Bierbrauen in der Burgküche

Bierbrauen in der Burgküche: Dass auf dem Gelände der Burg Vischering mal eine Brauerei zu finden war, lässt sich heute kaum noch erahnen. Trotzdem ist es möglich, einen Einblick in die Kunst des Brauens zu gewinnen, nämlich bei dem Workshop „Bierbrauen in der Burgküche“ am Samstag, den 30. August 2025 von 9:30 Uhr – 17 Uhr in der urigen Burgküche der Burg Vischering.

Bierbrauen in der Burgküche

Bierbrauchen auf Burg Vischering: Ein spannender Workshop wartet auf Teilnehmer – Foto Kreis Coesfeld/Markus Kleymann

Bei den mehrmals im Jahr stattfindenden Workshops wird jedes Mal ein anderes Bier gebraut. Im August steht ein typisch belgisches Tripel auf dem Plan, ein helles Starkbier mit 8-11 % Vol., das traditionell mit zweiter Gärung in der Flasche hergestellt wird.

Was kompliziert klingt, wird durch Bierbrauer Ludger Schweer erklärt und gemeinsam mit den Teilnehmenden direkt umgesetzt.  Natürlich darf eine Pause nicht fehlen: Bei kleinen Snacks wird sich durch die vielfältige Welt der Craft-Biere getestet. Am Ende des Workshops entsteht ein einzigartiges Bier, welches natürlich zum Verkosten abgeholt werden darf.

Der Workshop zum Bierbrauen am Samstag, den 30. August 2025 von 9:30 Uhr – 17 Uhr findet in der Burgküche der Burg Vischering statt. Anmeldungen sind unter 02591 / 79900 bzw. kultur@kreis-coesfeld.de möglich. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 70 Euro.

Die Burg Vischering ist eine münsterländische Wasserburg am nördlichen Rand der nordrhein-westfälischen Stadt Lüdinghausen. Trotz eines fast vollständigen Neubaus im 16. Jahrhundert hat die Burg ihren wehrhaften Charakter weitgehend erhalten. Unter den zahlreichen Burgen und Schlössern des Münsterlandes ist sie eine der ältesten und besterhaltenen Anlagen.

Als Trutzburg durch den Bischof von Münster in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich die Burg zum Stammsitz der Familie Droste zu Vischering, deren Eigentum die Anlage heute noch ist. Der Name Vischering wurde für die Burg aber erst ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebräuchlich.

Bei einem Brand im Jahr 1521 wurde die Anlage weitgehend zerstört. Sie wurde bis 1580 wiederaufgebaut und gleichzeitig im Stil der Renaissance erweitert. Nachdem die Eigentümer ihren Wohnsitz 1690 nach Schloss Darfeld verlegt hatten, war Vischering lange Zeit ungenutzt und wurde nur von einem Rentmeister verwaltet. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und anschließenden Wiederherstellungen pachtete der damalige Kreis Lüdinghausen die Burg, um sie als Kultur- und Bürgerzentrum zu nutzen. Dazu wurden von Beginn der 1970er bis in die Mitte der 1980er Jahre umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen an den Gebäuden durchgeführt.

Die gesamte Anlage steht seit dem 8. Oktober 1986 unter Denkmalschutz und beherbergt heute unter anderem das Münsterlandmuseum. Außenbesichtigungen sind jederzeit unentgeltlich möglich.

 

 

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