„Erste Hilfe“ fürs Dortmunder Kulturgut

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Dortmund – Sieben große Rollwagen mit Notfallmaterialien sind jetzt bei der Feuerwehr Dortmund in Dorstfeld eingelagert worden. Sie enthalten eine „Erste Hilfe“-Ausstattung für die Bergung, Erstversorgung und Sicherung von Kulturgut nach Katastrophen. Angeschafft wurden die Wagen vom „Notfallverbund Dortmund“, der sich Anfang 2019 gegründet hat, um das Dortmunder Kulturgut gemeinsam besser schützen zu können, heißt es in einer Pressmitteilung der Stadt.

Sieben große Rollwagen sind jetzt bei der Feuerwehr Dortmund in Dorstfeld eingelagert worden – Foto Ilka Minneker

Zum Notfallverbund Dortmund gehören aktuell neun Archive, Bibliotheken und Sammlungen: das Baukunstarchiv NRW, das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, das Institut für Zeitungsforschung, das Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse e.V., das Stadtarchiv Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, die Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek der TU Dortmund.

Überflutungen, Feuer oder Gebäudeschäden – das schriftliche Kulturgut ist vielen Gefahren ausgesetzt. Die Mitglieder des Dortmunder Notfallverbunds haben sich zur gegenseitigen Unterstützung verpflichtet. Sie entwickeln Notfallpläne, führen Übungen durch und tauschen kontinuierlich Wissen und Informationen aus. Regelmäßige Treffen sorgen dafür, dass die Notfallplanung für Kultureinrichtungen als Daueraufgabe ernst genommen wird. Jedes Haus hält Notfallmaterialien für kleine Schadensereignisse in so genannten Notfallboxen bereit.

Um aber auch für größere Katastrophen gerüstet zu sein, hat der Notfallverbund Dortmund nun sieben Notfall-Rollwagen für insgesamt 22.213,- Euro angeschafft und diese mit zusätzlichen Materialien bestückt. Finanziert wurde die Anschaffung durch Eigenanteile der Mitglieder sowie eine Bundesförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Kulturstiftung der Länder (KSL) sowie die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK).

In den Wagen enthalten sind Hilfs- und Arbeitsmittel wie Sackkarren, Bergungsbehälter, Kabeltrommeln und Stirnleuchten, Werkzeuge wie Hacken, Hämmer und Schaufeln, Verbrauchsmaterial wie Stretchfolie, Schutzbekleidung wie Atemmasken, Sicherheitsstiefel, Handschuhe und Overalls sowie größere Gerätschaften, beispielsweise Arbeitstische und Leitern, die nicht von jedem Mitglied des Notfallverbundes vor Ort vorgehalten werden können. Die zentrale Organisation der Materialien spart Kosten und minimiert den Aufwand für Wartung und Ersatzbeschaffung.

Im Notfall alarmieren sich die Mitglieder des Verbundes über eine Telefonkette sofort gegenseitig, die Feuerwehr Dortmund transportiert die Rollwagen mit den Materialien ohne Zeitverlust an den Schadensort, und die Rettungsmaßnahmen können binnen weniger Minuten beginnen. Das ist rasche „Erste Hilfe“…

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