Martha Rosler: Ihr Kunstwerk “Adler “kehrt zurück nach Münster. Das Werk der Skulptur Projekte wird nach einem Jahr wieder aufgestellt.

Martha Rosler: Adler kehrt zurück nach Münster

Martha Roslers Skulptur Projekt “Unsettling the Fragments (Eagle)” (2007) kehrt an seinen Platz vor den Münster Arkaden zurück – Foto LWL

Nach einer einjährigen Pause kehrt die Arbeit “Unsettling the Fragments (Eagle)” von der US-amerikanischen Künstlerin Martha Rosler (*1943) in Münster vor die Arkaden an der Rothenburg zurück. Seit Februar 2025 war die Skulptur im LWL-Museum für Kunst und Kultur eingelagert. Das Werk von der Skulptur Projekte-Ausstellung 2007 musste für Bauarbeiten einem Kran weichen.

Wie viele andere Werke in Münster gehört auch der “Adler” vom Martha Rosler zur öffentlichen Sammlung, die im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Stadt Münster oder der Universität Münster ist.

Es handelt sich bei der Arbeit von Martha Rosler um die Kopie eines Adlers auf einem Mast, dessen Original sich bis heute auf der Fassade des Luftwaffentransportkommandos der Bundeswehr in Münster befindet. Das Hakenkreuz-Symbol aus der Nazi-Zeit, das der Adler über dem Eingangstor ursprünglich in den Klauen hielt, wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs abgeschlagen.

Mit Reproduktionen wie dieser lenkt Martha Rosler den Blick auf die gelöschten und sichtbaren Spuren der Geschichte im Stadtbild. Seit 2007 zeugt der “Adler” in Münsters Innenstadt von der nationalsozialistischen Vergangenheit.

Dr. Marianne Wagner, Kuratorin für Gegenwartskunst am LWL-Museum für Kunst und Kultur, begrüßt die zeitige Rückkehr des Werks: “Besonders vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen gewinnen die mahnenden Bezüge zur Zeit des Nationalsozialismus an Bedeutung. Daher freuen wir uns, dass Martha Roslers Adler der Öffentlichkeit nach einem Jahr Abwesenheit an seinem ursprünglichen Platz wieder installiert ist.”

Mit der Wiederaufstellung des Adlers ist das Werk rechtzeitig zu den kommenden Skulptur Projekten 2027 wieder Teil des öffentlichen Raumes.

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