Wanderführer zum Archäologischen Wandern

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Wanderführer zum Archäologischen Wandern: Gerade ist ein  neuer Wanderführer durchs Münsterland erschienen.

Wanderführer zum Archäologischen Wandern

Das sogenannte Rondeelken der Oldenburg bei Laer – Foto U. Steinkrüger

Ein neuer Wanderführer präsentiert zwölf ausgewählte Rundwandertouren zu den archäologischen Höhepunkten des Münsterlandes. Die Autorin Ulrike Steinkrüger „will auf 156 Seiten und mit 13 Karten „Sehhilfe“ für Bodendenkmäler in der Region geben („Rundwanderwege zur Archäologie im Münsterland“, Ardey-Verlag, 14 Euro).

Bodendenkmäler als Zeugen der Vergangenheit sind häufiger erhalten als manche denken. Einige Denkmäler sind – wie die Oldenburg bei Laer oder die Düwelsteene bei Heiden – imposant und kaum zu übersehen, andere sind eher unauffällig und von modernen Drainagegräben oder natürlichen Erdaufwerfungen kaum zu unterscheiden. Dennoch sind sie nicht weniger bedeutend, denn sie erzählen beispielsweise von vorgeschichtlichen Bestattungssitten, Lebensweisen und vergangenen territorialen Ansprüchen. Das macht der neue Wanderführer schmackhaft.

„Mithilfe des Wanderführers lassen sich die Denkmäler quasi im Vorbeigehen aufspüren“, erläutert Autorin und Archäologin Ulrike Steinkrüger. Wandern und Archäologie seien schon immer ihre Leidenschaften gewesen, die sie nun in diesem handlichen Büchlein vereint habe.

Wanderführer zum Archäologischen Wandern

Die Düwelsteene in Heiden – Foto U. Steinkrüger

Als wissenschaftliche Referentin der LWL-Altertumskommission für Westfalen und langjährige Leiterin des Fachbereichs Wandern im Westfälischen Heimatbund ist sie prädestiniert für das Projekt „Wanderführer“, das beide Institutionen sowie die LWL-Archäologie für Westfalen unterstützt haben. „Ich bin total dankbar für den vielen Zuspruch, den das Vorhaben bereits im Vorfeld erfahren hat. Viele Kollegen haben mich fachlich beraten. Ihre Ideen sind mit in den Wanderführer eingeflossen,“ so Steinkrüger. Noch interessanter als das Schreiben der Texte sei es aber gewesen, die Wege abzugehen und die archäologischen Relikte vor Ort zu suchen.

Von steinzeitlichen Großsteingräbern über Wallburgen, Hohlwege und mittelalterliche Landwehren bis hin zum Freilichtmuseum und zum Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es entlang der Touren einiges zu entdecken. Alle ausgearbeiteten Routen sind auf den Öffentlichen Personennahverkehr ausgelegt, bieten Einkehrmöglichkeiten und folgen nach Möglichkeit ausgewiesenen Wanderwegen.

Als besonderer Service bietet die Altertumskommission auf ihrer Internetseite die GPX-Tracks der zwölf Touren kostenlos zum Download an.

„Der Wanderführer hilft dabei, den Blick zu schärfen und erklärt sichtbare Schätze unserer Vergangenheit für Fachleute ebenso wie für Laien“, sagt die Vorsitzende der Altertumskommission für Westfalen, Dr. Aurelia Dickers. „Die vertiefte Kenntnis der hiesigen archäologischen Besonderheiten soll zudem zu ihrer Erhaltung für nachfolgende Generationen beitragen. Aus diesem Grund haben wir das Buchprojekt gerne unterstützt und hoffen auf eine Fortsetzung für andere Regionen Westfalens.“ Bei Tourenlängen zwischen 9 und 24 Kilometern sei sowohl für erfahrene Wanderfüchse als auch für Einsteiger:innen etwas dabei.

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