Neue Leitung im Kunstmuseum Ahlen

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Neue Leitung im Kunstmuseum Ahlen: Seit dem 1. August 2020 ist Dr. Martina Padberg die neue künstlerische Leiterin des Museums.

Neue Leistung am Kunstmuseum Ahlen

Dr. Martina Padberg ist die neue Leiterin des Kunstmuseum Ahlen – Foto KMA/Padberg

Seinen überregionalen Ruf erlangte das Kunstmuseum Ahlen durch eine ambitionierte Sammlungs- und Ausstellungspolitik. Im Zentrum stehen die Klassische Moderne und die Gegenwartskunst. Das Profil des privat finanzierten Museums prägte Burkhard Leismann. Er leitete das Haus seit Gründung im Jahr 1993 bis 2019.

Die Kunsthistorikerin aus Bonn ist eine erfahrene Ausstellungskuratorin. Seit vielen Jahren lehrt sie zudem Kunstgeschichte mit den Schwerpunkten Museumsstudien und Kuratieren an der Universität Bonn. Sie hat unter anderem mit dem Museum August Macke Haus in Bonn, dem Kunstmuseum Mülheim a.d. Ruhr, dem Museum im Kulturspeicher Würzburg, dem Museum Sinclair-Haus Bad Homburg, den Kunstsammlungen Zwickau und nicht zuletzt mit dem Kunstmuseum Ahlen zusammengearbeitet. Hier kuratierte sie verschiedene Ausstellungen.

Die Theodor F. Leifeld Stiftung ist froh, dass Martina Padberg seit Mitte letzten Jahres an der Spitze des Museums steht. Sie selbst freut sich auf die neue Herausforderung und die neue Leitung. Nach vielen Jahren freiberuflicher Tätigkeit habe es sie schon länger gereizt, ihre „Erfahrungen in die neue Leitung eines solchen Hauses einzubringen.“

Neue Leitung am Kunstmuseum

Martinas Padberg ist eine erfahrene Kunsthistorikerin – Foto KMA/Padberg

Nach der bis Ende Mai verlängerten Ausstellung „Christian Rohlfs Augenmensch!“ und dem spannenden Auftritt des Schweizer Künstlers Beat Zoderer startet Anfang Oktober mit „RESET“, das erste von ihr konzipierte Ausstellungsprojekt. Die neue Leitung gibt dem Museum ein neues Gepräge. Künstlerinnen und Künstler, von jeher Spezialisten für Ungewissheiten, Experimente und Grenzgänge, sind eingeladen, sich mit Krisenerfahrungen auseinanderzusetzen und Blicke auf das Morgen zu werfen.

Zwischen dem 20. Juni und dem 12. September 2021 steht Beat Zoderer mit der Ausstellung „Faltungen – Verwerfungen“ im Mittelpunkt des Kunstmuseum Ahlen.

Nach einer ersten Ausstellungsreihe (2014 bis 2016) steht die Konkrete Kunst erneut im Fokus einer ganzen Region: Mit Hellweg Konkret II nehmen insgesamt acht Institutionen in der Hellwegregion und Arnsberg vom Sommer 2020 bis Sommer 2021 aktuelle Positionen der Konkreten Kunst in den Blick.

Das Kunstmuseum Ahlen präsentiert im Kontext von Hellweg Konkret II eine Werkschau des Schweizer Künstlers Beat Zoderer (*1955), ein herausragender Vertreter der neo-konstruktiven Kunst, der die Ansätze der sogenannten „Konkreten“ immer wieder neu denkt. Das interessante Thema der Faltung, das bei Vertretern der Konkreten Kunst bereits in den 1970er und 1980er Jahren virulent war, begleitet sein Schaffen.

Zoderer ist ein Künstler, der den Regeln der konstruktiv-konkreten Kunst spielerisch und phantasievoll folgt, ihre strengen Prinzipien humorvoll unterläuft. Der Einsatz banalster Alltagsmaterialien, wie z.B. Klebeetiketten, Gummibänder, Holzreste oder Schaumstoff als auch die Potenzierung einfacher Gestaltungsabläufe, aus denen gefaltete und geknickte Bilder oder „verdrehte“ Skulpturen entstehen, führt zu einer neuen, ungewöhnlichen Dimension Konkreter Kunst.

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