“Schlosskonzert on tour“ in Lüdinghausen

„Schlosskonzert on tour“ macht Station in Lüdinghausen: Beim Auftaktkonzert erlingen Cello und Klavier.

"Schlosskonzert on tour“ in Lüdinghausen

Cellist Frederick Pietschmann gastiert in der Burg Lüdinghausen – Foto Daniel Gronsfeld

Die beliebte Reihe „Schlosskonzert on tour“ macht in diesem Jahr in Lüdinghausen Station: Am 12. April 2026 (Sonntag) um 18 Uhr gastiert das Duo Frederick Pietschmann (Cello) und Hyun-Jung Kim-Schweiker (Piano) im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen – bei freiem Eintritt; Spenden sind erbeten und Anmeldungen bei der Tourist Information Nordkirchen unter Telefon 02596/91799 00 oder an tourismus@nordkirchen.de erforderlich.

Frederick Pietschmann, Jahrgang 1998, konzertiert als leidenschaftlicher Kammermusiker, Solist und Orchestermusiker. Aktuell studiert er im Masterstudiengang bei Prof. Hans-Christian Schweiker in Aachen und ist Stipendiat der namhaften „Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung“. Die koreanische Pianistin Hyun-Jung Kim-Schweiker debütierte bereits als Dreizehnjährige beim Busan Philharmonic Orchestra und startete schon während ihrer Studien an den Hochschulen für Musik in Köln und in Stuttgart eine internationale Konzertkarriere als Solistin und Kammermusikerin – unter anderem im renommierten Trio Testore, das sie im Jahr 2000 mitbegründete.

"Schlosskonzert on tour“ in Lüdinghausen

Pianistin Hyun-Jung Kim-Schweiker – Foto Jochen Rolfes

Die Reihe „Schlosskonzert on tour“ gastiert in jedem Jahr in einer anderen Stadt oder Gemeinde des Kreises Coesfeld – und wirbt dabei als Auftaktveranstaltung für die traditionellen Schlosskonzerte in der Oranienburg des Schlosses Nordkirchen.

In der „Stadt der Wasserburgen“ Lüdinghausen gilt sie als die älteste: die Burg Lüdinghausen. Umgeben von einem herrlichen Park, der früher einmal das Befestigungssystem der Burg bildete, liegt sie im Herzen der Stadt, direkt neben dem Rathaus und wird heute besonders von den Lüdinghausern als „Burg der Bürger“ bezeichnet.

Im 12. Jahrhundert von Angehörigen des Geschlechts von Lüdinghausen errichtet, gelangte die Burg später in den Besitz des Bischofs von Münster bzw. des Domkapitels. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts baute Domherr Gottfried von Raesfeld die Anlage zu einer typischen Renaissanceburg um – mit aufwändig verzierten Fenstergiebeln und einer prächtigen Wappentafel im Innenhof der Burganlage. Im 19. Jahrhundert gelangte die Burg zunächst in die Hände der Preußen, ehe sie in Privatbesitz überging.

Eine besondere Umnutzung kam der Burg Lüdinghausen am 20. Oktober 1869 zu: Die neue Schule für Landwirte – die „Theoretische Ackerbauschule“ – eröffnete in der Burg, die im Volksmund auch gerne „Bauernuniversität“ genannt wurde. An dieses Vermächtnis erinnert heute noch das Porträt von Freiherr Burghard von Schorlemer-Alt im Festsaal der Burg. 1879 kaufte die Stadt Lüdinghausen die Burg und restaurierte sie nach und nach.

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