Münster/Siegen. Der Münsteraner Komponist Klaus Ospald (69) wird mit dem Hans-Werner-Henze-Preis ausgezeichnet. Zur Preisverleihung in Siegen findet auch eine Uraufführung statt.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht am 30. Oktober in Siegen seinen mit 35.000 Euro dotierten Hans-Werner-Henze-Preis an den Komponisten Klaus Ospald. Die feierliche Preisverleihung beginnt um 18 Uhr im Haus der Musik, Oranienstraße 19 in Siegen. Im Rahmen des Festakts wird Ospalds Komposition “Epilog – Musik für Orchester” durch die Philharmonie Südwestfalen unter der Leitung von Olivier Tardy uraufgeführt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich. sind im Internet unter dem Link möglich: https://veranstaltung.lwl.org/HansWernerHenzePreis
Ospald lehrt in Würzburg
Klaus Ospald wurde 1956 in Münster geboren. Er studierte Komposition in Detmold und Würzburg, vertiefte seine Arbeit bei Helmut Lachenmann und lehrt heute an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seine Werke werden bei bedeutenden internationalen Festivals der Gegenwartsmusik aufgeführt, darunter die Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik und Warsaw Autumn. Darüber hinaus interpretieren international renommierte Ensembles wie Ensemble Modern, Ensemble Contrechamps, MusikFabrik, Collegium Novum Zürich oder das Arditti Quartet seine Musik regelmäßig.
Überregionale und internationale Ausstrahlung
Das Werk “Epilog – Musik für Orchester” bildet den Abschluss des Zyklus’ “Guerra I-VI” und thematisiert Erfahrungen von Krieg, Freiheit und Verletzlichkeit. Jüngste Einspielungen, darunter das 2024 erschienene Album “Klaus Ospald: Escribí”, belegen die überregionale und internationale Ausstrahlung seines Schaffens. Nach der Begrüßung durch Gertrud Welper, Erste stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, wird ein Filmportrait über den Preisträger gezeigt. Die Preisverleihung wird gemeinsam von Gertrud Welper und der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger vorgenommen. Es folgt ein Musikgespräch , bei dem SWR-Redaktionsleiterin Lydia Jeschke den Preisträger Klaus Ospald und den Intendanten der Philharmonie Südwestfalen Michael Nassauer Nassauer interviewt, bevor schließlich die Uraufführung von Ospalds “Epilog – Musik für Orchester” erfolgt. Entstanden ist die Komposition 2024.
Preis wird nur alle fünf Jahre verliehen
Der LWL-Musikpreis wird seit 1959 verliehen. Er trägt seit 2001 den Namen des in Gütersloh geborenen Komponisten Hans Werner Henze (1926-2012). Die mit 35.000 Euro dotierte Auszeichnung richtet sich an zeitgenössische Komponist:innen und wird in fünfjährigem Turnus vergeben. Als Kooperationspartnerinnen werden die drei in Westfalen-Lippe ansässigen Landesorchester alternierend eingebunden.















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