Gespenstersuche im Kloster

Dalheim – Mit einer Gespenstersuche für Kinder und weiteren überwiegend stillen Veranstaltungen lädt das Kloster Dalheim zur Besinnlichkeit ein.

Gespenstersuche

Schauspielerin Bianka Lammert geht mit Kindern im Kloster Dalheim auf Gespenstersuche – 
Foto LWL/Alexandra Buterus

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr lädt das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) am Samstag (29.11.) erneut zur Gespensterjagd in die mittelalterliche Klausur des ehemaligen Klosters Dalheim ein. Konzipiert ist der Gruselspaß für Familien mit Kindern von fünf bis zehn Jahren. Die Führungen finden um 14, 16 und 18 Uhr statt. Es stehen begrenzte Kartenkontingente zur Verfügung.

Zwischen Spuk und Speisesaal

Gemeinsam mit der Gespensterexpertin Dora Dämmerlich – verkörpert von Schauspielerin Bianka Lammert (Kinder- und Jugendtheater Dortmund) – machen sich große und kleine Geisterjäger auf Gespenstersuche. Zwischen Spuk und Speisesaal, Kirche und Nerven-Kitzel, Vorratskeller und unheimlichem Vergnügen erkunden sie die Räume, in denen einst die Dalheimer Mönche lebten, sammeln Hinweise und kommen dem Gespenst auf die Schliche. Der Eintritt beträgt für Kinder 5 Euro, für Erwachsene 7 Euro. Der Museumseintritt ist inklusive. Die Tickets sind ausschließlich online über die Internetseite des Museums erhältlich.

Klostergeschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück

Im Mittelalter besitzt Dalheim bereits um 800 eine kleine Pfarrkirche. Ein Nachfolger dieses Baus dient dann auch dem Ende des 12. Jahrhunderts gegründeten Frauenkonvent als Klosterkirche. Nachdem die Nonnen das Klosters in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgaben, erfolgt 1429 eine Wiederbesiedlung durch Augustiner-Chorherren des Klosters Böddeken, zunächst als abhängiger Wirtschaftshof. Bereits 1452 erlangt Dalheim den Rang eines selbständigen Klosters. In den folgenden Jahren wird das Kloster vollständig neu gebaut: Westlich der alten Anlage im Tal entsteht auf der Anhöhe eine neue Klosterkirche und großzügige Konventsgebäude. Um 1500 lebten 24 Chorherren und 100 Laienbrüder im Kloster Dalheim. Es galt als das geistliche und wirtschaftliche Zentrum des südlichen Paderborner Landes.

In Kerzenschein getauchte Kirche

Zum Advent sind Besucher im Kloster Dalheim willkommen, in der vorweihnachtlichen Hektik Ruhe zu finden und einen Advent zu genießen, wie er ursprünglich gedacht war: als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Am 2., 3. und 4. Adventssonntag lädt ab 13.30 Ur die in Kerzenschein getauchte Kirche lädt in die besondere Atmosphäre der klösterlichen Abgeschiedenheit ein. In der Sonderführung sind feine Nasen gefragt: Schnuppern  durch die vielfältigen Gerüche, die einst den Alltag der Dalheimer Chorherren begleiteten. Außerdem erwartet die Besucher Märchen, eine Himmelswerkstatt für Kinder sowie ein musikalisches Programm in der Klosterkirche. Jeweils um 14.30 Uhr gibt es ein Vokalkonzert und um 16 Uhr ein Mitsingkonzert.

 

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